Geely E2 Max im Test: Preiswerter Einstieg

Geely E2 Max im Test: Preiswerter Einstieg
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Geely

Stefan Grundhoff
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  —  Lesedauer 3 min

Die Preise für Elektroautos rutschen derzeit spürbar abwärts. Nachdem Marken wie Dacia oder Leapmotor die Preise bereits unter die 20.000-Euro-Marke gedrückt haben, zieht jetzt Geely mit seinem E2 nach. Ein solider City-Crossover für überschaubares Geld – reicht das für Geely in Europa?

Mit einer Länge von 4,14 Meter, Platz für bis zu fünf Personen und einem 375 Liter großen Laderaum tritt der neue Geely E2 direkt gegen den frischen VW ID. Polo an. Doch startet dieser in einer Sparausstattung bei knapp 25.000 Euro und kostet schnell deutlich jenseits der 30.000er-Marke, geht es beim chinesischen Gegenüber bei 5000 Euro weniger los.

Zugegeben ist die Basisversion namens Pro für einem Einstandspreis von 19.990 Euro mit einem 60 kW / 82 PS starken Elektromotor an der Hinterachse zurückhaltend motorisiert, doch der E2 ist auch in den Versionen Max (ab 23.990 Euro) und Ultra (ab 26.990 Euro) mit immerhin 85 kW / 115 PS im Programm, die die kleine 35-kWh-Batterie immerhin durch eine Variante mit 45 kWh ersetzen. Verlockend ist bei allen Varianten das Garantiepaket mit einer Laufzeit von acht Jahren bis 200.000 Kilometer.

Allzu viel Dynamik sollten Elektrofahrer von den 150 Nm maximalem Drehmoment nicht erwarten, denn trotz des kleinen Batteriepakets im Unterboden bringt der Geely E2 über 1,4 Tonnen auf die Waage. Dabei gefallen der niedrige Schwerpunkt und die präzise, aber zu leichtgängige Lenkung mehr als die schwächliche Höchstgeschwindigkeit. 130 km/h Maximaltempo sind nicht nur allzu wenig des Guten, sondern lassen auch wenig Sicherheitsreserven beim Zwischenspurt zum Überholen auf der Autobahn.

Noch schlapper ist mit 80 kW nur die maximal verfügbare Ladeleistung, die sich beim Basismodell sogar noch auf 60 kW reduziert. Da bleibt es ein schwacher Trost, dass sich der Geely E2 zumeist nur im urbanen Umfeld bewegen dürfte und seine Normreichweite mit 345 Kilometern angegeben ist. Der E2-Pro als Einsteiger muss sogar bereits nach 250 Kilometer wieder an die Ladesäule. Das Fahrwerk ist komfortabel, selbst auf betagtem Kopfsteinpflaster hat der China-Hecktriebler seine Qualitäten – und übersichtlich ist er auch.

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Preis und Serienausstattung machen gute Laune

Mehr gute Laune macht neben dem günstigen Basispreis die gute Serienausstattung und ein Platzangebot, das in dieser Klasse die meisten zufriedenstellen dürfte. Die Kunstledersitze sind dabei ebenso Geschmacksache wie die einschränkten Verstellmöglichkeiten der Frontsitze oder elektrische Fensterheber, die sich wie bei Leapmotor mit einer Schalterbewegung in entgegengesetzter Richtung bedienen lassen. Eine Sitzheizung wärmt allenfalls vorn, und die Lenkradheizung bleibt beim blassen Basismodell ebenfalls außen vor – schade. Doch wer will, bekommt bei der Ultra-Version unter anderem Details wie eine elektrische Heckklappe, Kameraaugen rundherum, schicken Zweifarb-Lack oder eine Ambientebeleuchtung, die mehr Farben als der Regenbogen offenbart.

Darüber hinaus trifft im Innenraum viel solide verarbeitetes Hartplastik auf zwei 8,8- und 14 Zoll große Displays, die etwas unübersichtlich über all das informieren, was am Steuer oder auf dem Beifahrersitz wichtig sein könnte. Die meisten nervenden Warntöne lassen sich mit etwas Eingewöhnung abstellen und die Navigationskarte ist größer als bei vielen anderen Modellen dieser Klasse.

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Der 375 Liter große Laderaum lässt sich nach Wunsch üppig erweitern – entweder durch den doppelten Ladeboden oder eine umlegbare Rückbank, die insgesamt mehr als 1320 Liter bringt sowie einen praktischen Frunk unter der Fronthaube, der für weitere 70 Liter Volumen sorgt. Doch letztlich macht beim Geely E2 eben doch der Preis die Musik.

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Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff ist seit frühester Kindheit ausgemachter Autofan. Die Begeisterung für den Journalismus kam etwas später, ist mittlerweile aber genau so tief verwurzelt. Nach Jahren des freien Journalismus gründete der Jurist 1994 das Pressebüro press-inform und 1998 die Beratungsfirma press-inform consult.

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