Studie: VW soll Tesla bei E-Auto-Verkäufen bis 2024 überholen

Studie: VW soll Tesla bei E-Auto-Verkäufen bis 2024 überholen
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Michael Neißendorfer
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Einer aktuellen Studie zufolge soll Tesla seine Führungsrolle bei den weltweiten Verkaufszahlen von E-Autos nur noch gut eineinhalb Jahre behalten. Dann soll wahrscheinlich ab 2024 Volkswagen übernehmen, so Bloomberg Intelligence (BI). Der deutsche Hersteller, weltweit noch deutlich hinter Branchenprimus Tesla, ist in Europa bereits Marktführer.

In dem Bericht mit dem Titel „Battery Electric Vehicles Report – Automakers Race to the Top“ stellen die Autor:innen fest, dass der Anreiz, Tesla einzuholen, für die meisten traditionellen Marken angesichts steigender Batteriekosten und mangelnder Größe kurzfristig fehlt. Mit Ausnahme von Volkswagen. Der deutsche Autohersteller sei auf dem besten Weg, Teslas E-Auto-Volumen im Jahr 2024 zu übertreffen. Die Verkaufszahlen der beiden Konkurrenten sollen zu diesen Zeitpunkt jeweils bei gut 2,5 Millionen Einheiten liegen.

Die globale E-Auto-Nachfrage soll sich bis 2025 mehr als verdoppeln. Die Analyse von BI zeigt, dass Chinas BYD bis zum Jahr 2025 weltweit an dritter Stelle steht, mit gut 1,5 Millionen abgesetzten E-Autos. Gefolgt von mehreren bekannten Autoherstellern, die sich allesamt um eine jährliche BEV-Verkaufsmarke von einer Million bewegen sollen, wie etwa Ford, General Motors und Stellantis. Erst später im Jahrzehnt sollen US-amerikanische und japanische Autohersteller ernsthafte Herausforderer um einen Top-3-Platz darstellen.

Mit Blick auf die Zukunft werden die Automobilhersteller in Europa, China und anderswo Tesla über eine Welle neuer Modelle herausfordern, obwohl die Gewinnanreize angesichts steigender Batteriekosten und mangelnder Größe begrenzt sind. Das könnte sich in den Jahren 2025-26 ändern, da immer mehr Marken eine kritische Masse bei Modellen der neuen Generation mit proprietärer Software erreichen“, sagt Michael Dean, Senior European Automotive Industry Analyst bei Bloomberg Intelligence. Es gebe eine Reihe herausfordernder externer Faktoren zu berücksichtigen, und selbst mutige E-Auto-Ambitionen können wenig dazu beitragen, Multiplikatoren auf Krisenebene zu verhindern, die von Rezessionsängsten, steigenden Zinssätzen, Lieferkettenbeschränkungen und Inflation geschürt werden.

Die Batteriepreise bleiben dem Bericht zufolge entscheidend für die Kostenwettbewerbsfähigkeit von E-Autos. Volkswagen investiert deshalb bis zu 30 Milliarden Euro in die Batterie-Lieferkette, einschließlich der Eröffnung von sechs neuen Batteriezellenfabriken in Europa bis 2030.
Die Verkäufe von Volkswagen, BMW und anderen ausländischen Marken in China können BI zufolge nur auf Kosten der Preise und Rentabilität gehen, da sie den First-Mover-Vorteil an Tesla und lokale Hersteller abgetreten haben. Chinesische Hersteller wie BYD, Nio, Xpeng und andere lokale Unternehmen sind schnell in diese Technologie-Lücke gestoßen und umwerben die Verbraucher nicht nur mit hoher Reichweite und viel Leistung, sondern auch mit niedrigeren Preisen trotz Luxusausstattung und teilweise sogar Virtual-Reality-Unterhaltung.

Quelle: Bloomberg – Volkswagen to Overtake Tesla’s Battery Electric Vehicle Sales Crown by 2024, Finds Bloomberg Intelligence

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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