Mercedes: Attraktive Rabatte auf E-Autos

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Mercedes-Benz

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Mercedes-Benz setzt verstärkt auf den Markt für Elektroautos und bietet nun für einige Modelle Rabatte an. Ob dies auf das Engagement des Unternehmens, seine Position im wachsenden Segment der Elektromobilität zu stärken zurückzuführen ist oder auf fehlende Nachfrage, muss noch beantwortet werden.

Laut internen Informationen bietet Mercedes-Benz für bestimmte Modelle seiner elektrisch angetriebenen Fahrzeuge erhebliche Preisnachlässe. So können Kunden, die sich für den EQC (N 293) mit dem Kennzeichen DP-2 entscheiden, von einem Rabatt von 20 Prozent profitieren. Der Einstiegs-Elektro-SUV EQA (H 243) und der EQE SUV (X 294) mit demselben Kennzeichen werden mit einem Nachlass von 15 Prozent angeboten. Für individuell konfigurierbare Elektroautos, wie die Modelle EQB (X 243) und EQS (V 297), gewährt das Unternehmen einen Rabatt von drei Prozent für Privatkunden.

Besonders interessant ist das Angebot für Kunden, die mehrere Elektroautos von Mercedes-Benz erwerben oder leasen möchten. Für solche Großkunden, die unter den Kategorien „FlottenSterne5+“ und „FlottenSterne20+“ fallen, bietet das Unternehmen einen Rabatt von neun Prozent auf alle Neuwagen an, von EQA und EQE bis hin zum Luxusmodell EQS SUV (X 296).

Angesichts dieser attraktiven Angebote hat Business Insider beim Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland nachgefragt, wie zufrieden das Unternehmen mit der Nachfrage nach seinen elektrisch angetriebenen Premiummodellen auf dem deutschen Markt ist. Die Antwort des in Berlin ansässigen Vertriebs war diplomatisch: Sie betonten, dass sie sich nicht zu internen Dokumenten äußern würden. Sie stellten jedoch klar, dass ihre Kunden in Deutschland immer den besten aktuellen Preis erhalten würden, wodurch zeitaufwendige Preisvergleiche überflüssig würden.

Das Unternehmen fügte hinzu, dass Geschäfts- und Großkunden andere Konditionen erhalten als Privatkunden, was in der Branche üblich ist. Mercedes-Benz betonte, dass sie den Markt ständig beobachten und ihre Position im Vergleich zum Wettbewerb bewerten, um das Beste für ihre Kunden und das Unternehmen zu erreichen.

Der Absatz von reinen Elektroautos von Mercedes-Benz Cars erreichte im dritten Quartal 61.600 Einheiten (plus 66 Prozent), angetrieben von EQA (plus 108 Prozent) und EQB (plus 96 Prozent), die trotz der bevorstehenden Modellpflege Verkaufsschlager blieben. Der EQS und der EQS SUV führen mit 26.300 verkauften Einheiten (plus 53 Prozent) im Jahresverlauf weiterhin das Segment der elektrischen Luxusklasse an. Der Absatz des elektrischen Smart erreichte im dritten Quartal 3900 Einheiten (plus 107 Prozent).

Quelle: BusinessInsider – Bis zu 30 Prozent günstiger: Geheime Liste von Mercedes-Benz zeigt, welche Modelle der Luxushersteller jetzt mit hohen Rabatten anbietet

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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brainDotExe:

Woher weisst du, dass bei deinem BMW nicht auch 22% Nachlass möglich gewesen wäre?

Weil andere Händler weniger Rabatt gegeben haben. Die offiziellem BMW Niederlassungen sogar unter 10%.
Ich habe mir den Händler mit dem größten Rabatt rausgesucht.

dass du und stolz bist auf deine Verhandlungskünste und dich freust.

Ich habe nicht verhandelt. Ich habe meine Konfiguration bei Carwow gemacht und dann den Händler mit dem besten Preis gewählt.

Er ärgert sich aber, wenn sein „Schnäppchen“ am nächsten Tag nochmals heruntergesetzt wurde. Ist halt so bei undurchsichtigen Preisen.

Er ärgert sich halt eben nicht, weil er am nächsten Tag nicht nochmal neue Angebote einholt. Er bekommt gar nicht mit, das der Rabatt dann ggf. höher ist.

Wenn jedoch bei der Direktvermarktung der Listenpreis einen Tag später gesenkt wird und das womöglich noch durch die Medien geht, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass er es mitbekommt und sich ärgert.

Wer bei Neuwagen locker 20% Rabatt geben kann, versucht doch, Kunden schamlos abzuzocken, die Vertrauen in die Seriosität des Verkäufers haben und deshalb nicht feilschen.

Niemand bezahlt Listenpreise. Selbst diejenigen, welche einfach ohne Plattformen wie Carwow anfragen und nicht verhandeln, erhalten einen (geringeren) Rabatt.

Nochmal, der Rabatt dient dazu Nachfrage und/oder Produktionsschwankungen auszugleichen, das hat nichts mit Abzocke zu tun, erst Recht nicht, wenn der Kunde bereit ist den Preis zu zahlen.

Wie schon gesagt, zum Listenpreis hätte ich das Auto nicht gekauft, war mir zu teuer.

brainDotExe:

In China musste Mercedes den EQS Ende 2022 rund 30% im Preis senken und er verkauft sich trotzdem nicht wie erwartet.

Das sind sie auch selbst Schuld, das Design des EQS entspricht nicht dem, was man dort in dieser Preisklasse erwartet.

Smartino:

Mein Kommentar hat absolut nichts mit dem Nahen Osten zu tun. Wie kommst du nur darauf? Dass ist eine peinliche Interpretation deinerseits.
Wenn du genau gelesen hättest, hättest du dir deinen Kommentar besser verkniffen.

panibodo:

Dann bleibt dir halt nur der Umstieg auf Bentley & Co. Peinlicher Kommentar, den du dir allemal angesichts der Situation im nahen Osten besser verkniffen hättest.

Matthias Geiger:

Das ist erst ein zaghafter Anfang. Die deutschen Premium Hersteller haben noch den Absatzboom zum Ende August 2023 mitbekommen. Monat für Monat, jedoch spätestens im ersten Quartal 2024 werden die Bänder langsamer laufen oder ganze Schichten ausfallen. VW spürt das jetzt schon. Dann reden wir über 20-30 % echte Rabatte und über direkt Vertriebsmodelle. Die deutschen Premium Hersteller stemmen sich noch gegen den Preisverfall mit immer teureren, leistungsstarken Modellen, die an sich keiner braucht.
In allen Segmenten vom Kleinwagen bis zur Oberklasse drängen Hersteller von China, USA, Südkorea, Japan und selbst Frankreich und Italien in den Markt.

Philipp:

Nehmen wir den amerikansischen „Premium“-Anbieter mit sich ständig ändernden Listenpreisen.
Hier hat der Kunde die Wahl bis zum Ende des Quartals zu warten um seine Schnäppchen zu holen oder auch nicht und sich zu ärgern/freuen, weil der Listenpreis eine Woche später wieder hoch oder runtergegangen ist oder er kurzfristig dein teuer erstandenes Objekt dann ab Werk mit 1000’en von Euros mit Nachlass verkauft.
Das mag zwar transparenter sein, am Ärger beim Kunden ändert das aber nichts, weil es nunmal keine festen Preise gibt.

Automobilfirmen haben mit den Lieferanten feste Abnahmemengen vereinbart. Ein kurzes rauf oder runter in der Produktion ist da schwerer umsetzbar. Daher wird weiterproduziert und dann entsprechende Kanäle in den Markt gesucht. Seien es Leasingunternehmen, Mietwagenfirmen, Sondermodelle oder kurzfristige Preisnachlässe, Tageszulassungen und was auch immer.

Smartino:

Hast du schonmal gehört dass Edelmarken wie Rolls Royce, Bentley oder Bugatti ihre Autos mit Rabatten verschleudern?

Das beweist doch, dass Mondpreise mit Rabattschlachten unnötig sind. Falls die Gründe für die grossen Rabatte nicht explizit genannt werden (Überproduktion, Auslaufmodelle, Ladenhüter), habe ich immer ein schales Gefühl, dass etwas nicht sauber ist.

Woher weisst du, dass bei deinem BMW nicht auch 22% Nachlass möglich gewesen wäre?
Aber ich mag es dir gönnen, dass du und stolz bist auf deine Verhandlungskünste und dich freust. Wie jemand der sich freut, beim Ausverkauf ein Schnäppchen gemacht zu haben. Er ärgert sich aber, wenn sein „Schnäppchen“ am nächsten Tag nochmals heruntergesetzt wurde. Ist halt so bei undurchsichtigen Preisen.

Wer bei Neuwagen locker 20% Rabatt geben kann, versucht doch, Kunden schamlos abzuzocken, die Vertrauen in die Seriosität des Verkäufers haben und deshalb nicht feilschen.

Gerd:

Rolex verkauft rund 100.000 Uhren pro Jahr weltweit.
Wenn diese Stückzahlen auch von Mercedes, BMW, Audi angestrebt werden: Man ist voll auf Kurs!

Gerd:

VAG (Cupra) hat die Leasingkonditionen bereits um >20% gesenkt.

Gerd:

Alles relativ.
In China musste Mercedes den EQS Ende 2022 rund 30% im Preis senken und er verkauft sich trotzdem nicht wie erwartet.
Beim EQA kann ich hierzulande nur empfehlen, zu leasen. Die vor Ort verhandelbaren Leasingkonditionen liegen deutlich besser als die hier genannten Nachlässe.

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