Wie Jaguar seinen Elektro-GT bei klirrender Kälte auf Herz und Nieren prüft

Wie Jaguar seinen Elektro-GT bei klirrender Kälte auf Herz und Nieren prüft
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Jaguar

Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 3 min

Jaguar hat die Prototypen seines neuen vollelektrischen Luxury GT, der noch in diesem Jahr seine Weltpremiere feiern soll, in die nächste Phase ihrer Wintererprobung geschickt. Am Polarkreis stellen sie sich extremen Bedingungen mit Temperaturen bis zu minus 40° Celsius. Der Grand Tourer folgt der Designphilosophie „Exuberant Modernist“, die bereits mit dem Designkonzept Jaguar Type 00 vorgestellt wurde.

Der neue viertürige GT durchläuft demnach das bislang strengste globale Validierungsprogramm in der Geschichte von Jaguar. Rund 150 Prototypen absolvieren dabei Hunderttausende von Kilometern – auf heißen Wüstenstraßen, zugefrorenen Seen und in modernen virtuellen Entwicklungsumgebungen.

Der fordernde Erprobungsplan sei gezielt entwickelt worden, um jedes System bis an seine Grenzen zu bringen – mit dem Anspruch, das technisch fortschrittlichste und leistungsstärkste Serienfahrzeug zu schaffen, das Jaguar je gebaut hat. Nie zuvor sei das Testprogramm für Jaguar so umfassend gewesen, so der Hersteller: mit der bislang aufwendigsten Kombination aus virtuellen Simulationen und Prüfstandtests, noch bevor die finale Validierung auf der Straße beginnt.

Die Wintertests auf den zugefrorenen Seen Schwedens ermöglichen es den Ingenieuren, die charakteristischen Eigenschaften der verschiedenen Fahrmodi des viertürigen GT fein abzustimmen. Ziel ist ein besonders intuitives Ansprechverhalten bei zugleich souveränem Komfort.

Mit einer Leistung von mehr als 735 kW (1000 PS) wird der neue GT das leistungsstärkste Serienfahrzeug sein, das Jaguar jemals entwickelt hat. Eine fortschrittliche Allrad‑Tri‑Motor‑Architektur mit Intelligent Torque Vectoring soll die Leistung schneller und präziser als je zuvor verteilen – für ein fesselndes, reizvolles und selbstbewusstes Fahrerlebnis, unter allen Bedingungen, wie Jaguar verspricht.

Parallel dazu finalisieren die Ingenieure zahlreiche Abstimmungen: Fahrwerksysteme, Allradlenkung, ein speziell entwickelter 23‑Zoll‑Winterreifen, adaptive Luftfederung sowie aktive Zweiventil‑Dämpfer – alles muss aufeinander abgestimmt und im Einklang mit der Drehmomentregelung funktionieren.

„Ein luxuriöser Grand Tourer, der sich wie kein anderer fährt“

„Bei Jaguar stand Fahrfreude schon immer im Mittelpunkt – und unser neuer vollelektrischer viertüriger GT bildet da keine Ausnahme. Er markiert einen bedeutenden Schritt in unseren technischen Ambitionen“, erklärt Matt Becker, Vehicle Engineering Director bei Jaguar. „Innovative, selbst entwickelte Elektroantriebstechnologien treffen auf die charakteristischen Proportionen und den niedrigen Schwerpunkt des Fahrzeugs. Das Ergebnis ist ein luxuriöser Grand Tourer, der sich wie kein anderer fährt.“

Jaguar

Die extremen Minusgrade am Polarkreis bieten den Jaguar Ingenieuren ideale Bedingungen, um auch die neue ThermAssist‑Technologie zu validieren. Das innovative fahrzeugintegrierte Thermomanagementsystem soll den Energiebedarf für die Innenraumheizung um bis zu 40 Prozent senken. Gleichzeitig nutzt es rückgewonnene Wärme, um Antrieb und Kabine selbst bei Temperaturen bis minus 10° C effizient zu temperieren und die Reichweite auch unter extremen Winterbedingungen zu optimieren.

Jaguar

Quelle: Jaguar – Pressemitteilung vom 02.02.2026

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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