Steuererleichterung für elektrische Dienstwagen: Vor allem Tesla profitiert

Steuererleichterung für elektrische Dienstwagen: Vor allem Tesla profitiert
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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
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Von der staatlichen Förderung von elektrischen Dienstwagen durch Steuererleichterungen profitieren neben BMW insbesondere ausländische Anbieter von Elektro- und Hybridautos, allen voran Tesla. Das zeigt eine Auswertung der Zulassungszahlen durch das Center Automotive Research (CAR), die der Wochenzeitung Welt am Sonntag vorliegt.

Bislang seien die Daten für die ersten fünf Monate des Jahres auf dem Firmenwagenmarkt verfügbar. In dieser Zeit führen das auch sonst recht beliebte Model 3 von Tesla und der i3 von BMW die Rangliste der Dienstwagenneuzulassungen an. Beide kommen auf gut zehn Prozent Marktanteil. Noch bis April lag Tesla sogar allein auf dem Spitzenplatz. Laut CAR ist es lediglich einer kurzzeitigen Lieferverzögerung bei Tesla zu verdanken, dass der Münchner Hersteller knapp vorbeiziehen konnte. Bis Ende Mai wurden 1347 neue i3 als Firmenwagen zugelassen, vom Model 3 wurden genau 1300 Exemplare angemeldet.

„Das Rennen ist sehr offen, und es ist wahrscheinlich, dass Tesla in den nächsten Monaten mit dem Model 3 die Führungsposition bei den Elektroautos in den Firmen- und Dienstwagenneuzulassungen wieder übernimmt.“ Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des Center Automotive Research

Mit dem Renault Zoe liegt ein weiteres Modell eines ausländischen Herstellers auf dem dritten Platz. Die Franzosen verkauften in den ersten fünf Monaten 1168 Zoe als Firmenwagen. Dabei dominieren bei den Dienstwagen in Deutschland eigentlich traditionell heimische Fabrikate. Dass Tesla und Renault die Gewinner bei der neuen Regel sind, so Dudenhöffer, liege „am derzeit schlechten Angebot bei rein elektrischen Fahrzeugen der deutschen Autobauer, aber auch an den wenig überzeugenden Plug-in-Hybriden.“

Bisher war es nie gelungen, dass eine nichtdeutsche Automarke im Firmenmarkt eine so wichtige Position mit zeitweiser Segmentführerschaft eingenommen hat wie Tesla“, sagt Dudenhöffer weiter. Wer einen elektrischen Dienstwagen auch privat fährt, muss seit Beginn dieses Jahres nur noch 0,5 Prozent des Listenpreises pro Monat als geldwerten Vorteil zahlen. Fahrern von Diesel- und Benzinfahrzeugen berechnet das Finanzamt mit einem Prozent doppelt so viel.

Positiver Einfluss auf Zulassungszahlen von E-Fahrzeugen

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die neue Dienstwagenregelung die Elektroautoquote in Deutschland erhöht, so die Welt. Demnach lag der Marktanteil von E-Fahrzeugen nach Einführung der Steuererleichterung in den ersten fünf Monaten 2019 bei 3,4 Prozent. Im Jahr zuvor war er mit 2,3 Prozent noch deutlich niedriger. Insgesamt waren unter den 370.551 Firmenwagen, die zwischen Januar und Mai 2019 zugelassen wurden, 12.711 reine Elektroautos sowie Plug-in-Hybride.

Im Verkehrsministerium wird der Welt zufolge diskutiert, ob die Regelung leicht angepasst werden soll. Denkbar seien demnach weitere Prozentsätze wie 0,25 oder 0,75 Prozent, um genauere Anreize setzen zu können.

Quelle: Welt am Sonntag – Vorabmeldung vom 13.07.2019 // Welt – Statt Daimler und VW profitiert vor allem Tesla

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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