In Europa haben Elektroautos Stellantis im dritten Quartal 2026 ein deutliches Plus beschert. In der Region Enlarged Europe lieferte der Konzern rund 588.000 Einheiten aus, etwa 54.000 mehr als ein Jahr zuvor. Das entspricht einem Zuwachs von zehn Prozent, wobei batterieelektrische Modelle nach Angaben des Unternehmens der wichtigste Wachstumstreiber waren. Weltweit reichte diese Entwicklung allerdings nicht aus, um Rückgänge in anderen Regionen vollständig zu kompensieren.
Konzernweit beliefen sich die konsolidierten Auslieferungen zwischen Juli und September auf geschätzt 1,29 Millionen Einheiten. Gegenüber den 1,3 Millionen aus dem dritten Quartal 2025 bedeutet das ein Minus von ein Prozent. Unter Auslieferungen versteht Stellantis jene Autos, die an Händler, Vertriebspartner oder direkt an Einzelhandels- und Flottenkund:innen gegangen sind und sich in der Regel im Umsatz niederschlagen.
Getragen wurde das europäische Wachstum sowohl von den Stellantis-Marken als auch von Leapmotor. Bei den konzerneigenen Marken steuerte die Smart-Car-Plattform rund 26.000 zusätzliche Einheiten bei. Zu ihr zählen unter anderem Citroën C3 und C3 Aircross, Opel beziehungsweise Vauxhall Frontera sowie der Fiat Grande Panda. Positive Impulse kamen außerdem vom neuen Fiat 500 Hybrid mit rund 6000 Einheiten und vom neuen Jeep Compass mit etwa 5000 Einheiten.
Auch das Geschäft mit leichten Nutzfahrzeugen legte zu, wenn auch in geringerem Umfang. Hier kamen etwa 7000 Einheiten hinzu, angeführt von den elektrischen Varianten. Dem standen Rückgänge bei anderen Modellen von zusammen rund 28.000 Einheiten gegenüber, darunter Opel Corsa, Opel Mokka, Citroën C4, Alfa Romeo Junior und Peugeot 2008.
Ein Blick auf Leapmotor zeigt die Dynamik der Marke innerhalb des Konzernverbunds. Ihr Absatz wuchs um etwa 34.000 auf rund 44.000 Einheiten, unterstützt durch die Markteinführungen des B10 und des B03X. In die konsolidierten Zahlen fließen sie über Leapmotor International ein. Das 2024 gegründete Gemeinschaftsunternehmen gehört zu 51 Prozent Stellantis und zu 49 Prozent Leapmotor und vertreibt Autos der chinesischen Marke außerhalb Chinas.
Wo Stellantis außerhalb Europas Boden verliert
Deutlich anders verlief das Quartal jenseits des Atlantiks. In Nordamerika sank das Volumen um etwa 47.000 auf 357.000 Einheiten, 12 Prozent weniger als im Vorjahr. Hauptgrund waren geplante Produktionspausen im Sommer, die vor allem Jeep trafen: Grand Cherokee und Compass verloren jeweils rund 25.000 Einheiten. Abgefedert wurde das teilweise durch Ram, wo die Nachfrage nach neuen und überarbeiteten Modellen sowie erweiterte Antriebsoptionen wie der Ram 1500 mit Leichtlast-HEMI ein Plus von etwa 17.000 Einheiten brachten.
Hinzu kommt ein Rückgang im Raum Naher Osten und Afrika um rund 20.000 auf 75.000 Einheiten, was 21 Prozent entspricht. Ausschlaggebend war die Türkei, wo ein ungünstigeres Marktumfeld und geringere Importe zu etwa 21.000 Einheiten weniger führten. Hintergrund der niedrigeren Importe ist der für Oktober 2026 geplante Start der lokalen Produktion leichter Nutzfahrzeuge. Algerien und Marokko verzeichneten dagegen Zuwächse, die schwächere Volumina in den vom regionalen Konflikt betroffenen Staaten des Golf-Kooperationsrats mehr als ausglichen.
In Südamerika blieb das Niveau mit 251.000 Einheiten nahezu stabil, das Minus lag bei etwa 1000 Einheiten. Brasilien legte dank günstiger Branchenbedingungen um rund 13.000 Einheiten zu, während Argentinien wegen schwächerer Marktbedingungen etwa 11.000 Einheiten verlor und weitere Märkte ebenfalls nachgaben. Im asiatisch-pazifischen Raum ging es um sechs Prozent auf 15.000 Einheiten abwärts. Verantwortlich dafür war vor allem Japan, wo ein schwächerer Markt auf ein von Produktneueinführungen gestütztes Vorjahr traf. Höhere Volumina in Indien, auch mit Modellen der Smart-Car-Plattform, glichen den Rückgang teilweise aus.
Quelle: Stellantis – Pressemitteilung








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