Polestar will seinen globalen Marktanteil deutlich steigern und plant daher mit seinen neuen Modellen den Einstieg in massentaugliche Segmente. Dadurch will der chinesisch-schwedische Elektroautohersteller sich von den hohen Verlusten erholen und die Rentabilität des Unternehmens steigern.
Im Interview mit dem britischen Automagazin Autocar erklärte Polestar-CEO Michael Lohscheller, die Marke wolle mit der Einführung von Mainstream-Modellen den Absatz deutlich steigern und strebe in Zukunft einen Absatz von 100.000 Autos gegenüber 60.000 Autos im Jahr 2025 an.
Die Marke, die sich 2017 von Volvo abspaltete, ist auf das Premiumsegment und damit von Natur aus auf Segmente mit geringeren Absatzzahlen ausgerichtet als die Segmente. Dennoch zeigt sich Lohscheller unbesorgt, dass seine Marke ihren Premium-Status und zugleich die Abgrenzung zur Schwester Volvo aufrechterhalten kann.
Dies will Polestar erreichen, indem der Hersteller weiterhin an seiner sportlichen Premium-Positionierung festhält und das maßgeschneiderte Design sowie Tuning in den Fokus rückt. Jedes der kommenden Modelle werde sich deutlich von der Konkurrenz, aber auch von den Autos unterscheiden, mit denen sie sich die Plattform und die Technologie teilen.
Um den weltweiten Marktanteil deutlich auszubauen, bringt Polestar in den nächsten drei Jahren vier Modelle heraus, beginnend mit der Markteinführung seines Flaggschiffmodells Polestar 5 GT in diesem Sommer. Später in 2026 soll zudem der Polestar 4 Estate vorgestellt werden. Dabei handelt es sich um eine Kombi-Variante des Crossover-Modells 4, das Polestars meistverkauftes Auto ist.
In der Kombiversion soll der Polestar 4 mehr Vielseitigkeit bieten und dadurch eine breitere Zielgruppe ansprechen. „Unsere neue Version des Polestar 4 SUV ist ebenfalls so unverwechselbar, so anders; ich mache mir keine Sorgen um Cross-Shopping oder Kannibalisierung“, erklärte der CEO.
„Ich finde, unser Design ist wirklich gut und ganz anders. Wir wollen keine Autos für jedermann bauen, sondern einzigartige Autos“, sagte Lohscheller im Interview. Mit der sportlichen Ausrichtung grenze man sich weiterhin von Volvo ab, auch wenn Modelle wie der Polestar 7 eng mit dem entsprechenden Volvo-Modell verwandt sind.
Für die erste Hälfte 2027 plant die Marke zudem einen Nachfolger des Polestar 2, von dem seit seiner Markteinführung in 2020 weltweit mehr als 200.000 Exemplare verkauft wurden. Hierbei will der Hersteller laut Lohscheller vor allem seine Kunden halten und ihnen „eine noch bessere Alternative“ bieten. Es handele sich dabei nicht um ein völlig anderes Auto: „Wir werden die guten Dinge – die neueste Technologie – beibehalten und genau im Sweet Spot des Marktes und dieses Segments bleiben.“
Quelle: Autocar – Polestar committed to premium appeal as it adds mainstream models






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