Octopus startet E-Auto-Leasing per Gehaltsumwandlung

Octopus startet E-Auto-Leasing per Gehaltsumwandlung
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OEV | Achim Hirsch, General Manager, Octopus Electric Vehicles

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Octopus Electric Vehicles (OEV), die E-Auto-Sparte von Octopus Energy, startet in Deutschland ein neues Modell für den Einstieg in die Elektromobilität. Ab sofort können Unternehmen ihren Mitarbeiter:innen ein E-Auto per Gehaltsumwandlung anbieten, verpackt in einem Rundum-sorglos-Paket ohne Zusatzkosten für den Arbeitgeber. Damit überträgt Octopus ein Konzept nach Deutschland, das sich in Großbritannien bereits als eines der erfolgreichsten Elektroauto-Programme des Landes etabliert hat.

Wie stark sich das auf die monatliche Belastung auswirkt, zeigt eine Beispielrechnung des Anbieters. Bei einem gängigen Kompaktklasse-Modell sinken die monatlichen Gesamtkosten netto von 560 Euro auf 345 Euro, eine Ersparnis von knapp 40 Prozent. Die genaue Höhe hängt von den Gesamtkosten und der individuellen Steuerklasse ab, in der Regel liegt die Einsparnis aber in etwa in diesem Rahmen. Neben dem steuerlichen Vorteil tragen dazu auch Zusatzkosten bei, die beim klassischen Leasing häufig ins Gewicht fallen. Allein die Versicherung schlägt dort in der Regel mit deutlich mehr als 100 Euro im Monat zu Buche.

Der Zeitpunkt des Angebots ist kein Zufall. Bei den Neuzulassungen überholen E-Autos in Deutschland erstmals klassische Verbrenner, viele Beschäftigte setzen sich derzeit ohnehin mit dem Umstieg auf ein Elektroauto auseinander. Ein All-Inclusive-Angebot soll Arbeitgebern die Möglichkeit geben, diesen Schritt für ihre Teams unkompliziert und risikoarm zu gestalten.

Technisch funktioniert das Modell über eine Umwandlung eines Teils des Bruttogehalts. Damit least die beschäftigte Person ein E-Auto, das sowohl privat als auch geschäftlich genutzt werden kann. Durch den steuerlichen Vorteil fällt der Betrag spürbar niedriger aus als bei einem vergleichbaren privaten Leasingvertrag.

Große Modellauswahl von Kleinwagen bis Luxusklasse

Zum Start stehen 67 Modelle von 14 Herstellern zur Wahl: BMW, BYD, Cupra, Ford, Kia, Mercedes, MG, Mini, Polestar, Renault, Smart, Tesla, Xpeng und Zeekr. Die Bandbreite reicht vom Kleinwagen bis zur Luxuslimousine und deckt europäische, asiatische sowie US-amerikanische Marken ab.

Im Paket enthalten sind neben dem Auto selbst auch Zustellung, Versicherung, Wartung und Inspektion, TÜV beziehungsweise Hauptuntersuchung, ein Reifenpaket sowie Pannenhilfe. Hinzu kommt ein jährliches Guthaben von 250 Euro für öffentliches Laden über die Ladeapp Electroverse, die Zugang zu mehr als 1,4 Millionen Ladestationen in Europa bietet. Eine Anzahlung oder Bereitstellungsgebühr verlangt Octopus für das Paket nicht.

International bieten bereits mehr als 8000 Arbeitgeber ihren Teams E-Autos über Octopus Electric Vehicles an, vom Tech-Start-up bis zum globalen Konzern. Mehr als 50000 Fahrzeuge hat das Unternehmen auf diesem Weg bereits ausgeliefert. Achim Hirsch, General Manager bei Octopus Electric Vehicles, ordnet den Ansatz so ein: „Wer einmal den Schritt zum E-Auto gegangen ist, will nie wieder zurück.“ Unternehmen könnten ihren Angestellten dabei einen Vorteil verschaffen, „ohne selbst einen einzigen Cent zu bezahlen“, verbunden mit einem Zusatznutzen bei der Suche nach Fachkräften.

Bastian Gierull, CEO von Octopus Energy Germany, verortet das Angebot in einem breiteren Marktumbruch: „Wir erleben gerade den endgültigen Durchbruch der E-Mobilität.“ Fahrzeuge und Batterien seien technisch längst so weit, entscheidend sei nun das passende Gesamtpaket aus Auto, Ladelösung und Anschaffung. In Großbritannien habe dieses Modell den Markt bereits verändert, die dort gesammelte Erfahrung aus zehntausenden Auslieferungen fließe nun in den deutschen Marktstart ein.

Quelle: Octopus – Pressemitteilung per Mail

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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