Monarch sammelt 133 Millionen US-Dollar für E-Traktor ein

Monarch sammelt 133 Millionen US-Dollar für E-Traktor ein
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Monarch Tractor

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 3 min

Der US-amerikanische Agrar-Nutzfahrzeughersteller Monarch Tractor hat in einer Serie-C-Finanzierungsrunde insgesamt weitere 133 Millionen US-Dollar (123 Millionen Euro) von Investoren eingesammelt, um seinen kleinen Elektro-Traktor MK-V weiter zu verbessern – auch hin zum autonomen Einsatz. Vor allem in den stärkeren Einsatz von KI sollen die Gelder fließen. Auch die Präsenz über den amerikanischen Markt hinaus soll weiter ausgebaut werden. Unterstützt wird die Finanzierungsrunde unter anderem von At One Ventures, PMV und The Welvaartsfonds.

Bis heute hat das Unternehmen laut eigenen Angaben mehr als 220 Millionen US-Dollar (204 Millionen Euro) aufgebracht, um saubere, effiziente und wirtschaftlich tragfähige Lösungen zu ermöglichen, und sei in verschiedene landwirtschaftliche Märkte wie Weinberge, Molkereien, Beeren, Obstplantagen und Landmanagement in zwölf Staaten und drei Ländern expandiert, heißt es in einer Pressemitteilung. Darüber hinaus wurde das Unternehmen demnach allein in den vergangenen zwei Jahren auf nationaler und internationaler Ebene durch Auszeichnungen wie Forbes Next Billion-Dollar Startups, CNBC Disruptor 50, Time Best Inventions und Fast Company World’s Most Innovative Companies „als einflussreiche Kraft in der Landwirtschaft anerkannt“.

Monarch sei aus der Überzeugung heraus gegründet worden, dass die Ernährungssicherheit nur mit der Nachhaltigkeit des Planeten und der Rentabilität der Landwirte gewährleistet werden kann, und stehe an vorderster Front bei der Umstellung auf erneuerbare Energien und rentablere landwirtschaftliche Ökosysteme, was letztlich den Landwirten weltweit zugute komme, heißt es weiter.

Landwirtschaft immer unrentabler

In den Vereinigten Staaten ist die Rentabilität der Landwirte demnach in den vergangenen zehn Jahren stetig gesunken – mit einem negativen Höhepunkt im vergangenen Jahr. „Da die Technologie in der Landwirtschaft erst im Entstehen begriffen ist, verfügt der Sektor über ein großes ungenutztes Wachstumspotenzial in den Bereichen Automatisierung, digitale Technologien und künstliche Intelligenz (KI), und Monarch steht an der Spitze dieses Umbruchs und technologischen Fortschritts“, schreibt das Unternehmen.

„Angetrieben durch künstliche Intelligenz und Elektrifizierung ist die Landwirtschaft als nächste Grenze für die Energiewende und die Nachhaltigkeitsbewegung angekommen“, sagte Praveen Penmetsa, Geschäftsführer und Mitbegründer von Monarch Tractor. „Die Landwirtschaft ist der wichtigste und am meisten übersehene Sektor unseres Planeten, und die in der Branche Tätigen sehen sich mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert, wie zum Beispiel Rentabilität der Betriebe, Arbeitskräftemangel, Sicherheit der Arbeitnehmer, Gegenwind von Seiten der Regierungen, Datenverfügbarkeit und Überprüfung der Nachhaltigkeitsanforderungen. Monarchs Anwendung von KI und die Einführung einer intelligenten, elektrischen Plattform wird den Landwirten einen soliden sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Nutzen bringen“, führte er aus.

Mehr als 400 E-Traktoren im Einsatz

Traktoren sind seit mehreren Jahrzehnten das Zentrum aller landwirtschaftlichen Betriebe. Dennoch werden sie aus Sicht von Monarch als Drehscheibe für Robotik-Innovationen und die Rentabilität für Landwirte nicht ausreichend genutzt. Im Dezember 2022 brachte Monarch den weltweit ersten vollelektrischen, fahrerunabhängigen, intelligenten Traktor, den MK-V, auf den Markt, um die Herausforderungen der Rentabilität zu bewältigen, die Anforderungen an die Nachhaltigkeit zu erfüllen und Innovationen in der Landwirtschaft zu fördern, so das Unternehmen. Seitdem habe der Einsatz von mehr als 400 MK-Vs dazu beigetragen, mehr als 850 Tonnen schädliche CO2-Emissionen in 42.000 Betriebsstunden des Traktors zu kompensieren.

Die WingspanAI-App von Monarch biete Landwirten einen einfachen Zugang zu Daten auf dem Betrieb, indem sie ein Betriebsmanagementsystem, die Positionsverfolgung von Fahrzeugen, die Erfassung von Erntebildern und die automatische Betriebsplanung in eine Plattform integriert. Die kontinuierliche Entwicklung von Produktlösungen, einschließlich der Einführung neuer KI-Funktionen, werde die treibende Kraft bei der Schließung der Gewinnlücke in der Branche sein. „Diese Finanzierungsrunde wird die Erweiterung der digitalen Lösungen und KI-Anwendungen von Monarch unterstützen, einschließlich der Entwicklung von Autodrive, der autonomen Betriebsfunktion von Monarch, für neue globale Märkte und Anbausektoren“, heißt es in der Mitteilung.

Quelle: Monarch Tractor – Pressemitteilung vom 22. Juli 2024

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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