Die Jahresbilanz des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) zu den Pkw-Neuzulassungen 2025 untermauert die positive Marktentwicklung für die Elektromobilität: Vollelektrische Fahrzeuge erreichten im Dezember einen Marktanteil von 22,2 Prozent – und lagen damit bereits im dritten Monat in Folge über der 20-Prozent-Marke.
Auch im Gesamtjahr setzte sich der Aufwärtstrend fort: 19,1 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen entfielen im abgelaufenen Jahr 2025 auf Elektroautos – ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr mit einem Marktanteil bei den Neuzulassungen von 13,5 Prozent. In absoluten Zahlen waren es mehr als 545.000 neue E-Autos, ein Plus von 43,2 Prozent.
Knapp 1,3 Millionen Hybridautos (+19,0 Prozent) erreichten einen Anteil von 39,5 Prozent, mehr als 311.000 Plug-in-Hybride (+62,3 Prozent) bedeuten einen Anteil von 10,9 Prozent. Der Anteil benzinbetriebener Pkw (778.000/-21,6 Prozent) lag mit 27,2 Prozent deutlich unter dem Vorjahresniveau (35,2 %); der Anteil dieselbetriebener Pkw (395.000/-18,3 Prozent) wies in der Jahresbilanz nur noch 13,8 Prozent (Vorjahr: 17,2 Prozent) aus. Flüssiggasbetriebene Pkw (12.079/-11,9 Prozent) waren mit einem Anteil von 0,4 Prozent im Jahr 2025 vertreten, hinzu kommen drei erdgasangetriebene Pkw (-97,8 Prozent) und 49 Fahrzeuge mit Wasserstoff-Brennstoffzelle (-69 Prozent). Die CO2-Emissionen der Pkw sanken 2025 um -11,7 Prozent, im Durchschnitt auf 105,8 g/km (Vorjahr: 119,8 g/km).
„Die Neuzulassungen des Jahres 2025 senden ein klares Signal in Richtung Aufschwung der Elektromobilität: Wenn dieser Trend sich auch im Jahr 2026 fortsetzt, kann der Hochlauf der Elektromobilität dieses Jahr wirklich Fuß fassen, wenn die Weichen richtiggestellt werden“, kommentiert Thomas Peckruhn, Präsident des Kraftfahrzeugverbands ZDK. „Sie bestätigen unsere optimistische Marktprognose für das neue Jahr.“
Die Zahl der Elektroauto-Neuzulassungen lag im Dezember 2025 bei fast 55.000 Einheiten und damit um 63,2 Prozent über dem Vorjahresmonat – der höchsten monatlichen Steigerung im abgelaufenen Jahr. „Hält die positive Entwicklung an, steht die Elektromobilität vor einem robusten Hochlauf“, sagt Peckruhn. Für den Gesamtmarkt prognostiziert der ZDK für das Jahr 2026 einen spürbaren Anstieg um 3,5 bis 4 Prozent auf 2,95 Millionen Neuzulassungen, davon eine Million Elektroautos und Plug-in-Hybride.
Entscheidend für die weitere Marktdynamik im Bereich der E-Mobilität ist die konkrete Ausgestaltung der im vergangenen Jahr angekündigten E-Auto-Prämie durch die Bundesregierung. „Mit einer wirksam ausgestalteten Förderung kann sich der positive Trend in diesem Jahr deutlich beschleunigen“, so Peckruhn. „Breitere Modellangebote – insbesondere in preisgünstigeren Segmenten –, sinkende Preisabstände zwischen Verbrennern und E-Autos sowie der kontinuierliche Ausbau der Ladeinfrastruktur werden die Nachfrage nachhaltig stärken.“
„Es braucht jetzt dringend eine klare Ankündigung der Bundesregierung“
Auch wenn die aktuellen Zahlen eine Stabilisierung zeigen, macht der Vergleich mit 2023 deutlich, dass der Hochlauf der Elektromobilität durch das Förderaus unter der Ampel-Regierung insgesamt ausgebremst wurde.

„Im Zwei-Jahresvergleich zeigt sich diese Ernüchterung und die Notwendigkeit zielgerichteter Förderimpulse: Rechnet man die stark gestiegenen Eigenzulassungen von Herstellern und Händlern bei den gewerblichen Zulassungen heraus, hat der E-Auto-Markt im Jahr 2025 lediglich wieder das Niveau von vor zwei Jahren erreicht. Im privaten Sektor hinken wir“, so Peckruhn. „Seit dem Förderstopp der alten Bundesregierung sind faktisch zwei Jahre verloren gegangen. Umso dringender braucht es jetzt eine klare Ankündigung der Bundesregierung, dass die E-Autoprämie für private Neuzulassungen ab sofort gilt, um einen echten und nachhaltigen Aufbruch der Elektromobilität in Deutschland sicherzustellen“, so Peckruhn abschließend.
Quelle: KBA – Pressemitteilung vom 06.01.2026 / ZDK – Pressemitteilung vom 06.01.2026








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