Sunwoda erwartet günstigere Festkörperbatterien aus China

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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 2 min

Fortschritte in der Batterietechnologie sollen die Kosten für Festkörperbatterien senken. Laut Sunwoda, einem chinesischen Batteriehersteller, wird erwartet, dass die Kosten für polymerbasierte Festkörperbatterien bis 2026 auf etwa 2 RMB (0,27 Euro) pro Wattstunde sinken. Das wäre ein ähnliches Preisniveau wie bei Semi-Solid-State-Batterien.

Sunwoda hat zum ersten Mal detaillierte Informationen über seine Fortschritte bei Festkörperbatterien veröffentlicht, wie CNEVPost in einem entsprechenden Artikel aufgreift. Diese Batterien gewannen an Bedeutung, nachdem Nio im Januar 2021 eine 150-kWh halbsolide Batterie für seinen ET7 vorgestellt hatte. Nach einigen Verzögerungen begann Nio im Mai dieses Jahres mit Testbetrieben und bietet die Batterie seit Juni in seinem Abo-Modell zur Miete an.

Bekannt ist von Nios Semi-Solid-State-Akkus, dass diese Zellen von Beijing WeLion New Energy Technology verwenden und eine Energiedichte von 360 Wh/kg aufweisen. Jedoch muss man anmerken, dass diese Art der Batterie derzeit noch zu teuer ist, um sie in Serie in E-Autos einzuführen. Nios Mitbegründer Qin Lihong erwähnte im Februar 2023, dass die Batterie allein etwa so viel kostet wie ein ET5, das günstigste Modell von Nio, das bei etwa 52.000 Euro startet.

Sunwodas Prognosen zufolge könnten die Kosten für eine 150-kWh-Festkörperbatterie bis 2026 auf etwa 39.000 Euro sinken. Das Unternehmen habe bereits Festkörperbatterien mit einer Kapazität von bis zu 20 Ah und einer Energiedichte von über 400 Wh/kg entwickelt. Derzeit errichtet das Unternehmen eine Produktionslinie für Festkörperbatterien und plant, bis 2026 die Massenproduktion mit einer Kapazität von bis zu 1 GWh zu erreichen. Zusätzlich arbeitet Sunwoda daran, die Energiedichte der Batterien durch die Verwendung von Lithium-Metall in der negativen Elektrode auf 500 Wh/kg zu erhöhen. Erste Labormuster sind bereits verfügbar.

Bis 2027 ist demnach geplant, Labormuster von Festkörperbatterien mit Energiedichten von über 700 Wh/kg fertigzustellen. Die Entwicklungen bei Festkörperbatterien könnten auch den Markt für Elektroautos gehörig umkrempeln. Mit niedrigeren Kosten und höheren Energiedichten würden Elektroautos erschwinglicher und attraktiver für ein breites Publikum.

Quelle: CNEVPost – Sunwoda expects all-solid-state battery costs to fall to levels near semi-solid-state batteries by 2026

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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