Fast jeder fünfte Neuwagen innerhalb der EU war in den ersten drei Monaten des Jahres ein reines Elektroauto, berichtet der europäische Herstellerverband ACEA in seinem Quartalsbericht. Während der Autoabsatz insgesamt vor allem durch einen starken März um etwa vier Prozent im Vorjahresvergleich zulegte, stieg der Absatz bei den E-Autos mit 15,2 Prozent überdurchschnittlich stark. „Der Markt wurde durch eine lebhafte Konsumentennachfrage gestützt, die durch neue und überarbeitete Steuervergünstigungen und Förderprogramme in den wichtigsten europäischen Ländern angekurbelt wurde“, schreibt ACEA.
Hybridautos, also Kombinationen aus Verbrenner- und Elektromotor ohne externe Auflademöglichkeit, machten in diesem Zeitraum 38,6 Prozent aller Neuzulassungen aus, wobei jedoch auch Mild-Hybride mit ihrer äußerst überschaubaren elektrischen Unterstützung dazugezählt werden. Plug-in-Hybride kamen auf 9,5 Prozent und ließen damit alleine bereits neue Dieselautos mit 7,7 Prozent hinter sich. Reine Benziner machten noch 22,6 Prozent des EU-weiten Neuwagenmarktes aus. Der Anteil von reinen Verbrennern sank somit im Vorjahresvergleich von 38,2 auf 30,3 Prozent.
Im ersten Quartal wurden knapp 547.000 neue batterieelektrische Autos zugelassen. Die vier größten Märkte in der EU, auf die zusammen mehr als 60 Prozent der Zulassungen von reinen Elektroautos entfallen, zeigten laut ACEA uneinheitliche Ergebnisse: Italien (+65,7 Prozent), Frankreich (+50,4 Prozent) und Deutschland (+41,3 Prozent) verzeichneten ein starkes Wachstum. Im Gegensatz dazu verzeichnete Belgien (-2,3 Prozent) einen leichten Rückgang.
Italien kehrt reinen Verbrennern den Rücken
Die Zahlen zeigten zudem, dass die Neuzulassungen von Hybrid-Autos in der EU auf fast 1,1 Millionen Einheiten stiegen, gestützt durch das Wachstum in Italien (+25,8 Prozent) und Spanien (+18,5 Prozent), wobei auch Deutschland (+7,4 Prozent) und Frankreich (+3,1 Prozent) positiv beitrugen. Die Zulassungen von Plug-in-Hybriden verzeichnen weiterhin ein Wachstum und erreichten in den ersten drei Monaten des Jahres gut 268.000 Einheiten. Dies wurde durch steigende Absatzzahlen in Schlüsselmärkten wie Italien (+110,1 Prozent), Spanien (+74,2 Prozent) und Deutschland (+19,3 Prozent) angetrieben.
Bis zum Ende des ersten Quartals gingen die Zulassungen von Benzinfahrzeugen indes um 18,2 Prozent zurück, wobei in allen wichtigen Märkten Rückgänge zu verzeichnen waren. Frankreich verzeichnete den stärksten Rückgang mit einem Einbruch der Zulassungen um 40,3 Prozent, während auch andere Schlüsselmärkte zweistellige Rückgänge verzeichneten: Italien (-18,6 Prozent), Spanien (-18,1 Prozent) und Deutschland (-16,1 Prozent). Auch der Markt für Dieselfahrzeuge setzte seinen Abwärtstrend fort, wenn auch in geringerem Tempo: Die Zulassungen gingen um 15,7 Prozent zurück.
Quelle: ACEA – Pressemitteilung vom 23. April 2026








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