REE zeigt Elektro-Lieferwagen mit nur sechs Meter Wendekreis

REE zeigt Elektro-Lieferwagen mit nur sechs Meter Wendekreis
Copyright:

REE

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Das israelische E-Fahrzeug-Startup REE Automotive hat den Elektro-Lieferwagen P7-B vorgestellt, der speziell für die Anforderungen des innerstädtischen Transports auf der letzten Meile entwickelt wurde. Ein Alleinstellungsmerkmal des P7-B sind die vier Radnabenmotoren, wobei jedes der vier Räder auch mitlenken kann. Dadurch liegt der Wendekreis des gut 6 Meter langen Elektrotransporters bei gerade einmal sechs Metern.

Die Bewertungen erster potenzieller Kunden, einschließlich globaler Liefer-, Logistik- und E-Commerce-Unternehmen, die den P7-B bereits getestet haben, seien positiv und ermutigend, so REE in einer aktuellen Mitteilung. Sie schätzen demnach unter anderem die besonders niedrige Einstiegshöhe des Fahrzeugs sowie den geringen Energieverbrauch des E-Transporters. Auch die Agilität und Manövrierfähigkeit, die der Allradantrieb und die Allradlenkung von REE bietet, sei positiv aufgefallen. Die fahrerorientierte Kabine sei auf optimale Ergonomie und die Mensch-Maschine-Schnittstelle auf maximalen Fahrkomfort, Sicherheit und Produktivität ausgelegt. Der P7-B zielt darauf ab, die Gesamtbetriebskosten (TCO) zu senken, um den Übergang der Flotten zu Elektrofahrzeugen zu erleichtern.

REE-Elektro-Lieferwagen-Wendekreis
REE

Der All-by-Wire-Elektro-Transporter, der von REE auf der Grundlage seines modularen P7-Chassis entwickelt und gebaut wurde, zielt auf den wichtigen und wachsenden kommerziellen EV-Liefermarkt für die mittlere und letzte Meile ab. Er schafft bis zu 120 km/h und ist somit auch für Fahrten auf Autobahnen geeignet, die Reichweite liege bei bis zu 240 km bei einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 6,3 Tonnen, die Nutzlast liegt bei bis zu 2 Tonnen. Bis zu 400 kW Spitzenleistung (jeweils bis zu 100 kW pro Rad) dürften auch bei voller Ladung für einen spritzigen Antritt sorgen. Das Ladeabteil ist gut fünf Meter lang. Die Konfiguration könne an die Bedürfnisse der Kunden angepasst werden, teilt das Start-up mit.

Das Feedback unserer Kunden war, dass dies der E-Transporter ist, auf den sie gewartet haben – ein fahrerzentrierter Arbeitswagen, der sich wie eine Limousine fährt, aber gebaut wurde, um unter dem härtesten kommerziellen Arbeitszyklus zu liefern“, sagt Tali Miller, Chief Business Officer bei REE. Das modulare P7-Chassis ermögliche es, Fahrzeuge zu entwerfen, die auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind. Das modulare Chassis P7-B und P7 von REE soll sowohl in Nordamerika als auch in Großbritannien hergestellt werden. Zum Start von Produktion und Vertrieb macht REE in der aktuellen Mitteilung keine Angaben. Vor gut einem Jahr hieß es, der Elektro-Lieferwagen solle 2023 starten.

Quelle: REE – Pressemitteilung vom 11.08.2022

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.