ADAC: Viele E-Autos weiterhin günstiger als vergleichbare Verbrenner

ADAC: Viele E-Autos weiterhin günstiger als vergleichbare Verbrenner
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VW

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
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Elektroautos sind auch nach dem Ende der Förderungen immer noch in vielen Fällen günstiger als vergleichbare Verbrennerfahrzeuge, rechnet der ADAC vor – und das sogar noch mit Kaufpreisen vor den jüngsten Preisnachlässen bei vielen Modellen und etwas arg niedrig angesetzten Preisen für Benzin und Diesel.

Für seine Berechnungen hat sich der Automobilclub die Total Cost of Ownership (TOC) angeschaut. „Grundlage aller Berechnungen ist eine durchschnittliche Haltedauer von fünf Jahren mit einer Jahresfahrleistung von 15.000 Kilometern. Es werden die durchschnittlichen Kraftstoffpreise der letzten drei Monate herangezogen„, schreibt der ADAC, der pro Fahrzeug die Kosten pro gefahrenem Kilometer ermittelt hat.

Besonders interessant ist dabei eine zusammenfassende Berechnung, bei welchem Strompreis Autos der verschiedenen Fahrzeugklassen günstiger als vergleichbare Verbrenner bei unterschiedlich hohen Preisen für Benzin und Diesel sind:

Kleinstwagen: „Liegt der Strompreis unter 50 Cent pro kWh, fährt man mit einem E-Auto günstiger als mit einem Benziner, der seinen Sprit für 1,50 Euro je Liter getankt hat“, schreibt der ADAC. Steigt der Benzinpreis aber auf zwei Euro, komme das durchschnittliche Elektroauto sogar bis zu einem Strompreis von 70 Cent/kWh günstiger weg.

Kleinwagen: Weil Kleinwagen mit E-Antrieb im Schnitt erheblich teurer sind als diejenigen mit Verbrennungsmotor, lohne sich hier der E-Antrieb schon nicht mehr, wenn der Strompreis auf mehr als 40 Cent/kWh steigt. „Selbst bei einem Dieselpreis von zwei Euro je Liter sind dann die Gesamtkosten des Stromers höher“, stellt der ADAC fest. Hier dürfte sich mit erwarteten neuen günstigen Modellen aber bald einiges zugunsten der Elektroautos verschieben.

Untere Mittelklasse: Ein ähnliches Bild gilt laut ADAC für die Kompaktklasse. „Bei einem Benzinpreis von 1,50 Euro je Liter lohnt sich ein Elektroauto praktisch nie“, schreibt der ADAC. Bei einem Benzinpreis von 2 Euro wäre das Elektroauto bei einem Strompreis von bis zu 40 Cent aber in Summe die günstigere Wahl. Und im Vergleich zum Diesel selbst bei Strompreisen von mehr als 60 Cent pro Kilowattstunde bei einem angenommenen Literpreis für den Diesel von 2 Euro.

Mittelklasse: Klarer Vorteil für das E-Auto: Bis auf 80 Cent pro kWh könnte der Strompreis klettern, bis das Elektroauto in der Endabrechnung teurer wäre als ein Benziner, der für 1,50 Euro tankt.

Obere Mittelklasse: Einen Diesel schlägt das E-Auto in dieser Klasse kostenseitig nie, ein entsprechendes Modell mit Benziner aber schon, wenn der Strompreis unter 70 Cent/kWh (oder gar 1 Euro) und der Benzinpreis bei 1,50 Euro (bei 2,00 Euro) liegt.

Oberklasse: Im Vergleich zum Benziner ist das E-Auto quasi nicht zu schlagen. Und bis etwa 50 Cent pro Kilowattstunde Strompreis ist das Elektroauto auch günstiger unterwegs als ein Diesel, der für 1,50 Euro tankt. Interessanterweise liest das der ADAC an dieser Stelle aber nicht aus der eigenen Grafik ab, sondern schreibt: „Am sparsamen Dieselmotor beißt sich das E-Auto aber schnell die Zähne aus.“

Zudem liefert der ADAC eine ausführliche Tabelle mit Kilometerkosten pro Fahrzeug bei unterschiedlichen Fahrleistungen. Dabei zeigt sich je nach Hersteller ein ganz gemischtes Bild, ob das Elektroauto oder die jeweils vergleichbaren Verbrennermodelle günstiger unterwegs sind. So kostet der Kilometer beim VW ID.3 Pro bei 30.000 Kilometern Jahresfahrleistung lediglich 41,1 Cent pro Kilometer, während es bei den ähnlich leistungsstarken Benziner- und Diesel-Golfs knapp 46 sowie knapp 49 Cent pro Kilometer sind. Ein elektrischer Fiat 500 hingegen lässt sich für 69,2 Cent pro Kilometer bei einer Jahresleistung von 10.000 Kilometer bewegen, während es beim Fiat 500 Hybrid nur 55,3 Cent sind.

Klar ist jedoch: Am Ende ist der gezahlte Strompreis ein wesentlicher Faktor bei der Betrachtung der Gesamtkosten. Und da beißen die Deutschen derzeit mit einem der höchsten Strompreise überhaupt tendenziell eher in den sauren Apfel. Trotzdem lohnt sich selbst hierzulande für viele bereits finanziell der Umstieg auf das Elektroauto. Und aus ökologischer Sicht lohnt es sich sowieso, wie die jüngste VDI-Studie zeigt.

Quelle: ADAC – „Kostenvergleich Elektroauto, Benziner oder Diesel: Was ist günstiger?“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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