Škoda baut elektrischen Rennwagen RS Race aus Flachs

Škoda baut elektrischen Rennwagen RS Race aus Flachs
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Škoda

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
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Škoda hat einen neuen elektrischen Rennwagen vorgestellt, der auf dem Enyaq Coupé RS basiert. Die Studie trägt den Namen Enyaq RS Race und verbindet sportliche Gene mit nachhaltigen Materialien. Das Auto ist mehr als 300 Kilogramm leichter als das Serienmodell. Dieser Gewichtsvorteil entsteht unter anderem durch den Verzicht auf im Motorsport unnötige Ausstattung und die Nutzung spezieller Biokomposite aus Flachsfasern.

Die markante Optik mit verbreiterter Spur, abgesenktem Fahrwerk und neu geformten Stoßfängern unterstreicht den Anspruch, auf der Rennstrecke zu bestehen. Die Entwickler haben das Auto um 70 Millimeter tiefergelegt. Vorn und hinten wurde die Spur jeweils deutlich verbreitert. Im Innenraum sorgen Rennsitze mit Sechspunktgurten und ein Sicherheitskäfig für Schutz.

Die Antriebstechnik bleibt trotz der Motorsport-Optik seriennah. Zwei Elektromotoren mit 250 kW Leistung treiben das Auto an, wie beim normalen Enyaq Coupé RS. Die Höchstgeschwindigkeit liegt ebenfalls bei 180 km/h. Allerdings beschleunigt der RS Race spürbar schneller – unter fünf Sekunden von null auf 100 km/h.

Škoda

Ein wesentliches Merkmal der Studie ist die Leichtbauweise. Škoda nutzt Flachsfasern statt Carbon und zeigt damit einen möglichen Weg für künftige Serienmodelle. Die Materialien stammen aus europäischem Anbau und belasten den Boden weniger stark als andere Nutzpflanzen. Zusätzlich verringert sich der CO2-Ausstoß bei der Herstellung um bis zu 85 Prozent im Vergleich zu herkömmlicher Kohlefaser.

Für bessere Aerodynamik wurden Dach, Front und Heck modifiziert. Ein geschlossener Kühlergrill, ein großer Heckflügel und zusätzliche Lufteinlässe am Unterboden gehören zum Konzept. Kleine Details wie Winglets und Luftleitelemente helfen dabei, den Luftstrom gezielt zu lenken. Spezielle Felgen und ein Heckdiffusor sorgen für mehr Stabilität bei hoher Geschwindigkeit.

Auch die Technik unter dem Blech wurde angepasst. Statt einer elektrischen Feststellbremse kommt eine hydraulische Handbremse mit langem Hebel zum Einsatz. Das Fahrwerk erlaubt eine fein abgestimmte Dämpferregelung. Sperrdifferentiale verbessern die Traktion auf unterschiedlichen Untergründen. Für die Bremskraft sorgen Carbon-Keramik-Scheiben mit leistungsstarken Bremssätteln.

Škoda

Die Lenkung ist direkter ausgelegt als beim Serienmodell. Škoda hat eine lineare Zahnstangenlenkung mit spezieller Softwareanpassung verbaut. Das Rennlenkrad wurde ebenfalls neu gestaltet und orientiert sich am Fabia RS Rally2. Wichtige Funktionen wie der Startknopf und das Feuerlöschsystem befinden sich zwischen den beiden Sitzen.

Ein weiteres Element ist das neu entwickelte Soundsystem. Es stammt vom Partner Havas und erzeugt einen Motorsportsound, der ab 30 km/h hörbar wird. Lautstärke und Klang lassen sich dabei anpassen. Das System ist mit großen Lautsprechern ausgestattet und soll das Fahrerlebnis emotionaler machen.

Mit dem Enyaq RS Race testet Škoda Ideen für künftige Serienmodelle

Neben dem Leichtbau kamen auch 3D-Druckverfahren zum Einsatz. Dabei verwendete das Team recyceltes Nylon und biologisch abbaubare Kunststoffe. Der Sicherheitskäfig besteht aus hochfestem Stahl. Inspiration für das Konzept lieferte der Rallyesport – besonders der Škoda Fabia RS Rally2. Mit dem Enyaq RS Race testet Škoda Ideen für künftige Serienmodelle. Nachhaltigkeit, Effizienz und Fahrdynamik stehen dabei im Vordergrund. Der seriennahe Antrieb bleibt erhalten, das gesamte Konzept aber richtet sich klar an motorsportbegeisterte Entwickler.

Škoda

Quelle: Skoda – Pressemitteilung per Mail

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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