Polestar-Standort in Chengdu soll Leitstern für nachhaltige Produktion werden

Polestar-Standort in Chengdu soll Leitstern für nachhaltige Produktion werden
Copyright:

Polestar

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Mit dem hochmodernen Fertigungszentrum von Polestar im chinesischen Chengdu, wo der Polestar 1 produziert wird, will die schwedisch-chinesische E-Auto-Marke der Automobilbranche den Weg in eine nachhaltigere Zukunft weisen. Die Polestar Produktionsstätte ist das einzige Automobilwerk in China, das den Gold-Status im weltweit anerkannten Bewertungssystem „Leadership in Energy and Environmental Design“ (LEED) erhalten hat und damit zu den umweltfreundlichsten Automobilwerken des Landes gehört. LEED ist ein unabhängiges Bewertungssystem zur Klassifizierung für ökologisches Bauen und misst die Umweltverträglichkeit von Gebäuden bei der Planung, beim Bau und während der Nutzung.

Das vom renommierten norwegischen Architekturbüro Snøhetta entworfene Werk verkörpere die nächste Stufe der Automobilproduktion, so Polestar in einer aktuellen Mitteilung. Der klare Fokus liegt auf der Errichtung energieeffizienter Gebäude und der effizienten Flächennutzung, bezieht aber auch das Wohlbefinden der Mitarbeiter aktiv mit ein. Dank eines neu abgeschlossenen Vertrags wird das Werk zu 100 Prozent mit Ökostrom betrieben. Rund 65 Prozent des gelieferten Stroms stammt nun aus Wasserkraft, der Rest aus Solar-, Wind- und anderen erneuerbaren Quellen. Dies ist der nächste konkrete Schritt des Unternehmens in Richtung Klimaneutralität.

Polestar-Elektroauto-Fertigung-China-Chengdu

Das Automobilwerk leitet kein Brauchwasser ein und verfolgt einen kreislauforientierten Ansatz bei der Abfallverwertung, die das Recycling von Kohlefaserabfällen und die Reduzierung von Deponiemüll einschließt. Polestar gehe jedoch noch weiter und verpflichte sich als verantwortungsvoller Arbeitgeber seinen Mitarbeiter wie dem Standort gegenüber, indem es die Umgebung aktiv vor Umweltverschmutzung schützt.

Die Fertigung wurde als integrativer Arbeitsplatz geschaffen, an dem die Mitarbeiter ihre Fähigkeiten unter optimalen Bedingungen entwickeln können. Polestar sorge für hohe Luftqualität, sowie ideale Lichtverhältnisse und eine angenehme Geräuschkulisse. Durch regelmäßige Vorträge und Kurse zum Thema Nachhaltigkeit für die Mitarbeiter und ihre Familien will Polestar auch das Umweltbewusstsein der Menschen vor Ort stärken.

Polestar-Elektroauto-Fertigung-China-Produktion

Sowohl innerhalb als auch außerhalb des Gebäudes wurden Räume als Begegnungszentren geschaffen. Die spontane Zusammenarbeit und das soziale Engagement über die verschiedenen Disziplinen hinweg soll nachdrücklich bestärkt und gleichzeitig die Grünflächen in den Komplex integriert werden. Dieser Ansatz ermögliche die funktionsübergreifende Zusammenarbeit und fördere die Innovation durch einen einfacheren Informations- und Ideenaustausch.

„Für Polestar bedeutet Nachhaltigkeit viel mehr als nur der Elektroantrieb. Sie ist fester Bestandteil unseres Unternehmens und wirkt sich auf alles, was wir tun, aus. Wir wollen die nachhaltige Produktion in China fördern. Unser Ziel beinhaltet ebenso das unermüdliche Streben nach zirkulären und klimaneutralen Lösungen, wie unsere Verantwortung vor Ort gegenüber Mitarbeitern und der Region als Arbeitgeber.“ – Fredrika Klarén, Head of Sustainability bei Polestar

Der Standort in Chengdu verkörpere die Vision von Polestar, als vollwertiger Fahrzeughersteller richtungsweisend für die gesamte Industrie zu agieren, und verdeutliche das Potenzial Chinas, eine führende Rolle in der nachhaltigen Produktion zu übernehmen.

Quelle: Polestar – Pressemitteilung vom 26.01.2021

worthy pixel img
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

Verband der Kfz-Hersteller fordert Klarheit bei E-Auto-Förderung

Verband der Kfz-Hersteller fordert Klarheit bei E-Auto-Förderung

Michael Neißendorfer  —  

Komplizierte Förderbedingungen und Nachweisverfahren sowie völlige Unklarheit zum Abwicklungsverfahren hemmen die Wirkung des Programms, so der VDIK.

Brüssel könnte E-Auto-Subventionen an 70 Prozent EU-Anteil knüpfen

Brüssel könnte E-Auto-Subventionen an 70 Prozent EU-Anteil knüpfen

Laura Horst  —  

Die Europäische Kommission könnte einen lokalen Produktionsanteil von 70 Prozent für Elektroautos fordern, damit sie für staatliche Subventionen infrage kommen.

CATL baut Marktführerschaft bei E-Auto-Akkus aus

CATL baut Marktführerschaft bei E-Auto-Akkus aus

Michael Neißendorfer  —  

Der weltweite Markt für Elektroauto-Akkus wächst weiterhin rasant, Treiber sind einmal mehr vor allem die Hersteller aus China, die ihre Marktanteile erhöhen.

Analyse: Trumps Klimapolitik kostet US-Autofahrer Billionen

Analyse: Trumps Klimapolitik kostet US-Autofahrer Billionen

Michael Neißendorfer  —  

„Die Gewinner sind die Ölkonzerne, die Verlierer sind die Amerikaner selbst“, so das ICCT über die Entscheidung der USA, Klimavorgaben für Mobilität aufzuheben.

Bund macht 54 Millionen Euro für Wasserstoffzentrum in Bayern locker

Bund macht 54 Millionen Euro für Wasserstoffzentrum in Bayern locker

Michael Neißendorfer  —  

Das Wasserstoff Technologie-Anwenderzentrum (WTAZ) in Niederbayern soll seinen Fokus auf Anwendungen im Schwerlastverkehr und der Urban Air Mobility legen.

Milliardenverlust: Ford kämpft mit Trumps Zöllen und schleppenden E-Auto-Verkäufen

Milliardenverlust: Ford kämpft mit Trumps Zöllen und schleppenden E-Auto-Verkäufen

Tobias Stahl  —  

US-Autobauer Ford hat im vierten Quartal 2025 tiefrote Zahlen geschrieben. Ford-CEO Jim Farley erwartet für das laufende Jahr dennoch eine starke Performance.

VDA warnt vor „massiver Standortkrise“ in Deutschland und Europa

VDA warnt vor „massiver Standortkrise“ in Deutschland und Europa

Michael Neißendorfer  —  

Eine VDA-Umfrage zeigt: Nach Investitionen wandern nun Arbeitsplätze ins Ausland ab. Die Folgen könnten für die deutsche Autoindustrie schmerzhaft sein.