GM investiert 800 Millionen US-Dollar für E-Transporter-Werk in Kanada

GM investiert 800 Millionen US-Dollar für E-Transporter-Werk in Kanada
Copyright:

General Motors

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Der us-amerikanische Automobilkonzern General Motors (GM) will sein CAMI genanntes Werk in Kanada zu einer Produktionsstätte für Elektrotransporter umbauen. Dafür will GM 800 Millionen Dollar, umgerechnet gut 660 Millionen Euro, investieren. In dem Werk in Ingersoll, auf halber Strecke zwischen der US-Autostadt Detroit und der kanadischen Stadt Toronto gelegen, soll künftig der erst vor wenigen Tagen angekündigte Elektrotransporter BrightDrop EV600 montiert werden. Erste Auslieferungen sollen bereits Ende 2021 stattfinden.

Die Investition erfolge vorbehaltlich der Ratifizierung einer vorläufigen Vereinbarung mit der kanadischen Gewerkschaft Unifor und der Bestätigung der staatlichen Unterstützung. Die Arbeiten zur Umgestaltung des CAMI-Werkes haben dennoch bereits begonnen, wie GM mitteilt. General Motors baue damit die erste große Produktionsstätte für elektrische Lieferfahrzeuge in Kanada auf, so der Hersteller in einer aktuellen Mitteilung, und sichere Arbeitsplätze in dem Werk, wo aktuell noch der Mittelklasse-SUV Chevrolet Equinox vom Band läuft.

BrightDrop ist innerhalb von GM ein völlig neues Unternehmen, welches gewerblichen Kunden ein komplettes Ökosystem vernetzter und elektrifizierter Fahrzeuge und Dienstleistungen anbieten will, mit denen die Lieferung von Waren und Dienstleistungen von der ersten bis zur letzten Meile verbessert und nachhaltiger werden soll. Ziel ist es, B2B-Kunden dabei zu unterstützen, die Betriebskosten zu senken, Produktivität und Sicherheit sowie ihren CO2-Fußabdruck und ihre Nachhaltigkeitsanstrengungen zu verbessern. Zu den ersten Fahrzeugen von BrightDrop gehören die elektrische E-Palette EP1, eine Softwareplattform für das Flotten- und Asset-Management, sowie der leichte Nutztransporter EV600, mit dem die Ultium-Plattform von GM erstmals auf Nutzfahrzeuge ausgeweitet wird.

GM Canada führt derzeit Gespräche mit Ontario und den Bundesregierungen über seine neuen Investitionen und freue sich bereits darauf, nach der Ratifizierung des vorläufigen Abkommens von 2021 eng mit der Gewerkschaft Unifor zusammenzuarbeiten.

Quelle: General Motors – Pressemitteilung vom 15.01.2021

worthy pixel img
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

Analyse: Trumps Klimapolitik kostet US-Autofahrer Billionen

Analyse: Trumps Klimapolitik kostet US-Autofahrer Billionen

Michael Neißendorfer  —  

„Die Gewinner sind die Ölkonzerne, die Verlierer sind die Amerikaner selbst“, so das ICCT über die Entscheidung der USA, Klimavorgaben für Mobilität aufzuheben.

Bund macht 54 Millionen Euro für Wasserstoffzentrum in Bayern locker

Bund macht 54 Millionen Euro für Wasserstoffzentrum in Bayern locker

Michael Neißendorfer  —  

Das Wasserstoff Technologie-Anwenderzentrum (WTAZ) in Niederbayern soll seinen Fokus auf Anwendungen im Schwerlastverkehr und der Urban Air Mobility legen.

Milliardenverlust: Ford kämpft mit Trumps Zöllen und schleppenden E-Auto-Verkäufen

Milliardenverlust: Ford kämpft mit Trumps Zöllen und schleppenden E-Auto-Verkäufen

Tobias Stahl  —  

US-Autobauer Ford hat im vierten Quartal 2025 tiefrote Zahlen geschrieben. Ford-CEO Jim Farley erwartet für das laufende Jahr dennoch eine starke Performance.

VDA warnt vor „massiver Standortkrise“ in Deutschland und Europa

VDA warnt vor „massiver Standortkrise“ in Deutschland und Europa

Michael Neißendorfer  —  

Eine VDA-Umfrage zeigt: Nach Investitionen wandern nun Arbeitsplätze ins Ausland ab. Die Folgen könnten für die deutsche Autoindustrie schmerzhaft sein.

BYD: „Wir wollen an die Spitze der globalen Automobilindustrie“

BYD: „Wir wollen an die Spitze der globalen Automobilindustrie“

Joaquim Oliveira  —  

„Nur“ die weltweit führende Marke für Elektroautos zu sein, reicht BYD noch lange nicht. Der Konzern hat noch großes vor, so Vizepräsidentin Stella Li.

Salz statt Lithium: Eine neue Option für Batterien?

Salz statt Lithium: Eine neue Option für Batterien?

Sebastian Henßler  —  

Natrium-Ionen-Batterien gelten als mögliche Alternative zu Lithium. Warum Salzbatterien strategisch wichtig werden und was das für Europa bedeutet.

Stellantis streicht Dividende nach Elektro-Kurskorrektur

Stellantis streicht Dividende nach Elektro-Kurskorrektur

Tobias Stahl  —  

Die Opel-Mutter Stellantis muss infolge der Elektro-Kurskorrektur immense Verluste hinnehmen und wird in diesem Jahr keine Dividenden auszahlen.