Mohrenbräu aus Österreich setzt auf Elektro-Lkw

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Mohrenbräu

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Umweltschonend, leise und effizient: Mohrenbräu aus Österreich transportiert ab sofort Bier und Waren mit dem Elektro-Lkw. Das Familienunternehmen bezeichnet sich daher in einer aktuellen Mitteilung einmal mehr als Vorreiter für nachhaltige und regionale Braukunst. Der Elektro-Lkw deckt kurze Wege ab und pendelt mehrmals täglich zwischen Brauerei und Lager hin und her. Die nachhaltige Lösung für die interne Logistik minimiert den Verkehrslärm und schont zugleich das Klima. Den Strom für den Betrieb des Fahrzeugs liefern die eigenen PV-Anlagen.

„Wir sorgen in ganz Vorarlberg für kühlen Biergenuss. Dazu bewegen wir alles durchs Land, was es für ein gelungenes Fest braucht. Mit dem ersten E-Lkw machen wir jetzt den nächsten Nachhaltigkeitsschritt und optimieren unsere interne Logistik“, freut sich Mohrenbräu-Geschäftsführer Thomas Pachole.

Die älteste Brauerei Vorarlbergs produziert am Firmensitz im Zentrum von Dornbirn jährlich rund 190.000 Hektoliter Bier. Mit einem externen Lager im Betriebsgebiet Wallenmahd sichert das Familienunternehmen Kapazitäten für den laufenden Wachstumskurs. Die drei Kilometer lange Strecke wird täglich mehrmals befahren – ab sofort elektrisch.

„E-Mobilität ist die perfekte Lösung für die Kurzstrecke im Stadtverkehr. Mit dem E-Lkw schonen wir die Umwelt und minimieren den Lärm“, betont Pachole. Der E-Lkw eActros 300 von Mercedes-Benz verfügt über eine Spitzenleistung von 400 Kilowatt und bis zu 300 Kilometer Reichweite. Moderne Assistenzsysteme und MirrorCam für die volle Rundumsicht steigern die Sicherheit. Pro Fahrt liefert der 19-Tonner 18 Paletten. Geladen wird an der E-Ladestation mit Strom von der eigenen PV-Anlage. „Wir fahren beinahe autonom“, erzählt Pachole.

Einsatz für den regionalen Lebensraum

Die Mohrenbrauerei ist laut eigener Aussage seit Jahren Pionier für Nachhaltigkeit. Schon 2019 führte das Familienunternehmen gemeinsam mit Verpackungshersteller Vetropack demnach die weltweite erste Leichtglasflasche für alle 0,33-Liter-Gebinde ein. Die innovative Lösung wiege rund ein Drittel weniger als Standardflaschen und bleibe dank thermischer Härtung sogar länger im Umlauf. Damit spare die Mohrenbrauerei jährlich mehr als 1000 Tonnen Transportgewicht. „Die Leichtglasflasche macht den Unterschied. Das haben jetzt auch die Konzernbrauereien erkannt und sind unserem Vorbild gefolgt“, berichtet Pachole stolz.

Mit den hauseigenen PV-Anlagen deckt der Traditionsbetrieb rund 20 Prozent seines jährlichen Stromverbrauchs. Der Rest ist Ökostrom aus Vorarlberg. „Nachhaltigkeit hat bei uns Tradition. Wir brauen Bier für die Region und wollen künftigen Generationen genauso den Genuss des Vorarlberger Biers ermöglichen – und das mit 100 Prozent Qualität, 100 Prozent Geschmack und 100 Prozent Familie“, betont Pachole.

Die Mohrenbrauerei folgt damit dem Beispiel einiger anderer Brauereien. Zuletzt teilten Paulaner sowie Augustiner aus München ebenfalls mit, in der Logistik E-Lkw einzusetzen. Auch Heineken hat bereits Elektro-Lkw in der Flotte.

Quelle: Mohrenbräu – Pressemitteilung vom 17.07.2024

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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