Wer heute einen Neuwagen für weniger als 20.000 Euro sucht, hat nicht mehr allzu viel Auswahl. Nach einer Auswertung des ADAC werden in Deutschland nur noch 16 Modelle zu einem offiziellen Listenpreis unterhalb dieser Grenze angeboten. Immerhin drei davon fahren inzwischen rein elektrisch: der Dacia Spring, der Leapmotor T03 und der neue Renault Twingo E-Tech Electric.
Damit stellen E-Autos zwar weiterhin nur einen kleinen Teil des absoluten Niedrigpreissegments. Doch gerade dort hat sich zuletzt einiges bewegt. Während erschwingliche Stromer lange weitgehend auf den Dacia Spring beschränkt waren, gibt es inzwischen drei unterschiedliche Modelle für weniger als 20.000 Euro – zumindest in der jeweiligen Basisversion.
Dacia Spring bleibt das günstigste E-Auto
Den Einstieg bildet weiterhin der Dacia Spring. Als Electric 70 Essential kostet der elektrische Kleinstwagen 16.900 Euro und leistet 52 kW (70 PS). Sein 24,3 kWh großer Netto-Akku ermöglicht nach WLTP 221 Kilometer Reichweite. Mit 12,7 kWh je 100 Kilometer fällt der Normverbrauch entsprechend niedrig aus.
Das Konzept bleibt allerdings klar auf Stadt, Umland und kurze Pendelstrecken zugeschnitten. Gerade beim Laden muss die Basisversion Einschränkungen hinnehmen – wie nur 3,7 kW AC-Ladeleistung. Dafür bleibt nicht nur die Einstiegsvariante unter der 20.000-Euro-Marke. Der Spring Electric 70 Expression kostet 18.700 Euro, selbst die 75 kW (102 PS) starke Extreme-Version liegt mit 19.700 Euro noch darunter.
Leapmotor bietet mehr Reichweite fürs Geld
Bei 18.900 Euro startet der Leapmotor T03. Der chinesische Kleinstwagen verfügt über 70 kW (95 PS) Leistung und einen 36 kWh großen nutzbaren Akku. Damit sind laut Hersteller 265 Kilometer nach WLTP möglich. An einer DC-Säule lädt der T03 mit bis zu 45 kW, AC sind maximal 6,6 kW möglich.
Auch bei der Ausstattung unterscheidet er sich vom klassischen Billigauto-Konzept. Unter anderem gehören Klimaanlage, Rückfahrkamera, Navigation, Smartphone-Integration und eine automatische Abstandsregelung serienmäßig dazu. Damit zeigt sich zugleich, wie stark chinesische Hersteller inzwischen auch im europäischen Einstiegssegment auf Preis und Ausstattung drücken.
Renault Twingo schafft es knapp unter 20.000 Euro
Gerade noch unter die vom ADAC selbst gesetzte Grenze schafft es Renault mit dem neuen Twingo E-Tech Electric. Die im Frühjahr 2026 gestartete Basisversion Evolution kostet 19.990 Euro und leistet 60 kW (82 PS). Für die elektrische Reichweite gibt Renault 263 Kilometer nach WLTP an. Der 27,5-kWh-Akku kann mit bis zu 11 kW Wechselstrom sowie 50 kW Gleichstrom geladen werden. Von zehn auf 80 Prozent sollen an einer entsprechenden Schnellladesäule rund 30 Minuten vergehen.
Damit bietet der Twingo trotz des niedrigen Einstiegspreises ein für einen elektrischen Stadtwagen durchaus alltagstaugliches Ladepaket. Auch Vehicle-to-Load (V2L), also die Versorgung externer elektrischer Geräte aus dem Fahrzeugakku, ist serienmäßig inkludiert.
Günstige Verbrenner werden immer seltener
Verbrennungsmotoren dominieren das Segment unter 20.000 Euro mit 13 von 16 Modellen weiterhin deutlich, wobei der ADAC dabei auch Mildhybride und Autogasfahrzeuge aufführt. Die drei günstigsten sind der Dacia Sandero TCe 100 Essential für 13.590 Euro, der Citroën C3 Turbo 100 You für 16.290 Euro und der Fiat Pandina für 16.490 Euro. Alle genannten Preise sind Listenpreise ohne Rabatte oder Sonderaktionen mit Stand August 2026.
Bemerkenswert ist zudem: Kein Modell eines deutschen Herstellers schafft es derzeit überhaupt unter die 20.000-Euro-Marke. Der günstigste deutsche Neuwagen ist laut ADAC der VW Polo mit 20.380 Euro.
Quelle: ADAC – Neuwagen unter 20.000 Euro: Welche Modelle es noch gibt









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