Lithium-Fund: Bundesregierung überprüft heimischen Abbau

Lithium-Fund: Bundesregierung überprüft heimischen Abbau
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shutterstock / 2448666831 | Symbolbild – Sonnenuntergang über der Elbe, Altmark

Laura Horst
Laura Horst
  —  Lesedauer 2 min

43 Millionen Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent (LCE) in der Altmark in Sachsen-Anhalt – mit dieser Einschätzung schürte das Unternehmen Neptune Energy zuletzt große Hoffnungen für den Lithiumabbau in Deutschland. Die Bundesregierung prüft nun ebenfalls, ob Deutschland eigenes Lithium fördern kann.

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sagte am Rande der Kabinettsklausur am Dienstag in Berlin, die Regierung prüfe bereits mehrere Projekte zur Lithiumförderung und habe zudem den neuen Rohstofffonds bereitgestellt, um Investitionen zu erleichtern. „Wo wir einen Beitrag leisten können, werden wir das dort tun“, erklärte Reiche.

Die Bundesregierung hatte bereits im Juli mitgeteilt, die Gewinnung und Weiterverarbeitung von Lithium in Rheinland-Pfalz und Hessen zu unterstützen. Der neue Fund in Sachsen-Anhalt klingt vielversprechend, jedoch erteilte der Rohstoffexperte Michael Schmidt von der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) einen kleinen Dämpfer: Bei dem von Neptune Energy erwähnten Fund in Höhe von 43 Millionen Tonnen LCE handele es sich um Ressourcen, unklar sei gegenwärtig, wie viel wirtschaftlich nutzbare Reserven man letztlich daraus gewinnen kann.

Die Bundesregierung will noch in diesem Jahr über konkrete Anträge und Zuschläge entscheiden. Wirtschaftsministerin Reiche betont, dass die Vorhaben wirtschaftlich tragbar sein müssen. „Es spricht viel dafür, dass wir unsere eigenen Rohstoffe nutzen und auch explorieren“, sagte Umweltminister Carsten Schneider in Bezug auf den möglichen Lithiumabbau in Deutschland. Es spreche nichts dagegen, solange Unternehmen die Umweltstandards einhalten.

Quelle: Der Spiegel – Bundesregierung will auf heimischen Lithiumabbau setzen

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