– In Zusammenarbeit mit Novandino Lithium // Veröffentlicht am 12.09.2026 –
Der britische Journalist und Autor Ed Conway bringt es in seinem Buch Material World auf den Punkt: Wenn wir den CO₂-Ausstoß drastisch senken und fossile Brennstoffe hinter uns lassen wollen, müssen wir unsere Welt elektrifizieren. Das heißt: mehr Windräder, mehr Solaranlagen, vor allem aber auch mehr Rohstoffe wie Stahl, Kupfer, Silizium und Beton. Und mehr Batterien, um Strom aus Wind und Sonne speichern zu können. Ohne sie lässt sich erneuerbare Energie weder sinnvoll puffern noch in Fahrzeuge bringen. Lithium ist in diesem Zusammenhang nicht nur ein weiterer Rohstoff, sondern ein Schlüsselelement der Energiewende.
Eins ist dabei klar: Ohne Lithium keine Elektromobilität, daran wird sich auch in den kommenden Jahren nichts ändern. Der Rohstoff ist essenziell für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien und damit für den weltweiten Wandel hin zu einem emissionsärmeren Verkehr. Laut den Mineral Commodity Summaries 2026 der U.S. Geological Survey fließen aktuell rund 88 Prozent des weltweit verarbeiteten Lithiums in Batterien, ein Wert, der sich seit Jahren auf hohem Niveau hält und angesichts der Marktentwicklung weiter steigen dürfte.
Denn bereits heute zeichnet sich ab, dass sich die Zahl der batterieelektrischen Autos weltweit deutlich erhöhen wird. Selbst unter konservativen Annahmen rechnen Analyst:innen wie Matthias Schmidt von Schmidt Automotive Research für das Jahr 2026 mit einem Absatz von über drei Millionen Elektroautos bei einem Gesamtmarkt von gut zwölf Millionen Fahrzeugen allein in Europa. In den Folgejahren beschleunigt sich das Wachstum:
• 2027: 3,56 Millionen Elektroautos bei 12,53 Millionen Neuzulassungen
• 2028: 4,12 Millionen Elektroautos bei 12,83 Millionen Gesamtmarkt
• 2029: 4,79 Millionen Elektroautos bei 13,09 Millionen Neuzulassungen
• 2030: 5,54 Millionen Elektroautos bei 13,28 Millionen Gesamtmarkt
Der erwartete Markthochlauf hat mehrere Gründe: Sinkende Batteriepreise und Skaleneffekte machen Elektroautos zunehmend günstiger. Gleichzeitig treiben neue CO₂-Flottengrenzwerte, das europäische Emissionshandelssystem ETS II sowie regulatorische Anreize wie Sozialleasingprogramme oder Dienstwageninitiativen in Deutschland die Nachfrage weiter an. Hinzu kommen neue Einstiegsmodelle unterhalb der 20.000-Euro-Marke, etwa von Volkswagen, Renault oder BYD, die breite Käuferschichten erschließen sollen. Die strategische Expansion chinesischer Hersteller in Europa und deren lokale Produktion, etwa durch BYD in Ungarn, verstärken den Trend zusätzlich. Auch der chinesische und der amerikanische Markt werden ihren Teil dazu beitragen.
Damit wächst auch der Bedarf an Lithium, und mit ihm die Aufmerksamkeit für die Herkunft und den ökologischen Fußabdruck des Rohstoffs. Im Zentrum dieser Entwicklung steht ein abgelegener Ort im Norden Chiles: der Salar de Atacama. Hier lagern einige der weltweit ergiebigsten Lithiumvorkommen, und auf engem Raum überlagern sich wirtschaftliche Interessen, ökologische Fragen und die Belange der indigenen Bevölkerung.

Für Elektroauto-News waren wir Anfang 2024 knapp eine Woche vor Ort und haben uns selbst auf die Suche nach Antworten begeben. Die Sociedad Química y Minera (SQM), die uns auf unserer Reise durch den Norden Chiles begleitet hat, ließ uns auf die Gewinnung und Verarbeitung von Lithium sowie auf das Leben und Arbeiten im Umfeld des Salars blicken. Im Anschluss haben wir ausführlich über Wasserverbrauch und Lithiumextraktion berichtet.
Wir haben damals aufgezeigt, dass das Unternehmen seine Wasser- und Soleentnahmen über die Jahre bereits deutlich reduziert hatte, und das bei gleichzeitig kräftig gesteigerter Produktion: Seit 2020 hat sich die Fördermenge nach Unternehmensangaben in etwa vervierfacht, während der Wasserverbrauch im selben Zeitraum um rund die Hälfte sank. Vor dem Hintergrund einer weiterhin wachsenden Nachfrage, steigender Produktionskapazitäten und der damit einhergehenden Skalierung stellt sich jedoch unweigerlich die zentrale Frage:
- Wie ist das möglich?
- Wie lassen sich Produktionssteigerungen und Sole- sowie Wasserentnahmen überhaupt entkoppeln?
Die Antwort des Unternehmens lautet: Innovation. Doch was bedeutet das konkret? Dieser Frage sind wir näher nachgegangen.
Aus SQM wird Novandino Lithium
Wer die Entwicklung im Salar de Atacama heute einordnen will, muss zunächst einen Namen klären. Das Unternehmen, das uns 2024 durch den Norden Chiles begleitet hat, firmierte damals als Sociedad Química y Minera de Chile, kurz SQM. Seit Dezember 2025 wird das Lithiumgeschäft im Salar von Novandino Lithium betrieben, einem Gemeinschaftsunternehmen von SQM und dem staatlichen Kupferkonzern Codelco.
Hinter der Umfirmierung steht mehr als ein neues Logo. Mit der Gründung von Novandino ist der Weiterbetrieb der Lithiumkonzessionen bis 2060 gesichert; die bisherige Lizenz von SQM wäre Ende 2030 ausgelaufen. SQM ist seit mehr als 30 Jahren im Salar de Atacama tätig und betreibt im nahen Antofagasta die weltgrößte Lithiumraffinerie. An der operativen Grundlage ändert der neue Name wenig, wohl aber am zeitlichen Horizont, auf den hin geplant wird. Wenn im Folgenden von den Fortschritten der vergangenen Jahre die Rede ist, betreffen sie also denselben Betrieb: bis 2025 unter dem Namen SQM, seither unter Novandino.
Warum dieser Standort überhaupt eine solche Sonderrolle spielt, bringt Julio García Marín, Umweltmanager bei Novandino, nüchtern auf den Punkt: Der Salar de Atacama sei aufgrund seiner außergewöhnlich hohen Lithiumkonzentrationen und der günstigen natürlichen Bedingungen „wahrscheinlich das beste Vorkommen der Welt“ für eine effiziente Lithiumgewinnung. Genau diese Ausgangslage ist der Schlüssel, um zu verstehen, wie sich Produktion und Ressourcenverbrauch dort überhaupt entkoppeln lassen.
Was bisher erreicht wurde: die Kurve hinter der Debatte
Am Anfang steht eine Grafik, die den gesamten Fortschritt in einem Bild bündelt. Sie setzt die geförderte Menge an Sole und Wasser ins Verhältnis zur produzierten Lithiummenge, die sogenannte Wasserintensität, gemessen in Kubikmetern pro Tonne Lithiumcarbonatäquivalent (LCE). Während die abgesetzte Menge (die graue Fläche) von 2016 bis 2025 kontinuierlich steigt, sinkt der Ressourceneinsatz pro Tonne (die violetten Balken) im selben Zeitraum drastisch, nämlich um über 80 Prozent.

Entscheidend ist, wie diese Kennzahl gerechnet wird, denn sie ist bewusst konservativ angelegt. Sie berücksichtigt nicht nur das komplette industrielle Wasser, sondern auch den Wasseranteil, der in der geförderten Sole steckt und rund 91 Prozent ihres Volumens ausmacht. Zusätzlich werden sämtliche Entnahmen ausschließlich dem Lithium zugerechnet und nicht anteilig auf andere Produkte wie Kalium verteilt. Es ist damit eine doppelte Worst-Case-Betrachtung: Selbst unter der denkbar ungünstigsten Annahme bleibt der Rückgang klar sichtbar.
Damit rührt die Grafik an einen zentralen Begriff der ganzen Debatte und an eine Unterscheidung, die in der öffentlichen Wahrnehmung oft verschwimmt: Wasser ist nicht gleich Wasser.
Das Industriewasser, auch industrielles Brauchwasser genannt, ist jenes Wasser, das rund um die Produktionsprozesse im Salar eingesetzt wird, etwa zur Reinigung von Oberflächen, Pumpen und Schläuchen, zum Transport von Sole und für weitere Verfahrensschritte, insbesondere Flotationsprozesse. Es stammt aus vier Entnahmepunkten an der östlichen Grenze des Salars. Als „Industriewasser“ wird es bezeichnet, weil es bereits erhöhte Salzgehalte von bis zu 4000 ppm gelöster Feststoffe (TDS) aufweist. Zur Einordnung: Trinkwasser sollte laut Weltgesundheitsorganisation und der Norm ISO 14046:2014 unter 1000 ppm TDS liegen, für landwirtschaftliche Zwecke empfiehlt die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) weniger als 2000 ppm.
Die Sole wiederum ist eine hochsalzhaltige Lösung aus dem Untergrund des Salars, kein Trinkwasser und kein klassisches Süßwasser, sondern Teil eines eigenen hydrogeologischen Systems. Mit über 250.000 ppm TDS zählt die Sole im Salar de Atacama zu den am höchsten konzentrierten der Welt; sie ist sieben- bis achtmal salziger als Meerwasser (rund 35.000 ppm). In öffentlichen Debatten wird die geförderte Sole dennoch häufig pauschal als „Wasserverbrauch“ verbucht, obwohl sie sich chemisch wie hydrologisch grundlegend von Süßwasser unterscheidet. Und weil sich Lithiummengen international in ganz unterschiedlichen Verbindungen angeben lassen, rechnet die Branche sie in Lithiumcarbonatäquivalent (LCE) um, der standardisierten Einheit, die etwa Lithiumcarbonat und Lithiumhydroxid vergleichbar macht und auf die sich auch die Mengenangaben in diesem Text beziehen.

Genau an dieser Unterscheidung setzt eine methodische Kritik an, die weit über die Kommunikation eines einzelnen Unternehmens hinausreicht. Denn der reine Blick auf absolute Literangaben greift zu kurz, wenn die zugrunde liegenden Annahmen nicht offengelegt werden. Klassische Ökobilanzen (Life-Cycle Assessments) betrachten beim Wasserfußabdruck üblicherweise nur das industrielle Süßwasser, weil es als eigentliche Frischwasserquelle gilt. Viele Stakeholder und die lokale Bevölkerung halten dagegen, dass in der trockensten Wüste der Welt auch die verdunstende Sole zähle. Novandino hat sich entschieden, beide Perspektiven in einer Zahl zusammenzuführen, ein methodisch angreifbarer, aber transparenter Schritt.
Die Umweltwissenschaftlerin Vanessa Schenker hat sich in ihrer Dissertation „Current and future impacts of lithium carbonate from Chile on water scarcity and carbon emissions in a European context“ genau mit dieser Problematik beschäftigt. Ihr zentrales Anliegen: Viele gängige Bewertungsansätze verzerren das Bild, weil sie global standardisierte Datensätze wie Ecoinvent verwenden und dabei die konkreten geologischen, klimatischen und technischen Bedingungen im Salar weitgehend ausblenden. Die Ecoinvent-Datenbank, so ihre Kritik, unterschätze den CO₂-Fußabdruck vieler Lithiumproduktionen weltweit erheblich, wobei die solarbasierte Gewinnung in der Atacama den dort hinterlegten Werten noch am nächsten komme.
Besonders kritisch sei der Umgang mit der Sole. Weil diese aus einem separaten geohydrologischen System stamme, nicht trinkbar sei und weder landwirtschaftliche noch ökologische Funktion erfülle, dürfe sie nicht in den sogenannten Water Scarcity Footprint einfließen, jenen Index, der misst, wie stark menschliche Nutzung die Wasserverfügbarkeit einer Region verringert. „Der Water Scarcity Footprint sollte Sole nicht berücksichtigen, da sie kein Teil des relevanten Süßwasserkreislaufs ist“, fordert Schenker.
Mit dieser Position steht sie nicht allein. Auch Gabriel Meruane, damals Head of Lithium R&D bei SQM und heute bei Novandino Lithium, kritisierte im Gespräch mit Euractiv auf der Fachmesse Achema 2024 in Frankfurt die Gleichsetzung von Sole mit klassischem Nutzwasser: „Wenn Sole verdunstet, entsteht dadurch kein Verlust für die menschliche oder landwirtschaftliche Nutzung. Sie war nie Teil dieses Kreislaufs.“ Wenn Studien diese Unterschiede ignorierten, erzeugten sie das Bild eines massiven Wasserverbrauchs, der real so nicht existiere. Beide, Schenker wie Meruane, betonen, dass solche methodischen Schwächen unmittelbar auf politische Debatten, Regulierung und öffentliche Wahrnehmung durchschlagen. Wird Sole wie Süßwasser gewichtet, ergibt sich rechnerisch ein hoher „Wasserverbrauch“, der mit realen Nutzungskonflikten wenig zu tun hat.
Vor diesem Hintergrund ist die neue, bewusst konservative Kennzahl von Novandino zweierlei zugleich: ein transparenzorientiertes Angebot an die Kritiker und eine Kommunikationsentscheidung, die die Verbesserung im ungünstigsten Fall zeigt. Beides gehört zusammengedacht.

Was jahrelang schrittweise umgesetzt wurde, hat inzwischen auch einen formalen Rahmen. Im April 2026 genehmigte die regionale Umweltbewertungskommission COEVA in Antofagasta einstimmig den „Plan zur Reduktion der Entnahmen im Salar de Atacama“. Er schreibt fest, was das Unternehmen nach eigenen Angaben ohnehin praktiziert: Bis 2028 soll die Soleförderung auf 822 Liter pro Sekunde halbiert werden und danach bis zum Ende der Betriebslebensdauer auf diesem Niveau bleiben. Für die Süßwasserentnahme aus Brunnen am östlichen Salarrand gilt künftig eine Obergrenze von 120 Litern pro Sekunde.
Diese „50 Prozent“ verdienen eine genaue Lesart. Sie beziehen sich auf den zuvor genehmigten Höchstwert von rund 1700 Litern pro Sekunde, von dem die 822 l/s knapp die Hälfte ausmachen. Die tatsächliche Entnahme lag zuletzt allerdings schon deutlich darunter, in den Jahren 2024/2025 bei etwa 1020 bis 1200 Litern pro Sekunde. Die Halbierung bemisst sich also am genehmigten Limit, nicht an der realen Spitzenentnahme. Der Plan formalisiert damit vor allem einen bereits eingeschlagenen Kurs und schreibt ihn verbindlich fort, einen realen regulatorischen Fortschritt, aber keinen plötzlichen Bruch.
Begleitet wird er von einem überarbeiteten Umweltüberwachungsprogramm: engmaschigere Messungen, modernisierte Frühwarnsysteme und besonderes Augenmerk auf ökologisch sensible Zonen wie Soncor, Aguas de Quelana und Tilopozo. Für die Quebrada Camar sind konkrete Schutzmaßnahmen vorgesehen, darunter ein Wiederaufforstungsprogramm und ein Monitoring des Algarrobo-Baums. Die entscheidende Frage bleibt aber die, mit der wir gestartet sind: Wie lässt sich weniger fördern und trotzdem mehr produzieren? Die Antwort liegt in einer Reihe technischer und strategischer Weichenstellungen.
Vom Kalium zum Lithium: die strategische Weichenstellung
Wie uns vor Ort erläutert wurde, sind die Fortschritte zu einem erheblichen Teil auf eine gezielte Neuausrichtung innerhalb des Produktionsprozesses zurückzuführen. Während lange die Gewinnung von Kaliumchlorid für das Düngemittelgeschäft im Vordergrund stand, verlagerte sich der Fokus mit dem Lithiumboom und der Elektrifizierung zunehmend auf Lithium. Sichtbar wurde das unter anderem in einer neuen Aufteilung der Solebecken, ebenso wie in Anpassungen der nachgelagerten Verarbeitungsschritte im Werk Antofagasta.
Diese Verschiebung ist mehr als eine Umwidmung von Kapazitäten. Sie bedeutet, dass jede geförderte Einheit Sole heute stärker auf die Lithiumgewinnung hin optimiert wird. Parallel setzt das Unternehmen auf die Echtzeit-Überwachung zentraler Prozessparameter und stellt Daten zur Wasser- und Soleentnahme über eine öffentlich zugängliche Monitoringplattform (sqmsenlinea.com) bereit, einen Baustein, mit dem Transparenz und Nachvollziehbarkeit gestärkt werden sollen. Für die kommenden Jahre sind weitere Effizienzsteigerungen geplant, mit dem Ziel, den Soleverbrauch weiter zu senken, während die Lithiumausbeute wächst.
Der Lithiumsulfat-Prozess: die Schlüsselinnovation
Der wichtigste einzelne Hebel ist ein Verfahren, über das bislang wenig gesprochen wurde: die Produktion von Lithiumsulfat. Sie erschließt Solen, die dem klassischen Prozess lange im Weg standen. Denn Solen mit hohem Sulfatgehalt oder magnesiumreiche Salzrückstände galten als problematisch, weil bei ihrer Verarbeitung ein Teil des Lithiums in den Salzrückständen gebunden blieb und somit nicht nutzbar gemacht wurde.
Die technologische Grundlage ist nicht neu: Sie geht auf SQM-Patente aus 2022 und 2023 zurück, mit 10 – 15 Jahren Vorarbeiten von SQM’s F&E Experten. Neu sind die industrielle Skalierung und die strategische Rolle, die das Zwischenprodukt seit etwa 2022 spielt. In einem mehrstufigen chemischen Prozess werden unterschiedliche Solefraktionen gezielt gemischt, und über kontrollierte Kristallisationsschritte fällt Lithium als Lithiumsulfat aus. So lassen sich zuvor nicht für die Lithiumproduktion nutzbare Fraktionen erschließen, auch aus Salzrückständen wie Carnallit und aus Nebenströmen entlang der bestehenden Produktionsprozesse.
Im Kern steht dabei nicht die Ausweitung der Ressourcennutzung, sondern die Effizienzsteigerung im Bestand, „more from less“, mehr aus weniger. Das Ergebnis ist zusätzliche Produktion, ohne dass mehr Sole oder Wasser entnommen werden muss. Auf dieser Basis erreicht Novandino heute eine Kapazität von rund 50.000 Tonnen Lithiumsulfat pro Jahr, wohlgemerkt als Zwischenprodukt, nicht als fertiges Batteriematerial und nicht zu verwechseln mit den in LCE angegebenen Produktions- und Marktmengen.
Anders als bei der herkömmlichen Produktion, bei der Novandino in Antofagasta Lithiumcarbonat und Lithiumhydroxid in Batteriequalität herstellt, entsteht mit Lithiumsulfat ein zusätzliches Zwischenprodukt. Um daraus Lithiumchemikalien in Batteriequalität herzustellen, sind weitere Verarbeitungsschritte erforderlich, die in diesem Fall außerhalb Chiles stattfinden.
Warum China? Der eigentlich spannende Teil
Abweichend vom ansonsten vollständig in Chile integrierten Produktionsprozess, wird das im Salar de Atacama produzierte Lithiumsulfat zur Weiterverarbeitung nach China exportiert. Das mag auf den ersten Blick irritieren, liegt jedoch nicht an fehlenden Raffineriekapazitäten in Chile. Novandino betreibt in Antofagasta die größte Lithiumraffinerie der Welt und stellt dort Lithiumcarbonat und Lithiumhydroxid in Batteriequalität her. Diese Anlagen sind allerdings auf die Verarbeitung von Lithiumchlorid ausgerichtet, dem Ausgangsstoff des seit Jahrzehnten etablierten Produktionsprozesses im Salar de Atacama.
Lithiumsulfat erfordert einen anderen Verarbeitungsweg. Dieser ähnelt stärker den Verfahren, die für Spodumen, das mineralische Hartgestein-Lithium, entwickelt wurden: Auch dort wird das Lithium im Laufe der Verarbeitung in eine Sulfatlösung überführt und anschließend zu Lithiumcarbonat oder Lithiumhydroxid veredelt. Da ein großer Teil des weltweit geförderten Spodumens traditionell in China verarbeitet wird, haben sich dort über viele Jahre spezialisierte Anlagen und entsprechendes Know-how für diese Produktionsroute aufgebaut. Besonders ausgeprägt ist dieses industrielle Kompetenzcluster in der Provinz Sichuan.
Der eigentlich interessante Aspekt liegt damit weniger im Standort China als in der Art und Weise, wie Novandino diesen Verarbeitungsschritt organisiert: Mit der Übernahme von Sichuan Dixin New Energy verfügt das Unternehmen neben der Zusammenarbeit mit spezialisierten Veredelungspartnern auch über eigene Konversionskapazitäten in einem der weltweit wichtigsten Kompetenzcluster der Lithiumindustrie. Dabei ergänzt die Anlage in Sichuan die bestehende industrielle Plattform in Antofagasta, um einen weiteren auf Lithiumsulfat zugeschnittenen Verarbeitungsweg. So erweitert Novandino nicht nur seine industrielle Basis, sondern auch seine unmittelbare Erfahrung mit einer weiteren Stufe der Lithium-Wertschöpfungskette.
Der Schritt zeigt zugleich, wie international arbeitsteilig diese Wertschöpfung heute organisiert ist. Unterschiedliche Ausgangsstoffe erfordern unterschiedliche Verfahren und die dafür notwendigen Kapazitäten und Erfahrungen haben sich historisch an verschiedenen Standorten entwickelt. Für einen Produzenten wie Novandino eröffnet die eigene Präsenz in Sichuan zusätzliche Flexibilität und die Möglichkeit, technologisches Wissen über einen weiteren Verarbeitungsweg aufzubauen. Welche längerfristigen strategischen Optionen daraus entstehen, bleibt offen. Die Übernahme erweitert sie jedenfalls.
Ausgesprochen wird es selten, doch die strategische Logik liegt auf der Hand: Wer unterschiedliche Formen der Veredelung beherrscht, erweitert seine Möglichkeiten, einzelne Verarbeitungsschritte langfristig dort anzusiedeln, wo es technologisch, wirtschaftlich und strategisch sinnvoll ist. Daraus lässt sich noch kein konkretes Programm für eine Verlagerung nach Chile ableiten. Die zusätzliche technologische Erfahrung und die Kontrolle über einen weiteren Teil der Wertschöpfungskette schaffen jedoch eine breitere industrielle Grundlage für künftige Entscheidungen.
Gleichzeitig zeigt der Weg nach Sichuan, wie stark spezialisierte Verarbeitungskapazitäten im Lithium-Midstream heute in China konzentriert sind. Eigene Raffineriekapazitäten geben Novandino innerhalb dieser Struktur zusätzliche Kontrolle und Flexibilität, ändern aber nichts an der grundsätzlichen geografischen Konzentration von Know-how und industriellen Kapazitäten. Für Europa ist das eine durchaus relevante Momentaufnahme der heutigen Batterielieferkette – und der Herausforderung, vergleichbare Kompetenzen und Kapazitäten aufzubauen.
Kreislauf im Salz: Wie aus Verlusten Ausbeute wird
Ein zweiter Hebel setzt direkt im Salar an, bei einem Problem, das im Verdunstungsprozess unvermeidlich schien. In den letzten Verdunstungsstufen, insbesondere in den sogenannten Bischofit-Becken, kristallisiert Salz mit hohem Magnesiumgehalt aus. Magnesium ist im Prozess so etwas wie der natürliche Gegenspieler des Lithiums: Es hat ähnliche chemische Eigenschaften und kristallisiert zu einem ähnlichen Zeitpunkt. Wer das Magnesium nicht sorgfältig kontrolliert, riskiert Lithiumverluste, denn es wandert mit in die Salzrückstände.
Statt diese Salze abzuschreiben, werden sie heute zurück in den Kreislauf geholt. Auf sogenannten Leaching-Plattformen werden die Salzhalden gezielt mit lithiumarmer Sole überrieselt. Diese wäscht das im Salz verbliebene Lithium selektiv heraus; über seitliche Sammelkanäle wird die angereicherte Lösung aufgefangen und wieder in den Verdunstungsprozess eingespeist. Aus einem prozessbedingten Verlust wird so zusätzliche Ausbeute, ohne einen Tropfen zusätzliche Sole aus dem Untergrund.
Es ist im Kleinen dasselbe Prinzip, das die gesamte Strategie trägt: nicht mehr entnehmen, sondern aus dem, was ohnehin gefördert wird, mehr herausholen. In der Summe erreichen solche Rückgewinnungsverfahren aus zuvor unproduktiven Reststoffen inzwischen Größenordnungen, die der Startkapazität eines komplett neuen Lithiumprojekts in Europa entsprechen, nur eben aus Material, das bereits an der Oberfläche liegt.
Der Salar de Atacama: ein Standort mit Sonderstellung
Damit all das funktioniert, braucht es einen außergewöhnlichen Ort, und der Salar de Atacama ist einer der besten der Welt. Die Sole trägt sehr hohe Lithium- und Kaliumgehalte, und das Klima liefert mit intensiver Sonneneinstrahlung und extrem geringen Niederschlägen ideale Verdunstungsbedingungen. Der klassische Prozess nutzt genau das: Die Sole wird über Monate in offenen Becken durch Sonnenenergie eingedickt. Der große Vorteil dieses natürlichen Verfahrens ist einer der niedrigsten CO₂-Fußabdrücke der Branche, weil kaum externe Energie nötig ist.

Der Nachteil ist die Kehrseite derselben Medaille. Ein natürlicher Prozess lässt sich nicht vollständig steuern: Sonnenenergie, Wind, Wolken und schwankende Umweltfaktoren sind nicht kontrollierbar, und bei der Kristallisation der Begleitsalze geht, wie beschrieben, Effizienz im Lithiumprozess verloren. Gerade daraus ergibt sich das Effizienzpotenzial, das die nächste Generation von Technologien heben soll. Der Sonnenprozess bleibt das Fundament; ergänzt wird er dort, wo seine natürlichen Grenzen liegen.
Blick nach vorn: Salar Futuro als Innovationsfeld
Auch wenn Sole- und Industriewasserentnahmen bereits deutlich gesunken sind, gilt für das Unternehmen: Das reicht noch nicht. Die Anforderungen von Stakeholdern, Regierungen, Kund:innen und der Gesellschaft sind gestiegen, sie verlangen mehr als Optimierung im Bestand. Genau hier setzt das Projekt Salar Futuro an, ein langfristig angelegtes Innovationsprogramm mit dem Ziel, die Lithiumproduktion im Salar grundlegend neu zu denken. „Wir haben viel erreicht, aber unsere Anteilseigner, die Regierung und vor allem die lokale Bevölkerung sagen uns: Es reicht noch nicht“, so Gabriel Meruane auf der Achema 2024. „Wir müssen weiter gehen. Deshalb bauen wir mit Salar Futuro eine neue technologische Basis, mit dem klaren Ziel, den Wasserverbrauch auf ein Minimum zu senken.“

Die Leitplanken sind ambitioniert: Die Wasserentnahme soll drastisch reduziert, die Soleförderung weiter gesenkt und die Lithiumausbeute zugleich deutlich gesteigert werden, auf Basis erneuerbarer Energien, mit Blick auf ökologische Resilienz und unter aktiver Einbindung der lokalen Bevölkerung. Ein erklärtes Fernziel ist es, den Einsatz von kontinentalem Süßwasser vollständig zu ersetzen. Dafür kombiniert das Unternehmen die Weiterentwicklung bestehender Verfahren mit vorgesehenen Einführung neuer Technologien. Drei Schwerpunkte stehen im Zentrum:
Membranfiltration. Das Verfahren beruht auf selektiver Durchlässigkeit: Lithiumionen werden gezielt aus der Sole gefiltert, während andere Bestandteile zurückgehalten werden. So lässt sich die Lithiumkonzentration früh im Prozess erhöhen, was die Verdunstung verkürzt.
Mechanische Verdampfung. Während im klassischen Verfahren offene Becken die Sole über Monate eindicken, beschleunigt die mechanische Verdampfung die Trennung der Komponenten. Der entscheidende Vorteil: Das verdunstende Wasser kann aufgefangen und im geschlossenen Kreislauf wiederverwendet werden, statt an die Atmosphäre verloren zu gehen. Zugleich verringert sich potentiell die Fläche offener Becken.
Direct Lithium Extraction (DLE). Das strategisch spannendste und zugleich am sorgfältigsten zu prüfende Element. Lithium wird mithilfe von Adsorbern direkt aus der Sole gelöst, ohne große Mengen verdunsten zu müssen; die verbleibende Sole soll anschließend in das natürliche System zurückgeführt werden. Doch ausgerechnet die Rückführung der Sole kann potenziell in jenes Ökosystem eingreifen, das sie schonen soll, weshalb die Risiken im jeweiligen hydrogeologischen Kontext genau bewertet und minimiert werden müssen. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen über 140 DLE-Technologien weltweit gesichtet, mehr als 50 im Labormaßstab und zwölf in industriellen Pilotprojekten im Salar de Atacama getestet. Verglichen wird nach Energieverbrauch, Wasserbilanz, Skalierbarkeit und technischer Zuverlässigkeit. Der Wille, hier einen industriellen Maßstab zu schaffen, ist klar erkennbar.
Meruane mahnt allerdings zur realistischen Einschätzung: „Viele DLE-Technologien funktionieren im Labor, aber wenn man sie in einem Maßstab von 200.000 Tonnen Lithiumcarbonat pro Jahr anwenden will, kommen neue Probleme. Energieverbrauch, Abwasseraufbereitung, Materialbedarf, all das muss mitgedacht werden.“ Es bringe nichts, ein wasserarmes Verfahren einzuführen, das im Gegenzug durch hohen Energieeinsatz die CO₂-Bilanz verschlechtere. Nachhaltigkeit sei eine systemische Frage, nicht nur eine rechnerische Größe.
Auch García Marín dämpft die Erwartungen: DLE sei „keine Einheitslösung, die für alle passt“. Ein konkretes Risiko liegt in der notwendigen Rückspeisung aufbereiteter Sole, die die Chemie des Salar-Ökosystems verändern könnte, ein Aspekt, der nach Unternehmensangaben derzeit intensiv untersucht wird. Der Kontrapunkt kommt hier also aus dem Unternehmen selbst: Das Effizienznarrativ steht ausdrücklich unter dem Vorbehalt, dass die neuen Verfahren im industriellen Maßstab und im sensiblen Ökosystem auch halten, was sie im Labor versprechen.
Ein zentrales Element von Salar Futuro ist der soziale Dialog. Der Salar sei „kein industrielles Niemandsland“, betont Meruane, hier lebten Menschen, hier existierten kulturelle Traditionen. Wie ernst das gemeint ist, zeigt ein Detail: Die indigenen Gemeinschaften rund um San Pedro de Atacama lehnten den Einsatz von entsalztem Meerwasser (technisch möglich und in der Region bei anderen Bergbauprojekten bereits im Einsatz) ab. Ausschlaggebend waren kulturelle Vorbehalte und Bedenken hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf die physiochemische Beschaffenheit des lokalen Ökosystems. Novandino respektiert diese Haltung und setzt stattdessen auf die Rückgewinnung von Wasser aus dem eigenen Prozesskreislauf. Ergänzt wird das durch Partnerschaften mit Universitäten, NGOs und Start-ups, um Innovationen schneller aus dem Labor in die Anwendung zu bringen.
Der Zeitplan ist dabei kein Kurzstreckenlauf. Die Umweltverträglichkeitsstudie für Salar Futuro wurde im Juli 2026 eingereicht; für das Genehmigungsverfahren werden drei bis vier Jahre erwartet. Eine schrittweise Integration der neuen Prozesse ist ab 2031/2032 vorgesehen, der vollständige Hochlauf bis etwa 2036. In der Übergangsphase laufen traditionelle Methoden und neue Technologien parallel. Der Horizont, auf den Novandino plant, reicht bis 2060.
Das heißt auch: Der größte Teil des angekündigten Paradigmenwechsels liegt noch vor uns. Die eindrucksvolle Kurve der vergangenen Jahre beruht auf Optimierung im Bestand und strategischer Neuausrichtung; der eigentliche technologische Sprung steht unter Genehmigungsvorbehalt und entfaltet seine Wirkung erst gegen Mitte der 2030er. Diese zeitliche Differenz gehört zur ehrlichen Betrachtung dazu. Die vollständige Umsetzung von Salar Futuro soll dennoch eine neue Referenz schaffen: für eine Lithiumproduktion, die nicht nur effizienter, sondern auch ökologisch und sozial verträglicher ist. Es geht dabei nicht allein um Technologie, sondern um die grundsätzliche Frage, ob und wie sich industrielle Rohstoffgewinnung in eine der sensibelsten Regionen der Welt nachhaltig integrieren lässt.
Nähe verändert die Wahrnehmung
Wie wir diese Frage beantworten, hängt auch davon ab, wie weit weg das alles geschieht. Wie anders wäre der Blick, fände der Lithiumabbau nicht in der fernen Atacama-Wüste statt, sondern im französischen Zentralmassiv oder gar in Bayern? Diese Frage ist längst keine theoretische mehr. In Frankreich plant das Unternehmen Imerys geothermische Lithiumgewinnung in Allier, einer dicht besiedelten, landwirtschaftlich geprägten Region. Sofort entbrannte eine öffentliche Debatte über Wasserrechte, Umweltschutz und landschaftliche Eingriffe. Und auch im Erzgebirge, wo das „Berggeschrei“ zurückkehrt, wird spürbar, wie sehr sich die Wahrnehmung ändert, sobald Rohstoffgewinnung vor der eigenen Haustür geschieht: konkreter, emotionaler, politischer.
Der Salar de Atacama ist weit weg, und genau diese Distanz prägt, wie wir über ihn urteilen. Bunte Verdunstungsbecken fügen sich zu einem Bild, das fasziniert und beunruhigt zugleich, während der Wasserverbrauch alltäglicher Konsumgüter meist unsichtbar bleibt. Lithium steht damit exemplarisch für ein tieferliegendes Muster: unsere Entkopplung von den Materialien, die unseren Lebensstil erst möglich machen. Ed Conway hat dieses Spannungsverhältnis beschrieben: Die meisten Menschen wünschen sich eine saubere, elektrische Zukunft, erschrecken aber, wenn sie sehen, welche Rohstoffe es dafür braucht.
Fazit: Die Debatte um Lithiumgewinnung braucht Präzision
Wie also gelingt mehr Lithium mit weniger Ressourcen? Die nüchterne Antwort lautet: durch ein Bündel aus einem patentierten Sulfat-Prozess, Kreislaufansätzen im Salz, einer strategischen Neuausrichtung weg vom Kalium und hin zum Lithium, flankiert von einem ambitionierten Zukunftsprogramm, dessen Wirkung sich erst noch beweisen muss. Es ist kein einzelner Durchbruch, sondern die Summe vieler Stellschrauben.
Die weitergehende Frage, ob damit alles gut ist, lässt sich damit aber nicht beantworten. Denn die ehrliche Antwort ist weder „Lithium ist harmlos“ noch „alles ist gelöst“. Sie lautet: Es kommt auf die Zahlen an, und darauf, welche Zahl was genau misst. Nicht jede Wasserangabe erzählt dieselbe Geschichte. Sole ist nicht gleich Industriewasser, ein genehmigter Höchstwert nicht gleich der tatsächlichen Entnahme, ein Zwischenprodukt nicht gleich fertiges Batteriematerial, ein Laborergebnis nicht gleich industrieller Maßstab. Wer diese Unterschiede einebnet, kommt zu bequemen, aber falschen Schlüssen, und zwar in beide Richtungen.
Kritik an der Lithiumgewinnung ist nicht per se falsch; sie trifft reale Sorgen rund um Wasserhaushalt, Ökologie und den Rechten der Menschen vor Ort. Und die Fortschritte des Unternehmens sind nicht per se als „Greenwashing“ einzustufen; sie sind messbar und regulatorisch verankert. Beides zugleich stehen zu lassen, ist keine Unentschiedenheit, sondern Genauigkeit. Genau die braucht eine Debatte, in der es um weit mehr geht als um eine einzelne Auswertung: um die Frage, zu welchem Preis wir die Energiewende gewinnen wollen, und ob wir bereit sind, die materiellen Grundlagen dafür so ehrlich anzuschauen, wie es das Thema verdient.
Verwendete Quellen: Ed Conway: Material World (Buch) // U.S. Geological Survey: Mineral Commodity Summaries 2026 // Schmidt Automotive Research (Matthias Schmidt): Absatzprognosen für batterieelektrische Pkw in Europa, 2026 bis 2030. // Novandino Lithium: Unternehmensangaben und Hintergrundmaterial zu Lithiumsulfat-Prozess, Kreislaufverfahren und Salar Futuro; öffentliche Monitoringplattform sqmsenlinea.com; Nachhaltigkeitsbericht 2024/2025. // Global Water Intelligence (GWI): Novandino plans to deliver the future of lithium extraction. Interview mit Julio García Marín, Umweltmanager, Novandino. // Euractiv / Achema 2024, Frankfurt: Gespräch mit Gabriel Meruane (Head of Lithium R&D, damals SQM, heute Novandino Lithium). // Vanessa Schenker: Dissertation „Current and future impacts of lithium carbonate from Chile on water scarcity and carbon emissions in a European context“. // Umweltbewertungskommission COEVA (Region Antofagasta) // Umweltaufsicht SMA: Genehmigung des „Plan de Reducción de Extracciones en el Salar de Atacama“, April 2026; Berichterstattung reporteminero.cl. // SQM: Technical Report Summary, Salar de Atacama: tatsächliche und geplante Soleentnahmeraten // IRMA / Responsible Mining: Surveillance-Audit-Unterlagen SQM Salar de Atacama // Normative Bezugswerte zur Wassereinordnung: ISO 14046:2014 und WHO (Trinkwasser-TDS), FAO (Richtwert landwirtschaftliche Nutzung). // Eigene Vor-Ort-Recherche für Elektroauto-News im Salar de Atacama, Anfang 2024









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