Tesla bleibt bei Neuzulassungen eine Wagenlänge voraus

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Michael Neißendorfer
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Branchenprimus Tesla bleibt auch zu Beginn des Jahres 2023 der Marktführer bei den Zulassungszahlen von E-Autos in Deutschland: Exakt 11.952 Neuzulassungen konnten die Kalifornier einer Auswertung des Center of Automotive Management (CAM) zufolge hierzulande absetzen. Auf Rang zwei rangiert Volkswagen mit deutlichem Abstand und 6972 Pkw, schon knapper gefolgt von Audi (4767 Neuzulassungen) und Mercedes mit 4029 abgesetzten E-Autos. Hyundai auf Rang fünf kommt auf 2993 und BMW auf Platz 6 auf 1961 Fahrzeuge. Die Top-10 der E-Auto-Neuzulassungen komplettieren Smart, Skoda und Mini. Auf Position elf rangiert bereits der chinesische Hersteller MG mit rund 1300 BEV-Absätzen vor etablierten Herstellern wie Volvo, Peugeot, Seat und Opel.

Neben den reinen Elektro-Marken Tesla, Smart und Polestar erreichen einige Hersteller zumindest deutlich überdurchschnittliche BEV-Anteile an den Neuzulassungen. Auf einen hohen E-Auto-Anteil kommen dem CAM zufolge MG mit 74 Prozent, Mini mit 30 Prozent, Volvo mit 25 Prozent und Hyundai mit 23 Prozent, während Fiat, Peugeot sowie Porsche und Audi nur noch leicht über dem Mittelwert von 13,1 Prozent liegen. Unterdurchschnittlich zum Markt bewegen sich zu Beginn des Jahres 2023 dagegen die BEV-Anteile von VW (9,1 Prozent), Mercedes (9,3 Prozent) und BMW (7,5 Prozent). Bei Herstellern wie Toyota (4,9 Prozent), Kia (5,4 Prozent) oder Ford (1,4 Prozent) spielen reine Elektroautos beim Fahrzeugverkauf in Deutschland noch eine untergeordnete Rolle.

Elektroauto-Neuzulassungen-Deutschland
CAM

Insgesamt konnten der Auswertung zufolge nur wenige Automobilhersteller im Vergleich zum Gesamtjahr 2022 ihren BEV-Anteil in den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres steigern. Hierzu zählen etwa MG und Volvo oder BEV-Nachzügler wie Toyota oder Mazda. Unter den zehn absatzstärksten Marken können – von den reinen Elektromarken Tesla und Smart abgesehen – nur Audi und Mini ihren E-Auto-Anteil an den Neuzulassungen leicht erhöhen. Dagegen bleibt der Elektro-Anteil bei Herstellern wie VW, BMW, Opel oder Fiat deutlich unter den Vorjahreswerten.

Tesla setzt als Elektro-Marktführer die Wettbewerber in Deutschland und in anderen wichtigen Automobilmärkten durch die Preissenkungen unter enormen Druck. Es ist zu erwarten, dass die Wettbewerber auf breiter Front nachziehen müssen und die Anschaffungspreise bei Elektroautos sinken“, sagt Studienleiter Stefan Bratzel. „Die deutschen Automobilhersteller müssen in wichtigen Märkten wie Deutschland und China dagegenhalten, um nicht weiter Marktanteile im Zukunftsfeld der Elektromobilität zu verlieren.“

In Deutschland wurden im Januar und Februar 2023 insgesamt 50.611 Elektroautos zugelassen. Damit wurde im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (49.198) trotz der Verminderung der Förderung ein leichtes Wachstum erzielt. Auch der Elektroauto-Anteil an den Neuzulassungen steigt leicht auf 13,1 Prozent (YTD 2022, 12,8 Prozent). Im wichtigsten globalen Automobilmarkt China kletterten die Neuzulassungen von Elektroautos in den ersten beiden Monaten des Jahres auf insgesamt 663.000. Zusammen mit den Plug-in-Hybriden (PHEV) wurden laut CAAM insgesamt 933.000 Elektro-Fahrzeuge verkauft (+20,8 Prozent). Der Marktanteil von Elektrofahrzeugen (vor allem: BEV/PHEV) liegt in China derzeit bei 25,7 Prozent. Im gleichen Zeitraum sanken die Gesamtzulassungen im wichtigsten Automobilmarkt um 15,2 Prozent.

Quelle: CAM – Pressemitteilung vom 10.03.2023

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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