Kaufland besorgt weitere Elektro-Lkw für die Logistik

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Kaufland

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Die Supermarktkette Kaufland macht auf dem Weg der Elektro-Transformation im Lieferverkehr Tempo und setzt nun auch an seinem Logistikstandort in Barsinghausen die ersten Lkw unter Strom – mit der Initiative Electra, über die Kaufland in einer aktuellen Mitteilung informiert.

Drei verschiedene Modelle der Hersteller Renault, Volvo und Daimler Trucks beliefern demnach von hier aus künftig Filialen im Raum Hannover elektrisch. Zwei RT e-Tech von Renault sind bereits unterwegs, ein FH 42 Electric von Volvo dreht in Kürze ebenfalls seine lautlosen Runden. Der besonders innovative eActros 600 von Mercedes Benz soll die Test-Flotte, die dann bereits ein jährliches CO2-Einsparpotenzial von rund 5,5 Tonnen mit sich bringt, Anfang des kommenden Jahres komplettieren.

Zum Einsatz kommen dabei nicht nur elektrische Zugmaschinen, sondern zudem vollständig elektrische Kühlauflieger. Auch diese sind von unterschiedlichen Herstellern, um möglichst vielfältige Erkenntnisse aus dem Test zu gewinnen. Geladen wird zunächst an zwei mobilen Ladeeinheiten am Logistikzentrum in Barsinghausen. Perspektivisch plant Kaufland in Barsinghausen einen Ladepark analog dem bereits bestehenden im baden-württembergischen Möckmühl.

„Wir konnten bereits über ein halbes Jahr mit unserem E-Ladepark in Möckmühl Erfahrungen sammeln. Auf dieser Basis machen wir Machbarkeitsanalysen für all unsere Logistik-Standorte, um an weiteren Standorten E-Lkw einzusetzen und die Ladeinfrastruktur aufzubauen. Mit Barsinghausen beliefern wir nun von einem weiteren Standort aus einige unserer Filialen elektrisch und gehen damit den nächsten Schritt bei der nachhaltigen Transformation unserer Transportlogistik“, sagt Pascal Siegmund, Bereichsleiter Transportlogistik International bei Kaufland.

Das Pilotprojekt mit dem Titel Electra erfolgt in Zusammenarbeit mehrerer Unternehmen der Schwarz Gruppe. So stellt beispielsweise der Umweltdienstleister PreZero als eingesetzter Spediteur die Fahrer und wird erstmalig in der Belieferung der Kaufland-Filialen tätig. Koordiniert wird das Projekt von der Schwarz Logistik.

Wegweisendes Großprojekt und Branchenaustausch

Bereits Ende des vergangenen Jahres ist Kaufland mit einem ersten Projekt am Logistikstandort in Möckmühl gestartet und hat dort seinen ersten Ladepark mit acht Ladestationen eröffnet. Das Projekt gehört zu den größten in ganz Deutschland. Kaufland setzt dort acht E-Lkw bei der Filial-Belieferung ein.

Auf Einladung der Unternehmen der Schwarz Gruppe diskutierten Hersteller, Spediteure und Branchenexperten zudem Anfang Juni über die Dekarbonisierung der Transportlogistik. Der Future Day widmete sich der Frage: Wie gelingt die E-Transformation im Lieferverkehr? Das Format bot den idealen Rahmen, um die Diskussion innerhalb der Logistikbranche zu intensivieren. Nun lässt Kaufland den wichtigen Worten direkt den nächsten Schritt folgen.

Quelle: Kaufland – Pressemitteilung vom 01.08.2024

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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