LG Energy Solution sichert sich US-Lithium aus Arkansas

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Arun Niemann
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  —  Lesedauer 3 min

Um in Zukunft weniger von Importen abhängig zu sein, verfolgt LG Energy Solution das Ziel, die Lithiumversorgung für Batteriekathoden stärker in die USA zu verlagern. Zu diesem Zweck wurde jüngst ein langfristiger Abnahmevertrag für Lithiumcarbonat aus einem neuen Fördervorhaben von Smackover Lithium in Arkansas abgeschlossen.

Der neue Vertrag zwischen den beiden Parteien läuft über mindestens zehn Jahre und umfasst die garantierte Abnahme von 8000 Tonnen Lithiumcarbonat in Batteriequalität pro Jahr. Bei Smackover Lithium handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt zwischen Standard Lithium mit einer Beteiligung von 55 Prozent und dem norwegischen Energiekonzern Equinor mit 45 Prozent Beteiligung, welches im Mai 2024 gestartet wurde.

Das Lithiumcarbonat für LG Energy Solution soll vom South West Arkansas Project stammen, welches sich wiederum auf einer der wohl ressourcenreichsten Lithium-Sole-Lagerstätten Nordamerikas befindet. Der Rohstoffhändler Trafigura hatte im März 2026 bereits den ersten kommerziellen Abnahmevertrag für das Projekt abgeschlossen. Zusammen mit dem Vertrag von LG Energy Solution sind nun circa 70 Prozent der geplanten Jahreskapazität von 22.500 Tonnen abgedeckt.

Darum setzt LG Energy Solution auf US-Lithium

Die Bestrebungen für die Verlagerung der Lithiumversorgung in die USA liegt unter anderem auch im dort rasch wachsenden Markt für stationäre Energiespeicher begründet. Um diese Nachfrage abdecken zu können, benötigt das Unternehmen immer mehr Rohstoffe für Batterien mit LFP-Chemie.

LG Energy Solution betreibt in den USA inzwischen sieben Produktionsstandorte. Von diesen bestehen laut Unternehmensangaben bereits an den meisten die Kapazitäten zur Herstellung von LFP-Batterien. Durch den neuen Vertrag kann die Lieferkette nun noch stärker in die USA verlagert werden, was Abhängigkeiten von asiatischen Importen verringert.

Direkte Lithiumextraktion ist eine Schlüsseltechnologie

Das Lithiumcarbonat will Smackover Lithium durch das DLE-Verfahren, also die direkte Lithiumextraktion mit anschließender Aufbereitung, produzieren. Dadurch soll den beteiligten Unternehmen zufolge eine nachhaltigere Rohstoffgewinnung als beim klassischen Lithiumabbau gewährleistet werden.

Beim South West Arkansas Project handelt es sich dabei um eines der ersten kommerziellen DLE-Vorhaben überhaupt. Es wurde bereits im April letzten Jahres durch die US-Regierung als „vorrangiges kritisches Mineralienprojekt“ eingestuft, was die benötigten Genehmigungsverfahren maßgeblich beschleunigt hat.

Vom US-Energieministerium wurde bereits eine Förderzusage gegeben und das Projekt hat eine behördlich genehmigte Förderroyalty von 2,5 Prozent erhalten. Dabei beläuft sich die Gesamtinvestitionssumme für die Anlage auf 1,5 Milliarden US-Dollar, wobei die finale Investitionsentscheidung noch aussteht.

Um die Bedeutung des Abnahmevertrags und des Projektes South West Arkansas besser einordnen zu können lohnt zudem ein Blick auf die Zahlen: Bisher werden in den USA pro Jahr lediglich 5.000 Tonnen batterietaugliches Lithium produziert. Durch South West Arkansas könnte die heimische Produktionskapazität dementsprechend auf einen Schlag mehr als vervierfacht werden. Gleichzeitig umfasst der Abnahmevertrag von LG Energy Solution eine größere Menge an Lithiumcarbonat als bisher überhaupt in den USA produziert wird.

Quellen: Battery-News – LG Energy Solution sichert Lithiumcarbonat aus US-Produktion / Trafigura – Trafigura signs battery-grade lithium carbonate offtake agreement with Smackover Lithium

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Arun Niemann

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Arun Niemann arbeitet nun seit 5 Jahren als Redakteur und Werbetexter und schreibt seit 2026 auch für Elektroauto-News.net. Dabei bringt ihn sein persönliches Interesse für makroökonomische Zusammenhänge und die bisherige redaktionelle Arbeit zu Finanz- und Wirtschaftsthemen, oft zu Beiträgen an der Schnittstelle zwischen Elektromobilität, Energiewende und Wirtschaft.

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