EnBW hebt Ladepreise im Schnitt um 27 Prozent an

EnBW hebt Ladepreise im Schnitt um 27 Prozent an
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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 3 min

So wie bisher, mit den aktuellen Ladestrom-Preisen und der aktuellen Tarifstruktur, kann es aufgrund der hohen Kosten für die Beschaffung des Stroms an den Ladesäulen nicht weiter gehen. Dessen musste sich auch die EnBW bewusst werden und wird daher die Preise ab dem 17. Januar 2023 im Schnitt um 27 Prozent anheben. Drei Ladetarife werde es dann noch geben, welche zu unterschiedlichen Preisen beim Laden führen.

Ab 17. Januar 2023 gelten die drei neuen EnBW mobility+ Ladetarife S, M und L. In allen drei Tarifen gelten einheitliche Kilowattstundenpreise für Normal- und Schnellladen. Wie die Betreiberin der größten Schnellladenetze Deutschlands und Österreichs zu verstehen gibt wird es günstigere Preise für das Laden an EnBW-eigenen Ladepunkten geben. Das Laden an allen anderen Ladestationen wird teurer.

EnBW

Insgesamt steigen die Kilowattstundenpreise im Schnitt um 27 Prozent aufgrund der anhaltend hohen Beschaffungskosten im Strommarkt. EnBW versucht dies zu kaschieren, in dem der Vorteil eines einheitlichen Kilowattstundenpreises für Normal- und Schnellladen in den Vordergrund der Kommunikation gestellt wird. Gleichzeitigt gibt man zu verstehen, dass man das Laden damit einheitlich gestalte. Auch in Hinblick darauf, „ob für normales oder schnelles Laden, ob im In- oder Ausland, ob morgens oder abends, ob wochentags oder feiertags“, der Strom benötigt wird. Gerade der Hinweis auf die Tageszeiten könnte auf Teslas Supercharging-Netzwerk abzielen, die entsprechende Überlegungen zum zeitlich günstigeren Laden in Betracht ziehen. Beziehungsweise teilweise schon umsetzen.

Die EnBW führt aus, dass die neuen Ladetarife S und M den bisherigen Standard- und Viellader-Tarif ablösen. Kund:innen werden automatisch in den jeweiligen neuen Tarif überführt und individuell darüber informiert. Neu hinzu kommt der EnBW mobility+ Ladetarif L. Dieser berücksichtigt, dass Autofahrer:innen zunehmend lange Strecken elektrisch fahren und entsprechend häufiger öffentlich laden.

Im Detail wird unterschieden zwischen:

  • Ladetarif S für weniger als dreimal monatlich laden: 61 ct/kWh an EnBW-Ladepunkten und 65 ct/kWh bei anderen Betreibern; ohne Grundgebühr
  • Ladetarif M ab dreimal monatlich laden: 49 ct/kWh an EnBW-Ladepunkten und 57 ct/kWh bei anderen Betreibern; Grundgebühr 5,99 Euro/Monat
  • Ladetarif L ab sechsmal monatlich laden: 39 ct/kWh an EnBW-Ladepunkten und 50 ct/kWh bei anderen Betreibern; Grundgebühr 17,99 Euro/Monat

Zur Einordnung der eigenen Belastung führt die EnBW aus, dass sich die Beschaffungskosten für Strom sich in den vergangenen Monaten massiv erhöht haben. Diese halten sich trotz sinkender Tendenz auf einem etwa doppelt so hohen Niveau im Vergleich zum Vorjahr. Wie das Unternehmen zu verstehen gibt würde man trotz der neuen Preisen beim Schnellladen weiterhin unter dem Marktdurchschnitt liegen. Insgesamt betrachtet bewegen sich die neuen Preise im Marktmittelfeld, beim Normalladen darüber.

Quelle: EnBW – Pressemitteilung

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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