Wie Ford ein neues Batteriezentrum in den USA aufbaut

Wie Ford ein neues Batteriezentrum in den USA aufbaut
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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Ford hat große Pläne: Bis 2026 will der Autokonzern eine Produktionskapazität von zwei Millionen Elektroautos pro Jahr erreicht haben. Das entspricht gut der Hälfte des aktuellen weltweiten Absatzes des US-Unternehmens. Um ausreichend Batteriezellen für dieses Vorhaben zur Verfügung zu haben, baut Ford derzeit in Kentucky, USA, eine Batteriefabrik auf, genannt BlueOval SK Battery Park. Dafür nimmt Ford gemeinsam mit Batteriepartner SK On, die Anfang Oktober 2021 ausgegliederte Batteriesparte des südkoreanischen Unternehmens SK Innovation, gut 5,8 Milliarden US-Dollar in die Hand. In einer aktuellen Mitteilung informieren die beiden Unternehmen nun über den Baufortschritt.

Auf dem Gelände soll bereits im Jahr 2024 ein Schulungszentrum eröffnet werden, um die künftig gut 5000 Mitarbeiter in dem Werk auf ihre Arbeit vorbereiten zu können. Die Batteriefertigung für zukünftige Ford- und Lincoln-Elektroautos soll im Jahr 2025 starten, aktuell liege man voll im Zeitplan, so der Hersteller. Im Endausbau will Ford dazu in der Lage sein, mehr als 80 Gigawattstunden an Batteriekapazität pro Jahr produzieren können. „Der BlueOval SK Battery Park wird ein Herzstück der Elektrifizierung des nordamerikanischen Automarktes sein“, sagt Jee Dong-seob, Präsident und CEO von SK On.

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Auf dem gut sechs Quadratkilometer großen Gelände hat Ford laut eigener Aussage schon einiges in Gang gebracht: Es seien bereits gut 4,3 Millionen Kubikmeter Erdmaterial bewegt worden, was genug wäre, um 200 Fußballstadien zu füllen. Für einen soliden Untergrund hat Ford gut 283.000 Tonnen Gesteinsmaterial gelegt, was dem Gewicht von fast 1350 Lokomotiven entspricht, sowie gut 50.000 Kubikmeter Beton gegossen und fast 8000 Tonnen Baustahl errichtet. Doch wie die Fotos zeigen: Das war längst noch nicht alles. Es wird noch einiges an Beton und Stahl hinzukommen müssen, bevor die Zellproduktion starten kann.

Quelle: Ford – Pressemitteilung vom 05.12.2022

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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