MAN feiert Richtfest für neue Batteriefabrik in Nürnberg

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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 3 min

Bei der Umstellung auf Elektromobilität geht der Nutzfahrzeughersteller MAN Truck & Bus einen weiteren Schritt: Das Unternehmen feierte nach nur einjähriger Bauzeit am Standort Nürnberg Richtfest für das neue Gebäude der Großserien-Fertigung von Batterien für vollelektrische Lkw und Busse. Wenige Wochen nach der Auslieferung des allerersten MAN eTrucks an einen Kunden, ist das Richtfest der nächste Höhepunkt für den Münchner Nutzfahrzeughersteller. Bereits ab April 2025 werden in Nürnberg auf 17.000 m2 Hochvolt-Batterien industriell gefertigt. Dabei entstehen nahezu 350 neue Arbeitsplätze, so MAN in einer aktuellen Mitteilung.

MAN wird damit der erste Nutzfahrzeughersteller sein, der in Deutschland eine eigene Batterieserienproduktion in Betrieb nehmen wird. Das Investitionsvolumen für den Neubau inklusive Investitionen in Logistik, Infrastruktur, Gebäude- und Fertigungsanlagen betrage rund 100 Millionen Euro. Zu Gast beim Richtfest waren unter anderem der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder, Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König, MAN Truck & Bus Vorstandsvorsitzender Alexander Vlaskamp sowie der Betriebsratsvorsitzende des MAN-Standorts Nürnberg Markus Wansch.

In Nürnberg entstehen die Antriebe der Zukunft. Denn hier entwickeln wir nicht nur Batterien, sondern werden sie auch in wenigen Monaten mit neusten Technologien in Großserie fertigen. Das Richtfest ist ein wichtiger Meilenstein für unser Unternehmen auf dem Weg der großen Transformation Richtung Elektromobilität“, so MAN-Chef Vlaskamp beim Richtfest. Das neue Werk sei zudem „ein klares Bekenntnis von MAN zum Wirtschaftsstandort Bayern und zu Deutschland.

Aktuell werden am Standort Nürnberg bereits Batteriepakete in Kleinserie für die vollelektrischen Fahrzeuge von MAN gefertigt. Mit dem Start der Großserienproduktion werde der Bereich der Kleinserienfertigung schrittweise auf die Entwicklung der nächsten Batteriegeneration sowie auf die Wiederaufbereitung von Batterien umgestellt. In der Großserie werden ab April 2025 die angelieferten Module in Batterielayer eingesetzt. Diese Layer werden aufeinandergestapelt zu einem Batteriepack montiert und anschließend auf Herz und Nieren getestet.

Auf 17.000 m2 Fläche werden über 50 manuelle sowie automatisierte Montagestationen und sieben Prüfstände für die Qualitätssicherung installiert. Die Installation der ersten Fertigungsanlagen ist bereits angelaufen. Ab April 2025 sollen in einer ersten Ausbaustufe bis zu 50.000 Batterien pro Jahr gebaut werden. Diese Kapazität soll – je nach Entwicklung der Marktlage – bis 2030 auf bis zu 100.000 Hochvolt-Batterien erweitert werden.

Der Freistaat Bayern fördert darüber hinaus die Weiterentwicklung und Forschung zur Batterietechnologie mit rund 30 Millionen Euro. Dadurch wurde unter anderem die Integration von Laserschweißzellen möglich. Mit einem leistungsstarken 8 kW Scheibenlaser, robotergeführten Optiken und feinen Sensoren werden einzelne Batteriezellen präzise elektrisch miteinander verbunden. Gemeinsam mit der Technischen Universität (TU) München forscht MAN an der Weiterentwicklung dieser Technik, die in einer zukünftigen Batteriegeneration zum Einsatz kommen soll.

Quelle: MAN – Pressemitteilung vom 25.11.2024

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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