Laden von E-Autos bei EnBW wird bald günstiger

Laden von E-Autos bei EnBW wird bald günstiger
Copyright:

EnBW

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

Der Karlsruher Energieversorger EnBW hat angekündigt, einige seiner Preise senken zu wollen. Das betrifft auch die Ladepreise des deutschlandweit agierenden Ladestromanbieters EnBW mobility+, wo die neuen Preise bereits ab Dezember gelten sollen.

„In die Kalkulation des Ladepreises fließen viele Faktoren ein, unter anderem die Strombeschaffung, Netzentgelte, aber auch Investitionen in die Ladeinfrastruktur“, führt das Unternehmen in seiner Pressemitteilung aus. Offenbar haben sich die Rahmenbedingungen soweit verbessert, dass ein kleiner Preisvorteil auch an die Kunden weitergegeben werden soll.

Die Kosten an EnBW-Ladepunkten in den Ladetarifen S und M sinken demnach um jeweils drei Cent pro kWh auf 56 sowie 46 Cent pro kWh. Die monatliche Grundgebühr im Ladetarif L sinkt um sechs Euro auf 11,99 Euro, hier bleibt der Preis pro Kilowattstunde mit 39 Cent gleich. Das Laden an Ladepunkten anderer Anbieter ist ab 56 Cent pro kWh möglich – anstatt bislang ab 59 Cent pro kWh. Hier wird der Preis weiterhin individuell ausgewiesen.

Bis zum vergangenen Jahr galten die Preise mit der EnBW-Ladekarte noch einheitlich bei allen Roaming-Partnern, ehe durch eine Anpassung das Laden an Nicht-EnBW-Ladepunkten mit der Ladekarte des Anbieters mitunter deutlich teurer wurden. Die Ladepreise an den eigenen Ladepunkten gelten im Vergleich zu anderen Anbietern aber für viele E-Auto-Fahrer als eher attraktiv.

Blockiergebühren bleiben unberührt

Bei einer durchschnittlichen Lademenge von 3000 kWh pro Jahr sparen Kund:innen im Ladetarif M etwa 90 Euro (brutto), führt EnBW weiter aus. „Die Preise sinken im gleichen Umfang bei den EnBW mobility+ Business-Tarifen und liegen in allen Tarifen insgesamt im unteren Marktdurchschnitt“, heißt es. Die Business-Tarife liegen dann bei 47,06 Cent (S), 38,66 Cent (M) sowie 32,77 Cent (L) an EnBW-Ladepunkten. Die Blockiergebühren bleiben jedoch weiterhin rund um die Uhr bestehen. Hier wünschen sich viele Kunden eine flexiblere Regelung je nach Tageszeit oder Standortauslastung, auch der Automobilverband VDA mahnt, dass Blockiergebühren gerade in den Nachtstunden gänzlich abgeschafft werden sollten.

Die Zusammensetzung von Ladepreisen und Strompreisen für den Haushalt lassen sich nicht direkt miteinander vergleichen – dennoch könne die EnBW nun auch im E-Mobilitätsbereich die Preise senken. Dirk Güsewell: „In jedem unserer Ladetarife sinken die Preise. Mit der erheblichen Senkung der Grundgebühr im L-Tarif möchten wir zusätzlich ein Signal der Entlastung an Viel-Fahrer:innen senden.“

Quelle: EnBW – Pressemitteilung vom 5. November 2025

worthy pixel img
Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto laden

Iran-Konflikt trifft Benziner fünfmal stärker als E-Autos

Iran-Konflikt trifft Benziner fünfmal stärker als E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

Pro 100 Kilometer wird der Benziner um fast vier Euro teurer. Beim E-Auto fällt die Mehrbelastung wegen des Krieges in Iran deutlich niedriger aus.

XCharge Europa-Chefin: „Schnellladen braucht Zuverlässigkeit“

XCharge Europa-Chefin: „Schnellladen braucht Zuverlässigkeit“

Sebastian Henßler  —  

Warum Zuverlässigkeit wichtiger ist als maximale Ladeleistung. XCharge Europa-Chefin Albina Iljasov erklärt die Technik hinter modernen HPC-Ladenetzen.

Kostenfalle Gaskraftwerke: bis zu 67 Cent je Kilowattstunde Strom

Kostenfalle Gaskraftwerke: bis zu 67 Cent je Kilowattstunde Strom

Michael Neißendorfer  —  

Die von der Bundesregierung geplanten neuen Gaskraftwerke sind eine der teuersten Optionen für die Versorgungssicherheit, so eine aktuelle Studie.

Großteil der Autohalter will E-Auto zu Hause laden können

Großteil der Autohalter will E-Auto zu Hause laden können

Laura Horst  —  

Viele Autohalter in Deutschland erwägen einen Elektroautokauf nur, wenn sie es zu Hause laden können, statt auf die öffentliche Infrastruktur zurückzugreifen.

Ladeinfrastruktur an Rasthöfen kann nun schöner und besser werden

Ladeinfrastruktur an Rasthöfen kann nun schöner und besser werden

Daniel Krenzer  —  

Wegen eines Rechtsstreits stockte der Ausbau von Ladeinfrastruktur an deutschen Rasthöfen seit Jahren. Doch das Urteil schafft nun endlich Klarheit.

Wie die eTrucker App Ladekosten im Fernverkehr senkt

Wie die eTrucker App Ladekosten im Fernverkehr senkt

Sebastian Henßler  —  

Wo lädt ein Elektro-Lkw zuverlässig im Fernverkehr. eTrucker bewertet Europas Schnellladestationen und schafft Transparenz für Flotten.

Fallstudie: Wie Suntec PV, Speicher und Laden verbindet

Fallstudie: Wie Suntec PV, Speicher und Laden verbindet

Sebastian Henßler  —  

Photovoltaik allein reicht oft nicht mehr aus. Unternehmen müssen Strom erzeugen, speichern und verteilen. Wir zeigen, wie komplex Energiesysteme werden.