Subaru verschiebt seine Elektroauto-Produktion

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Laura Horst
Laura Horst
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Der japanische Hersteller Subaru, der in Hinblick auf Elektromobilität als Nachzügler gilt, wollte innerhalb der nächsten Jahre mit der Produktion seines ersten eigenen Elektroautos beginnen. Nun hat das Unternehmen mitgeteilt, dass es seine Strategie aufgrund des etwas langsameren Markthochlaufs ändert und in seinem japanischen Werk zunächst Hybrid- und Verbrennermodelle fertigen will.

Bisher bietet das japanische Unternehmen lediglich Elektro-Modelle an, die es gemeinsam mit Toyota entwickelt und montiert hat, zu denen der Subaru Solterra, der Getaway EV und der Uncharted gehören. Außerhalb dieser Allianz plant Subaru eine eigene Elektroautoreihe, die in seinem neuen Werk im japanischen Oizumi gefertigt werden soll.

Für das Werk hat Unternehmenschef Atsushi Osaki vergangene Woche eine Planänderung angekündigt. Das Werk, das kurz vor der Fertigstellung steht, soll im Jahr 2028 in Betrieb genommen werden. Statt der Elektro-Modelle will Subaru dort zunächst Verbrenner- und Hybridautos produzieren, während Elektroautos, je nach Nachfrage, später hinzugefügt werden könnten.

Anlass für den Kurswechsel sei die nachlassende Nachfrage nach Elektroautos in den USA, die Subarus wichtigsten Markt darstellen. CEO Osaki teilte vergangene Woche mit, der Betriebsgewinn sei im am 31. März endenden Geschäftsjahr um 90 Prozent eingebrochen. Zugesetzt haben dem japanischen Autobauer auch die US-Zölle, die den Gewinn um 227 Milliarden Yen (ca. 1,2 Milliarden Euro) geschmälert haben.

Obwohl Subaru durch die Allianz mit Toyota seine Kosten für Elektromobilität bisher gering halten konnte und vergleichsweise wenig investiert hat, kosteten Abschreibungen und Wertminderungen im Zusammenhang mit Elektroautos das Unternehmen zusätzlich 57,8 Milliarden Yen (ca. 313 Millionen Euro).

Neubewertung der Unternehmensstrategie

„In den USA, unserem Schlüsselmarkt, hat sich das Tempo der Einführung von Elektroautos verlangsamt, was zum Teil auf die Lockerung der Umweltvorschriften zurückzuführen ist. Vor diesem Hintergrund wird sich der Zeitpunkt unserer Markteinführung von E-Autos verzögern“, erklärte der Unternehmenschef. Man wolle zwar weiterhin an der Entwicklung von Kernkomponenten für Elektroautos arbeiten, aber dafür weniger Ressourcen bereitstellen.

Laut dem CEO will der Hersteller seine gesamte Strategie neu bewerten und dabei auch prüfen, welche Modelle er auf den Markt bringen will. „Wir beabsichtigen, den genauen Zeitpunkt für die Markteinführung unserer eigenen E-Auto-Modelle festzulegen, nachdem wir die Marktbedingungen sorgfältig beobachtet haben“, ergänzte Osaki. Derzeit sei es zu früh, um einen konkreten Zeitplan zu nennen.

In den Vereinigten Staaten erzielt Subaru mehr als 70 Prozent seines weltweiten Umsatzes, wofür das Unternehmen etwa die Hälfte dieses Volumens aus Japan importiert, während der andere Teil direkt in den USA montiert wird. Die hohen Importzölle belasteten den Betriebsgewinn im vergangenen Geschäftsjahr am stärksten, während Kosten für Elektroautos und höhere Rohstoffpreise die Situation zusätzlich verschärften.

Betriebsgewinn um 90 Prozent gesunken

Der Betriebsgewinn sank dadurch von 405,3 Milliarden Yen (ca. 2,1 Milliarden Euro) im Vorjahr auf 40,1 Milliarden Yen (ca. 216,9 Millionen Euro), was einem Rückgang von 90 Prozent entspricht. Der Nettogewinn sank um 73 Prozent auf 90,8 Milliarden Yen (ca. 491 Millionen Euro), während der Umsatz um 2,1 Prozent auf 4,79 Billionen Yen (ca. 26 Milliarden Euro) anstieg. In den USA sanken die Auslieferungszahlen um 3,2 Prozent auf 641.000 Autos, während sie in Europa bei 23.000 Autos stagnierten und in Japan um 1 Prozent auf 103.000 Autos sanken.

In den USA konnte Subaru seine Elektroauto-Zulassungen mit den Modellen Solterra, Uncharted und Trailseeker im März um 50 Prozent auf insgesamt 1687 Einheiten steigern. Automotive News verweist darauf, dass der Hersteller auch großzügige Kaufanreize bot. Für den Solterra lagen diese im März bei durchschnittlich 8651 Dollar (ca. 7433 Euro), während der Gesamtdurchschnitt des Herstellers bei nur 2799 Dollar (ca. 2405 Euro) lag.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Subaru, mit einem Absatzanstieg von 4,9 Prozent auf 940.000 Einheiten, hauptsächlich in den USA und in Japan. Die Japaner gehen zudem davon aus, dass sich das Betriebsergebnis auf 150 Milliarden Yen fast vervierfachen wird.

Quelle: Automotive News – Subaru delays in-house EV production after $362 million charge and tariffs fuel 90% profit plunge

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