Iran-Krise: Dieselkosten steigen monatlich um 1210 Euro pro Lkw

Iran-Krise: Dieselkosten steigen monatlich um 1210 Euro pro Lkw
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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Eine neue T&E-Analyse zeigt, dass die aktuelle Volatilität der Ölpreise die Kraftstoffkosten für Diesel in Deutschland um durchschnittlich 1210 Euro pro Lkw und Monat erhöhen wird. Damit steigen die Tankkosten für Diesel-Lkw 2,5-mal mehr als die Ladekosten von Elektro-Lkw. Laut T&E sind Diesel-Spediteure besonders anfällig für Schwankungen auf den Ölmärkten, da Kraftstoffkosten in der Regel etwa ein Drittel der Betriebskosten im Straßengüterverkehr ausmachen und viele Unternehmen mit Margen von nur 2 Prozent arbeiten.

E-Lkw sind von den Schocks am Ölmarkt unabhängiger und bieten besseren Schutz vor volatilen Kraftstoffpreisen. In Deutschland werden sich die monatlichen Energiekosten für E-Lkw voraussichtlich nur um 460 Euro erhöhen. Im Vergleich zu Diesel-Lkw ergibt das eine Ersparnis von insgesamt rund 1760 Euro. Es könnte sogar noch deutlich mehr gespart werden, wenn Spediteure den Energiebedarf aus dem Stromnetz senken, indem sie in eigene Solaranlagen und Batteriespeicher investieren.

Johanna Braun, Managerin E-Mobilität Lkw bei T&E Deutschland, sagt: „Die Iran-Krise zeigt wieder deutlich, wie anfällig Diesel-Lkw für Schocks am Ölmarkt sind. E-Lkw sind krisenfester und günstiger im Betrieb. Trotzdem versuchen europäische Hersteller ihren Hochlauf zu verzögern, indem sie die Flottengrenzwerte für Nutzfahrzeuge aufweichen wollen. Das würde nur die Massenproduktion und damit niedrigere Einkaufspreise für E-Lkw ausbremsen. Am Ende ist die Wirtschaft mit steigenden Logistikkosten konfrontiert. Europa muss schneller aus der fossilen Falle!“

Lkw tragen überproportional zum europäischen Ölbedarf bei. Fast 20 Prozent aller Ölimporte des Straßenverkehrs in der EU entfallen auf Lkw, obwohl sie nur 2 Prozent der Fahrzeuge ausmachen. Dadurch wirken sich globale Ölpreisschocks über den Güterverkehr schnell auf die europäische Wirtschaft aus.

Die Flottengrenzwerte für Nutzfahrzeuge könnten Europas Abhängigkeit von Ölimporten bis 2035 um 22 Prozent verringern. Dies würde Europa Einsparungen in Höhe von 28 Milliarden Euro bringen. Die jüngst abgeschwächten CO2-Flottengrenzwerte bergen die Gefahr, dass sich die Elektrifizierung verzögert und Europa länger von importierten fossilen Brennstoffen abhängt.

Quelle: T&E – Pressemitteilung vom 01.04.2026

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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