70 Millionen Euro Förderung für europäisches Megawatt-Ladenetz für E-Lkw

70 Millionen Euro Förderung für europäisches Megawatt-Ladenetz für E-Lkw
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Volvo Trucks

Michael Neißendorfer
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Das Energieunternehmen Eon hat gemeinsam mit den Partnern Voltix und GreenWay eine Förderzusage der EU für das Infrastrukturprojekt HDV-E erhalten. Ziel des Projekts ist der Aufbau eines grenzüberschreitenden Megawatt-Ladenetzes für Elektro-Lkw, das die Elektrifizierung des europäischen Schwerlastverkehrs beschleunigen soll. Die Europäische Union will das Konsortium mit 70,3 Millionen Euro unterstützen.

Bis Herbst 2028 sollen entlang der wichtigsten europäischen Verkehrskorridore rund 330 Hochleistungs-Ladepunkte mit jeweils 1 Megawatt oder mehr an Ladeleistung entstehen. Sie basieren auf der Megawatt Charging System (MCS)-Technologie und verteilen sich auf 55 strategische Standorte in Deutschland, Österreich, Dänemark, Spanien, Frankreich, den Niederlanden, Schweden, Polen und Ungarn. Jeder Standort soll dabei mindestens vier Ladepunkte umfassen. Alle Ladestandorte werden rund um die Uhr öffentlich zugänglich sein, offenes Roaming unterstützen und einfache Bezahlmöglichkeiten bieten, so Eon in zugehöriger Mitteilung.

HDV-E zählt zu den derzeit größten europäischen Initiativen zur Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs. Das Megawatt-Laden stellt dabei einen entscheidenden technologischen Meilenstein dar: Es trägt dazu bei, dass Elektro-Lkw bei Reichweite, Ladezeit und Wirtschaftlichkeit mit Dieselfahrzeugen konkurrieren können – ein Schlüssel für den klimafreundlichen Umbau des Transportsektors. HDV-E unterstützt damit auch die europäischen Klimaziele und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit Europas im Logistikbereich.

„Nur mit Ladeleistungen im Megawatt-Bereich können elektrische Lkw in der Praxis das leisten, was heute Diesel schaffen. Mit HDV-E bauen wir die Infrastruktur, die diesen Schritt möglich macht. So wird aus Klimazielen Realität auf Europas Straßen“, kommentiert Timo Sillober, CEO von Eon Drive Infrastructure.

Louis Du Pasquier, Geschäftsführer von Voltix, einem Unternehmen von Vinvi Concessions erklärt: „Die Frage in Europa ist nicht mehr, ob dekarbonisierte Lastwagen elektrisch sein werden, sondern wann. Ein zuverlässiges Netz leistungsstarker Ladestationen für Lkw auf den wichtigsten europäischen Straßen ist entscheidend, um den Übergang zu elektrischen Fahrzeugen zu beschleunigen. Das HDV-E-Projekt wird einen wichtigen Beitrag leisten, diese Einschränkung zu überwinden.“

Das Projekt wurde im Rahmen der Alternative Fuel Infrastructure Facility (AFIF) zur Kofinanzierung ausgewählt. AFIF ist Teil des EU-Förderprogramms Connecting Europe Facility (CEF) und wird von der European Climate, Infrastructure and Environment Executive Agency (CINEA) verwaltet.

Quelle: Eon – Pressemitteilung vom 26.11.2025

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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