Suzuki stellt Technologiestrategie für kommende Dekade vor

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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Die japanische Suzuki Motor Corporation hat ihre Technologiestrategie für die kommenden zehn Jahre vorgestellt. Um den Energieverbrauch in der Produktion sowie im Betrieb der Autos zu verringern, liege das Hauptaugenmerk auch künftig auf der Entwicklung kompakter und leichter Fahrzeuge, so der Hersteller in einer aktuellen Mitteilung.

Schon heute liege das Gewicht von Suzuki Automobilen etwa 200 bis 300 Kilogramm unter dem Durchschnitt aller Hersteller in Europa, Indien und Japan. Diese Entwicklung will die Suzuki Motor Corporation künftig weiter vorantreiben und das Gewicht pro Auto um weitere 100 Kilogramm senken. Bereits jetzt werden durch das geringere Gesamtgewicht rund 20 Prozent Energie in der Produktion sowie etwa sechs Prozent im Betrieb der Autos eingespart, so Suzuki.

In den kommenden Jahren will sich Suzuki weiterhin auf das Herstellungsprinzip Sho-Sho-Kei-Tan-Bi fokussieren, auf Deutsch: kleiner, weniger, leichter, kürzer und sauberer. Das japanische Unternehmen will kompakte Autos mit Hybrid- oder batterieelektrischen Antrieben bauen, die mit einer kleinen und effizienten Antriebseinheit sowie einer kleinen und leichten Batterie ausgestattet sind. Neben verringerten Produktions- und Betriebskosten sorge dies auch für geringere Belastungen der Straßen, was weltweit Instandhaltungskosten vermindere.

Um gleichzeitig die Sicherheit aller Insassen zu gewährleisten, legt Suzuki einen Schwerpunkt auf die Weiterentwicklung seiner bewährten Heartect Plattform. Deren Besonderheit liegt in einer deutlichen Gewichtsreduktion bei gleichzeitig hoher Karosseriesteifigkeit. Diese Leichtbaukarosserie ermöglicht es, den Energieverbrauch der Autos weiter zu senken.

Technologie-Suzuki-Strategie
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Auch im Bereich der Software-definierten Fahrzeuge (SDV) will die Suzuki Motor Corporation ein kostengünstiges System entwickeln, das ganz im Sinne von Sho-Sho-Kei-Tan-Bi die Minimierung des Energieverbrauchs an erste Stelle setze. Darüber hinaus bleibe die Fahrzeugsoftware durch einen Mix aus kabelgebundenen und Over-the-Air-Updates (OTA) stets auf dem aktuellen Stand.

Erstes E-Auto von Suzuki soll 2025 kommen

Suzuki hat es sich zum Ziel gesetzt, künftig mehr Hardwarekomponenten modellübergreifend zu nutzen, um die Entwicklungskosten zu senken. Zur Ressourcenschonung will das Unternehmen Produkte entwickeln, die nach Ende ihres Lebenszyklus leicht demontiert und recycelt werden können, und setzt künftig noch stärker auf eine Kreislaufwirtschaft.

Viele Ankündigungen, alle noch etwas schwammig. Wir sind gespannt, wann Suzuki etwas konkretes vorstellt. Ein Elektroauto zum Beispiel, was bisher noch fehlt in der Produktpalette. Dies soll sich erst 2025 ändern, mit einem E-Auto auf Basis der Studie EVX, die die Japaner Anfang 2023 vorgestellt hatten.

Quelle: Suzuki – Pressemitteilung vom 21.08.2024

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Gerd:

Die „Technologiestrategie“ liest sich, als wenn eine sehr mittelmäßige PR-Agentur mit geringem Budget mal wieder den Markennamen in Erinnerung rufen musste.

Wolfbrecht Gösebert:

Aus dem Artikel:
„Viele Ankündigungen […]. Wir sind gespannt, wann Suzuki etwas [K]onkretes vorstellt.“

Ja, absolut! Übrigens: Im „Schlechtranking“ des jährlichen Berichts von InfluenceMap über die Lobbyarbeit für den Klimaschutz hat Toyota die schlechteste Bewertung. [Quelle: c&p–>]

electrek.co/2024/05/14/toyota-once-again-ranked-as-worst-automaker-on-climate-lobbying-globally/

… aber dann folgen gleich Mazda und Suzuki und später … Honda!

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