BMW setzt auf Flachspeicher für mehr Wasserstoffreichweite

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BMW | BMW iX5 Hydrogen – Flachspeicher

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Der BMW iX5 Hydrogen bekommt eine grundlegend neue Tanktechnologie. Die BMW Group hat ein sogenanntes Hydrogen-Flachspeichersystem entwickelt, das sieben miteinander verbundene Hochdrucktanks aus kohlenstofffaserverstärktem Verbundmaterial in einem Metallrahmen vereint. Statt einzelner zylindrischer Behälter bilden mehrere Kammern eine geschlossene Einheit, die über ein zentrales Hauptventil gesteuert wird. Das Ergebnis: Mindestens sieben Kilogramm Wasserstoff können gespeichert werden – und in weniger als fünf Minuten nachtanken.

Die neue Geometrie des Systems hat unmittelbare Auswirkungen auf die Reichweite. BMW gibt für den iX5 Hydrogen bis zu 750 Kilometer an. Gleichzeitig ist der Flachspeicher so dimensioniert, dass er mit der Hochvoltbatterie der sechsten Generation kompatibel ist. Im Innenraum gehe dadurch kein Platz verloren, betont der Hersteller. Allein auf das neue Speicherkonzept entfallen mehrere Patentanmeldungen der BMW Group.

Entwicklungsvorstand Joachim Post beschreibt das Prinzip bildhaft: „Man kann sich das wie Bauraum-Tetris vorstellen: Jeder Kunde bekommt den Antrieb, der zu seinen Bedürfnissen passt und einen echten BMW X5 ohne Kompromisse.“ Die 700-Bar-Druckbehälter profitieren dabei zusätzlich vom mechanischen Schutz durch die Fahrzeugstruktur – ein Aspekt, den BMW als Sicherheitsvorteil gegenüber konventionellen Tankanordnungen wertet.

BMW X5: Fünf Antriebe auf einer Plattform

Der technische Kern der Neuentwicklung liegt in ihrer Flexibilität. Die Architektur des neuen X5 erlaubt es, fünf unterschiedliche Antriebsvarianten auf derselben Produktionslinie zu fertigen: batterieelektrisch, als Plug-in-Hybrid, mit konventionellem Verbrennungsmotor sowie mit Wasserstoff-Brennstoffzelle. Einheitliche geometrische Vorgaben für Energiespeicher und Antriebskomponenten sollen die technische Komplexität verringern und die Produktionskosten senken. BMW plant, den iX5 Hydrogen 2028 in das reguläre Produktionsnetzwerk zu überführen.

Angetrieben wird das Fahrzeug durch das Zusammenspiel von Brennstoffzellensystem, Flachspeicher und einer Hochvoltbatterie. Hinzu kommen die Antriebssteuerungssoftware „Heart of Joy“ sowie die BMW Dynamic Performance Control. Auch die Brennstoffzellentechnologie selbst wurde weiterentwickelt: Die dritte Generation soll effizienter und leistungsfähiger ausfallen als alle Vorgänger.

Die Entwicklung des Antriebsstrangs und des Tanksystems wird im Rahmen des Projekts „HyPowerDrive“ öffentlich gefördert. Über das europäische IPCEI-Programm Hy2Move stellt der Bund 191 Millionen Euro bereit, das Bundesland Bayern beteiligt sich mit weiteren 82 Millionen Euro. Die Förderung wird durch den Projektträger Jülich umgesetzt und von der NOW GmbH koordiniert.

Quelle: BMW – Pressemitteilung

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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