Enel X installiert rund 300 Ladestationen in italienischen Häfen

Enel X installiert rund 300 Ladestationen in italienischen Häfen
Copyright:

shutterstock / Lizenzfreie Stockfotonummer: 660415294

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Enel X, der Geschäftsbereich der Enel-Gruppe für innovative Produkte und digitale Lösungen, und der italienischen Hafenverband (Assoporti), der die Hafenbehörden der Ostadria (Triest) zusammenführt, haben gemeinsam ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Ziel dieser angestrebten Zusammenarbeit ist die Förderung der Entwicklung der Elektromobilität durch die Schaffung einer umfassenden und modernen Ladeinfrastruktur, die sich den Kundenbedürfnissen anpasst.

In der Vereinbarung selbst ist die Installation von rund 300 Ladestationen in nationalen Häfen Italiens vorgesehen. Es steht hierbei schon fest, dass die Stationen für den öffentlichen Gebrauch zur Verfügung stehen werden und einen Multi-Vendor-Ladeservice bieten, der es den Kunden eines jeden Betreibers ermöglicht, aufzuladen. Enel X wird bei der Installation der Ladestationen die Federführung übernehmen. Zunächst werden Anträge auf Konzessionen in geeigneten Gebieten gestellt, die zuvor gemeinsam mit den Hafenbehörden ausgewählt werden.

„Elektromobilität erweist sich nicht nur in großen Ballungsräumen als erfolgreich: Mit dieser Vereinbarung wird sie zu einem wichtigen Instrument für diejenigen, die mit Elektrofahrzeugen in den Urlaub fahren wollen. Mit dieser Vereinbarung wird es möglich sein, Ihr Fahrzeug vor der Abfahrt zu einem Reiseziel oder vor der Rückkehr nach Hause aufzuladen. Wir sind sehr zufrieden mit dieser Partnerschaft, die es uns ermöglicht, unsere Technologie in die Docks der großen italienischen Häfen zu bringen“ – Alessio Torelli, Leiter von Enel X Italia

Anschließend übernimmt das Unternehmen die Installation, Aktivierung und Wartung der Ladestationen. Die Installation der rund 300 Ladestationen unterstützt den Geschäftsbereich der Enel-Gruppe, der sich bis 2020 vorgenommen hat rund 7.000 Stationen zu besitzen. Bis 2022 will man dies auf 14.000 Stationen verdoppelt haben. Zum Einsatz kommen soll ein Ladesystem, das aus Quick-Stationen (22 kW) in städtischen Gebieten und Fast-Stationen (50 kW) und Ultra Fast-Stationen (150 kW) für die Schnellladung von E-Autos in außerstädtischen Gebieten besteht.

Das städtische Gebührenerhebungsnetz wird das durch das von der Europäischen Kommission kofinanzierte Projekt EVA+ (Electric Vehicles Arteries) finanzierte außerstädtische System vervollständigen, das in drei Jahren die Installation von 180 Ladestationen entlang der außerstädtischen Strecken in Italien vorsieht. Im Jahr 2018 werden landesweit über 2.500 Ladestationen installiert.

„Der Verband hat sich auf die Nachhaltigkeit der Häfen konzentriert und die Forschung und Studien in diesem Bereich gefördert. Dieses Memorandum of Understanding bringt diese Bemühungen in die Praxis, mit gezielten Maßnahmen in den Häfen, um den Einsatz von Elektroautos zu fördern. Ich freue mich sehr über die Unterzeichnung dieses Abkommens, denn es wird einen Prozess der ökologischen Erneuerung auslösen“ – Zeno D’Agostino, Präsident von Assoporti

Quelle: Enel – The electric mobility solutions of Enel come ashore in the ports belonging to the Italian Ports Association

Worthy not set for this post
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in News

Kia EV4 im Test: Der Sparsame mit dem gewagten Hintern

Kia EV4 im Test: Der Sparsame mit dem gewagten Hintern

Daniel Krenzer  —  

Optisch ungewöhnlich, auch auf der Autobahn sehr sparsam und für seine Klasse sehr lang kommt der Kia EV4 daher. Wo liegen seine Stärken und Schwächen?

Diese 7 großen E-Autos haben ein starkes Preis-Reichweiten-Verhältnis

Diese 7 großen E-Autos haben ein starkes Preis-Reichweiten-Verhältnis

Daniel Krenzer  —  

Diese Elektroautos der Oberklasse und oberen Mittelklasse haben aktuell das beste Preis-Reichweiten-Verhältnis.

Smart #5 Summit: Zwischen Performance und Gelassenheit

Smart #5 Summit: Zwischen Performance und Gelassenheit

Sebastian Henßler  —  

Smart #5: In Porto fuhr ich die Brabus Performance Version, jetzt muss sich die Summit Edition im Alltag beweisen, wo Komfort, Nutzwert und 800 Volt zählen.

Welche Art Haushalt bevorzugt E-Auto und Plug-in-Hybrid fährt

Welche Art Haushalt bevorzugt E-Auto und Plug-in-Hybrid fährt

Michael Neißendorfer  —  

Das und einige andere interessante Daten zur Elektromobilität liefert eine aktuelle Auswertung des Statistischen Bundesamtes.

Bundesregierung streicht Zielmarke für Elektroautos

Bundesregierung streicht Zielmarke für Elektroautos

Daniel Krenzer  —  

15 Millionen Elektroautos sollten bis 2030 in Deutschland zugelassen sein. Im Zuge des „technologieoffenen“ Kurses streicht die Bundesregierung dieses Ziel nun.

Ein Auto, ein Lächeln, ein Name: Die Twingo-Story

Ein Auto, ein Lächeln, ein Name: Die Twingo-Story

Sebastian Henßler  —  

Ein Auto, das lächelt, ein Name, der bleibt: Wie Gotta Brands den Twingo benannte und warum Naming mehr mit Gefühl als mit Logik zu tun hat.

Tesla: Musk rechnet mit baldiger FSD-Freigabe in Europa und China

Tesla: Musk rechnet mit baldiger FSD-Freigabe in Europa und China

Tobias Stahl  —  

Elon Musk rechnet mit einer baldigen Freigabe seines Fahrassistenzsystems FSD in Europa und China. Dem Tesla-Chef zufolge könnte es im Februar soweit sein.