Stellantis: E-Autos treiben Europa-Wachstum

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Elektroauto-News

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Stellantis hat Schätzungen zu den aktuellen weltweiten Auslieferungen veröffentlicht. Der Automobilkonzern lieferte über all seine Marken hinweg im zweiten Quartal 2026 geschätzte 1,6 Millionen Einheiten an Händler, Vertriebspartner sowie Einzelhandels- und Flottenkund:innen aus. Das entspricht einem Plus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Getragen wurde der Zuwachs vor allem von Nordamerika und der Region Enlarged Europe, während der Nahe Osten, Afrika und Südamerika die Bilanz belasteten.

Innerhalb Europas fällt der Blick auf die Elektromobilität besonders ins Gewicht. Batterieelektrische Autos waren dort der wichtigste Wachstumstreiber, nachdem die Auslieferungen in der Region insgesamt um rund 39.000 Fahrzeuge beziehungsweise fünf Prozent zulegten. Getragen wurde diese Entwicklung aus dem Stellantis-Umfeldund Leapmotor gemeinsam, wobei sich beide auf unterschiedliche Weise auf das Ergebnis auswirkten.

Smart Car Plattform sorgt für deutliches Plus

Besonders stark schlugen die Modelle auf der sogenannten Smart-Car-Plattform zu Buche. Dazu zählen der Citroën C3 und C3 Aircross, der Opel/Vauxhall Frontera sowie der Fiat Grande Panda. Zusammen erreichten diese Modelle ein zusätzliches Volumen von rund 41.000 Einheiten, ein Anstieg von 51 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ergänzt wurde dieser Effekt durch den neuen Jeep Compass im C-Segment, der rund 8000 zusätzliche Auslieferungen beisteuerte.

Dem stand ein Rückgang bei etablierten B-SUV-Modellen gegenüber. Jeep Avenger, Fiat 600, Opel Mokka und Peugeot 2008 verzeichneten zusammen ein Minus von rund 28.000 Einheiten. Ein Teil dieser Modelle wird ebenfalls elektrisch angeboten, was zeigt, dass der Zuwachs im europäischen Markt nicht gleichmäßig über das gesamte batterieelektrische Portfolio verteilt war, sondern sich auf neuere Baureihen konzentrierte.

Deutlicher fiel die Entwicklung bei Leapmotor aus. Die Marke, an der Stellantis über ein Joint Venture beteiligt ist, steigerte ihre Auslieferungen um rund 25.000 Einheiten auf insgesamt 33.000 Fahrzeuge. Haupttreiber waren die Modelle T03 und B10.

Regionale Rückgänge außerhalb Europas

Außerhalb Europas spielte die Elektromobilität in den vorliegenden Zahlen eine untergeordnete Rolle. In Nordamerika, wo die Auslieferungen um rund 122.000 Einheiten oder 38 Prozent zulegten, führt Stellantis das Wachstum auf neue Modelle mit Verbrennungsmotor zurück, darunter der Ram 1500 mit HEMI-V8-Antrieb sowie mehrere neue Jeep- und Dodge-Baureihen. Auch die bevorstehende Produktionspause im Sommer habe die Auslieferungen in der Region beeinflusst.

Im Nahen Osten und in Afrika sanken die Auslieferungen um rund 4000 Fahrzeuge beziehungsweise 3 Prozent, was Stellantis auf die Auswirkungen regionaler Konflikte zurückführt. Algerien und Marokko entwickelten sich positiv, während die Türkei und die Golfstaaten deutliche Rückgänge verzeichneten. In Südamerika lagen die Auslieferungen um rund 7000 Einheiten unter dem Vorjahresniveau. Ein Zuwachs in Brasilien von rund 21.000 Fahrzeugen konnte den Einbruch in Argentinien, wo die Auslieferungen um rund 25.000 Einheiten zurückgingen, nicht ausgleichen. Die Region Asien/Pazifik blieb mit 16.000 Fahrzeugen stabil auf Vorjahresniveau.

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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