Mercedes feiert Baustart von 140-MW-Windpark in Papenburg

Mercedes feiert Baustart von 140-MW-Windpark in Papenburg
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Mercedes-Benz

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Der Autohersteller Mercedes-Benz und der Energieparkentwickler UKA (Umweltgerechte Kraftanlagen) haben die behördlichen Genehmigungen zur Installation eines Windparks auf dem Testgelände von Mercedes-Benz im norddeutschen Papenburg erhalten. Bis 2027 sollen im Rahmen eines Power Purchase Agreements (PPA) auf dem Gelände 20 Windenergieanlagen mit einer Leistung von insgesamt 140 Megawatt (MW) entstehen. Damit können nach Inbetriebnahme rund 20 Prozent des jährlichen Strombedarfs der Mercedes-Benz Group in Deutschland abgedeckt werden.

„Der Windpark in Papenburg ist ein wichtiger Baustein unserer nachhaltigen Unternehmensstrategie – aus ökologischer und auch ökonomischer Sicht. Der Baustart verdeutlicht, dass wir unsere Nachhaltigkeitsziele für das Produktionsnetzwerk konsequent in die Praxis umsetzen und damit eine messbare Wirkung erzielen. Wir freuen uns über die großen Fortschritte und sind stolz als Mercedes-Benz gemeinsam mit starken Partnern, mit dem neuen Windpark in Papenburg den Ausbau der Windenergie in Deutschland weiter voranzutreiben“, so Jörg Burzer, Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz Group AG, Produktion und Supply Chain Management.

Für den Aufbau des Windparks kooperieren Mercedes-Benz und UKA mit weiteren Partnern. Die 20 Windenergieanlagen mit insgesamt 140 MW Nennleistung stammen vom deutschen Hersteller Nordex. Die Betonfundamente und Betontürme der Hybridtürme mit einer Nabenhöhe von 164 Metern kommen von Max Bögl Wind. „Das Projektteam treibt die Errichtung des Windparks trotz mancher Herausforderungen – zum Beispiel auf dem Baufeld – in Rekordzeit voran. Der Windpark auf dem Mercedes-Benz Prüfgelände ist ein Leuchtturmprojekt in unserem derzeit im Bau befindlichen Wind-Onshore Portfolio in Deutschland von mehr als 1,5 GW“, erläutert Gernot Gauglitz, geschäftsführender Gesellschafter der UKA-Gruppe.

Das rund 800 Hektar große Testgelände Papenburg im Nordosten Deutschlands ist seit 1998 fester Bestandteil der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Autoherstellers. Mercedes-Benz erweitert mit dem Projekt mittelfristig sein Grünstromportfolio und unterstützt gleichzeitig aktiv den Ausbau der Onshore-Windenergie in Deutschland. Die Planung zur Umsetzung des Windparkprojekts durch UKA und der ökologisch nachhaltigen Nutzung der Fläche erfolge in enger Abstimmung mit den zuständigen lokalen Behörden sowie den Interessengruppen vor Ort.

Nachhaltige Energieversorgung der Mercedes-Benz Standorte

Die Produktion spielt in der nachhaltigen Unternehmensstrategie von Mercedes-Benz eine wichtige Rolle, wie der Hersteller betont. Ein Fokus liege dabei auf der Energieversorgung des Netzwerks: Seit 2022 sind die eigenen Fahrzeugproduktionsstandorte von Mercedes-Benz bilanziell CO2-neutral und bis 2030 ist vorgesehen, mehr als 70 Prozent des Energiebedarfs in der Produktion durch erneuerbare Energien zu decken. Dies soll unter anderem durch den Ausbau von Solar- und Windenergie an eigenen Standorten und durch den Abschluss entsprechender Stromabnahmeverträge erreicht werden.

Die geplanten Projekte zu einem On-Shore-Windpark im norddeutschen Papenburg und einem Off-Shore-Windpark in der Ostsee kommen gut voran. Die notwendigen behördlichen Zustimmungen wurden erteilt und der Aufbau der Windkraftanlagen kann nun beginnen. Das Ziel für alle Mercedes-Benz Produktionsstätten weltweit ist es, bis 2039 zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien zu arbeiten.

Quelle: Mercedes-Benz – Pressemitteilung vom 18.09.2025

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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