KI und Robotik: Elon Musk lechzt nach mehr Kontrolle bei Tesla

KI und Robotik: Elon Musk lechzt nach mehr Kontrolle bei Tesla
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Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

Weil er unbedingt Twitter kaufen wollte, hatte Tesla-Gründer Elon Musk große Anteile an „seinem“ Elektroautobauer verkauft. Nun stellt er allerdings fest, dass es ihm nicht ganz wohl dabei ist, nur noch 13 Prozent zu halten und bei wichtigen Themen wie Künstlicher Intelligenz (KI) und Robotik überstimmt werden zu können. Sollten seine Anteile nicht wieder auf mindestens 25 Prozent aufgestockt werden, droht er mit der Auslagerung der Thematiken in neue, eigenständige Unternehmen, berichtet die Automobilwoche.

Elon Musk hatte diese Gedanken auf X gepostet, wie das von ihm gekaufte Twitter inzwischen heißt. Er schrieb dort, dass er es aktuell vorziehen würde, Produkte außerhalb von Tesla zu bauen. „Ein klarer Interessenkonflikt: Tesla inszeniert sich als Pionier beim autonomen Fahren, und sollte Musk künftige KI-Projekte in separaten Firmen wie seinem Start-up xAI ansiedeln, könnte das nicht nur dem Image, sondern auch dem Geschäft des Herstellers schaden“, stellt die Automobilwoche dazu fest.

Musk eckt immer häufiger an

Bescheidenheit ist zwar vielleicht nicht Elon Musks Stärke, hinter seinen Zuspitzungen steckt aber stets deutlich mehr Kalkül als vermeintliche Naivität. Auch, wenn er gegen andere Tesla-Eigner stichelt, wie unter seinem Post. Dort habe er dem Bericht nach geschrieben: „Was den Aktienbesitz selbst als Motivation angeht, besitzen Fidelity und andere ähnliche Anteile wie ich. Warum kommen die nicht zur Arbeit?“ Das wird nicht allen Anlegern gefallen – Musk spielt also wieder einmal bewusst mit dem Feuer, um seinen Willen durchzusetzen.

Die Automobilwoche erinnert auch an Eskapaden Musks vor wenigen Wochen, als er bei einer Veranstaltung mit einem Werbekunden auf der Bühne schimpfte: „Wenn jemand versucht, mich mit Anzeigen zu erpressen? Mich mit Geld zu erpressen? Go f**k yourself!“ Auch seine offen zur Schau getragenen häufig rechtspopulistischen Meinungen stoßen zumindest in Europa bei politisch zumeist gemäßigterer Elektroauto-Kundschaft eher bitter auf. Und auch in einer von der Automobilwoche beauftragten Umfrage gaben mehr als die Hälfte der Befragten an, dass sie denken, dass Musks Verhalten Tesla schadet. Seine vielen Fans hingegen sehen das sicher völlig anders.

Quelle: Automobilwoche – „Musk will wieder mehr Macht“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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