Salar de Atacama: Soleentnahme soll um 50 Prozent sinken

Salar de Atacama: Soleentnahme soll um 50 Prozent sinken
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Sebastian Henßler
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Novandino Litio (ehemals SQM) hat für seinen Betrieb im Salar de Atacama neue Förderobergrenzen genehmigt bekommen. Die Umweltbewertungskommission COEVA der chilenischen Region Antofagasta stimmte einstimmig für den Umweltverträglichkeitsbericht des Projekts „Plan de Reducción de Extracciones en el Salar de Atacama“. Mit der Genehmigung der sogenannten Umweltqualifizierungsresolution kann das Unternehmen nun Maßnahmen formalisieren, die nach eigenen Angaben bereits seit Jahren schrittweise umgesetzt werden – und die den Betrieb in einem der ökologisch sensibelsten Gebiete Chiles auf aktualisierte Grundlagen stellen sollen.

Die neuen Grenzwerte sehen eine schrittweise Absenkung der Soleförderung vor. Bis 2028 soll die entnommene Menge auf maximal 822 Liter pro Sekunde sinken – das entspricht der Hälfte des bisher genehmigten Wertes. Dieser Grenzwert gilt anschließend bis zum Ende der Betriebslebensdauer. Parallel dazu sieht das Projekt eine Verringerung der gesamten Wasserentnahme um 50 Prozent vor, gemessen an den Obergrenzen, die im Jahr 2006 festgelegt wurden. Beide Maßnahmen betreffen eine Region, in der die Verfügbarkeit von Wasser und der Bedarf des Lithiumabbaus seit Jahren in einem Spannungsverhältnis stehen – wobei es gilt, dies ein wenig detaillierter zu betrachten.

Julio García, Umweltmanager bei Novandino Litio, kommentierte die Entscheidung: „Diese Genehmigung bringt unseren Betrieb im Salar de Atacama in Bezug auf Nachhaltigkeit, Transparenz und die Beziehung zu den Gemeinden auf den neuesten Stand.“ García verwies zudem auf das langfristige Ziel des Unternehmens: eine nachhaltige Lithiumproduktion bis ins Jahr 2060, verknüpft mit dem Vorhaben „Salar Futuro“. Konkrete Angaben zu Investitionsvolumen oder Produktionsmengen machte das Unternehmen nicht.

Neuer Höchstwert für Wasserentnahme am Ostrand

Neben den Sole-Obergrenzen legt das Projekt auch einen Höchstwert für die Wasserentnahme aus Brunnen am östlichen Salarrand fest: maximal 120 Liter pro Sekunde. Diese Regelung tritt in Kraft, sobald die entsprechende Umweltgenehmigung rechtskräftig ist. Änderungen am Produktionsprozess oder an der bestehenden Infrastruktur sind laut Unternehmen nicht vorgesehen – der Betrieb läuft unter den bislang genehmigten Bedingungen weiter.

Bestandteil des Projekts ist zudem eine umfassende Überarbeitung des Umweltüberwachungsplans. Sowohl hydrogeologische als auch biotische Parameter werden neu definiert, die Frühwarnsysteme modernisiert. Höhere Messfrequenzen und verbesserte Mechanismen zur Auswertung und Kommunikation von Ergebnissen sollen die Kontrolle in einem Gebiet stärken, in dem Veränderungen im Wasserhaushalt weitreichende Folgen für Flora und Fauna haben können.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei ökologisch sensiblen Zonen innerhalb des Salars: Soncor, Aguas de Quelana und Peine stehen ebenso im Fokus wie die Vegetation entlang des östlichen Rands der Salzpfanne. Für die Quebrada Camar sieht das Projekt konkrete Schutzmaßnahmen vor – darunter ein Wiederaufforstungsprogramm und ein Begleitmonitoring des Algarrobo-Baums. Beides gehört zu den Umweltverpflichtungen, die Novandino Litio mit der Genehmigung formell eingeht.

Quelle: reporteminero.cl – Novandino Litio obtiene aprobación ambiental para reducir extracción de agua y salmuera en el Salar de Atacama

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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