Polestar stellt sich in den kommenden Jahren breiter auf und plant die größte Modelloffensive seit Bestehen der Marke. Innerhalb von drei Jahren sollen vier neue Elektroautos auf den Markt kommen. Zugleich rechnet das Unternehmen für 2026 mit einem Absatzplus im niedrigen zweistelligen Prozentbereich und will sein Vertriebsnetz um rund 30 Prozent ausbauen.
Nach eigenen Angaben reagiert der Hersteller damit auf eine wachsende Nachfrage in zentralen Marktsegmenten. Vorstandschef Michael Lohscheller erklärte, man dringe „in Rekordzeit in schnell wachsende und hochattraktive Segmente“ vor und fordere die Automobilindustrie weiterhin heraus.
Den Auftakt bildet der Polestar 5, ein viertüriger Grand Tourer, der bereits 2025 präsentiert wurde. Die ersten Auslieferungen sind für den kommenden Sommer vorgesehen. Laut Lohscheller versteht sich das Modell als „Marke auf Rädern“ und soll Leistung sowie Komfort im GT-Segment neu definieren. Noch im Laufe dieses Jahres will der Hersteller eine zusätzliche Variante des Polestar 4 vorstellen. Das Modell gilt derzeit als meistverkauftes Auto der Marke. Die neue Ausführung soll auf derselben technologischen Basis aufbauen, jedoch mehr Vielseitigkeit bieten und damit weitere Zielgruppen ansprechen. Die Markteinführung ist für 2026 vorgesehen, die Auslieferungen sollen im vierten Quartal beginnen.
Neuauflage des Polestar 2 sowie Kompakt E-SUV Polestar 7 geplant
Anfang 2027 folgt die nächste Generation des Polestar 2. Die Limousine hatte maßgeblichen Anteil am Markenaufbau und kommt laut Unternehmensangaben bislang auf über 190.000 verkaufte Autos. Der geplante Nachfolger wird vollständig neu entwickelt. Lohscheller bezeichnete das Modell als Fundament der Marke und betonte, dass es auch künftig eine zentrale Rolle spielen werde.
Mit dem Polestar 7 will der Hersteller 2028 in das Segment der kompakten Premium-SUVs einsteigen. Nach Unternehmensangaben entfiel 2025 rund ein Drittel des gesamten europäischen Elektroauto-Volumens auf diese Klasse. Der neue SUV soll in Europa produziert werden und ein progressives, performanceorientiertes Angebot zu einem wettbewerbsfähigen Preis darstellen. Damit adressiert Polestar gezielt ein Marktumfeld, das durch hohe Stückzahlen geprägt ist.
Parallel zur Produkterweiterung plant das Unternehmen strukturelle Anpassungen. Für 2026 stellt Polestar ein Absatzwachstum im niedrigen zweistelligen Bereich in Aussicht, wobei der Polestar 4 voraussichtlich einen größeren Anteil am Verkaufs-Mix einnehmen wird. Die Prognose bezeichnet der Hersteller als zurückhaltend. Gleichzeitig soll das Vertriebsnetz deutlich erweitert werden, um die Endkundenansprache zu stärken und die Marktpräsenz auszubauen.
Rückblickend verweist das Management auf das Jahr 2025 als bislang erfolgreichstes Vertriebsjahr in der Unternehmensgeschichte. Trotz eines geopolitisch und wirtschaftlich anspruchsvollen Umfelds habe man kontinuierliche operative Fortschritte erzielt. Die Kombination aus erweitertem Modellportfolio, wachsender Kundenbasis sowie Unterstützung durch Anteilseigner und Technologiepartner bilde nach Einschätzung des Vorstands die Grundlage für weiteres Wachstum und verbesserte betriebliche Abläufe.
Quelle: Polestar – Pressemitteilung per Mail







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