Der deutsche Pkw-Markt hat im Juni 2026 spürbar angezogen. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden im Berichtsmonat rund 296.400 Personenkraftwagen neu zugelassen, ein Plus von 15,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Besonders private Halter:innen trugen zu diesem Anstieg bei, ihre Neuzulassungen legten um 28,6 Prozent zu und erreichten einen Anteil von 36,6 Prozent am Gesamtvolumen. Gewerbliche Zulassungen wuchsen mit 9,4 Prozent moderater, blieben mit einem Anteil von 63,4 Prozent aber weiterhin die tragende Säule des Marktes.
Auch über das erste Halbjahr 2026 betrachtet zeigt sich ein positives Bild. Insgesamt wurden zwischen Januar und Juni rund 1,48 Millionen Neuwagen zugelassen, was einem Zuwachs von 5,8 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 entspricht. Der Juni setzte damit einen Trend fort, der sich bereits in den Vormonaten angedeutet hatte.
Bei den deutschen Marken verzeichnete Smart im Juni mit einem Plus von 176,3 Prozent den stärksten Zuwachs, wenngleich der Anteil am Gesamtmarkt mit 0,3 Prozent gering blieb. Mini legte um 59,7 Prozent zu und kam auf einen Anteil von 1,7 Prozent, gefolgt von MAN mit einem Plus von 40,0 Prozent. Zweistellige Zuwächse erzielten zudem BMW mit 18,6 Prozent und Audi mit 17,1 Prozent, während Ford, Mercedes und VW ebenfalls im positiven Bereich lagen. Rückläufig entwickelten sich hingegen Opel mit einem Minus von 14,8 Prozent und Porsche mit einem Rückgang von 3,6 Prozent.
In der Halbjahresbilanz zeigt sich ein ähnliches Bild: Smart, Mini, Opel, Audi und BMW verbuchten insgesamt Zuwächse. VW blieb sowohl im Juni als auch über das erste Halbjahr die anteilstärkste deutsche Marke mit Werten von 17,2 beziehungsweise 18,4 Prozent.
Importmarken mischen den Markt kräftig auf
Unter den volumenstärkeren Importmarken sorgte Tesla im Juni für den deutlichsten Ausschlag nach oben. Die Neuzulassungen des Herstellers stiegen um 317,6 Prozent, der Marktanteil lag bei 2,6 Prozent. BYD folgte mit einem Plus von 273,7 Prozent und einem Anteil von 2,1 Prozent. Auch Seat, Renault, Skoda, Dacia, Fiat und Kia verzeichneten zweistellige Zuwächse. Den prozentual größten Sprung machte allerdings Vinfast: Bei 32 neu zugelassenen Fahrzeugen ergab sich rein rechnerisch ein Plus von 3100 Prozent, wenngleich der Anteil am Gesamtmarkt verschwindend gering blieb.
Über das erste Halbjahr hinweg legten BYD mit 315,2 Prozent und Tesla mit 224,6 Prozent am stärksten zu. Anteilstärkste Importmarke war sowohl im Juni als auch im Halbjahresvergleich Skoda, mit Werten von 8,4 beziehungsweise 8,6 Prozent.
Elektroautos gewinnen deutlich an Boden
Bei den Antriebsarten zeigte sich der wohl auffälligste Trend des Monats: 84.100 Elektroautos kamen im Juni neu zur Zulassung, ein Plus von 78,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und ein Anteil von 28,4 Prozent am Gesamtmarkt. Über das erste Halbjahr betrachtet stiegen die Zulassungen batterieelektrischer Autos um 48,0 Prozent. Hybridfahrzeuge kamen im Juni auf 115.500 Neuzulassungen, ein Plus von 16,8 Prozent und einen Anteil von 39,0 Prozent, wovon 32.200 auf Plug-in-Hybride entfielen. Diese legten um 25,8 Prozent zu.
Rückläufig entwickelten sich dagegen die klassischen Verbrenner: Benziner verzeichneten ein Minus von 16,8 Prozent bei einem Anteil von 20,5 Prozent, Diesel-Pkw gaben um 5,1 Prozent nach. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß neu zugelassener Autos sank im Juni um 13,6 Prozent auf 92,6 Gramm pro Kilometer, im Halbjahresschnitt lag er mit 98,4 Gramm um 10,3 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Quelle: Kraftfahrtbundesamt – Fahrzeugzulassungen im Juni 2026 – Halbjahresbilanz









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