Wie Porsche in Bratislava den neuen Elektro-Cayenne baut

Wie Porsche in Bratislava den neuen Elektro-Cayenne baut
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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 3 min

In vielerlei Hinsicht verschiebt der neue Cayenne Electric die Maßstäbe bei Porsche. So ist das Topmodell Cayenne Turbo mit bis zu 850 kW (1156 PS) Leistung das stärkste Serienmodell der Zuffenhausener aller Zeiten. Die neue Generation besticht zudem mit der bis dato größten Bildschirm-Fläche eines Porsche und einer hohen Reaktionsgeschwindigkeit des Porsche-Communication-Management (PCM). Außerdem ließ sich der Cayenne noch nie so umfassend individualisieren, so der Sportwagenhersteller in einer aktuellen Mitteilung.

Auch bei der Produktion geht Porsche neue Wege. „Mit dem Cayenne Electric übertragen wir die DNA von Porsche konsequent in die Zukunft – mit Batteriemodulen aus eigener Entwicklung, maximaler Fertigungsqualität und einer Produktionslinie, die Verbrenner, Hybrid und Elektro nahtlos vereint“, sagt Albrecht Reimold, Vorstand für Produktion und Logistik der Porsche AG. „So gewinnen wir die notwendige Flexibilität, um weltweit in jedem Markt höchste Qualität, modernste Technologie und individuelle Kundenansprüche zuverlässig zu bedienen.“

Gemeinsam mit der Porsche Werkzeugbau GmbH hat Porsche in Horná Streda in der Slowakei den Porsche Smart Battery Shop aufgebaut, einen hochmodernen Produktionsstandort für die nächste Generation von Batteriemodulen. Die enge Verzahnung mit dem Porsche-Werkzeugbau war dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor: Kompetenzen aus der Prototypenfertigung konnten nahtlos in die Serienproduktion übertragen werden. In einem präzise gesteuerten Prozess aus Zellvorbereitung, Stapelbildung, Laserschweißen, Verschäumen, Kühlplattenintegration und End-of-Line-Prüfungen entstehen die Module unter vollständiger Qualitätsüberwachung.

„Mit dem Smart Battery Shop bündeln wir jahrzehntelange Industrialisierungserfahrung mit modernster Batterietechnologie – von der Zellbearbeitung bis hin zur vollautomatisierten End-of-Line-Prüfung. Diese durchgängige Fertigungstiefe verschafft Porsche die Kontrolle über Qualität, Präzision und Skalierbarkeit einer Schlüsseltechnologie, die unsere Zukunft maßgeblich prägt“, sagt Markus Kreutel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Werkzeugbau GmbH.

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Mit 113 kWh Brutto-Energieinhalt, hoher Energiedichte und großen Pouch-Zellen ermöglicht die funktionsintegrierte Hochvolt-Batterie des elektrischen Cayenne Reichweiten von mehr als 600 Kilometern und unterstützt das 800-Volt-Schnellladen. Eine Weltneuheit ist die doppelseitige Kühlung: Zwei Kühlplatten kühlen oder erwärmen die Hochvolt-Batterie bedarfsgerecht von oben und unten. Damit lässt sich das optimale Temperaturfenster effektiver erreichen.

Ein Werk, drei Antriebe

Für die Produktion des Elektro-SUV wurde der Mehrmarken-Standort des Volkswagen-Konzerns in Bratislava umfangreich erweitert. Herzstück der Umbaumaßnahmen ist eine neue Plattformhalle. Sie ist die Geburtsstätte jedes Cayenne Electric: Hier wird das skateboardartige Chassis aufgebaut und in den nächsten Schritten um Seitenwände, Dach, Türen, Fronthaube und Heckklappe ergänzt. Diese Karosserieanbauteile kommen aus dem Presswerk. Mit einer fast vollautomatisierten Pressenlinie ist es eines der modernsten Presswerke Europas.

Um eine nahtlose Zusammenarbeit sicherzustellen, ist eine kleine Gruppe von Mitarbeitern der Porsche AG dauerhaft im Werk Bratislava präsent. Sie greifen aktuelle Herausforderungen direkt auf, bringen sie in die Organisation ein und sorgen so für einen schnellen Austausch im dynamischen Umfeld eines Neufahrzeuganlaufs. Porsche spricht dabei von einem sogenannten Residenten-Modell.

Quelle: Porsche – Pressemitteilung vom 02.02.2026

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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