Seit dem Start des Electra-Deutschlandgeschäfts im vergangenen Jahr ist der Ausbau zügig vorangekommen. Mittlerweile sind bundesweit bereits 15 Ladeparks in Betrieb, bis zum Jahresende soll diese Zahl auf über 90 steigen. Für die Folgejahre ist eine Ausweitung auf mehrere Hundert Standorte vorgesehen. Dabei verfolgt das Unternehmen keinen rein flächengetriebenen Ansatz. Stattdessen liegt der Fokus auf Standorten, die sich in bestehende Alltagsabläufe integrieren lassen, etwa im Umfeld von Einzelhandel oder Dienstleistungen, wo Ladezeiten sinnvoll genutzt werden können, wie aus einer aktuellen Mitteilung des Unternehmens hervorgeht.
Mit zunehmender Netzgröße rückt die technische Ausgestaltung der Standorte stärker in den Mittelpunkt. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist der erste deutsche Ladepark mit stationärem Batteriespeicher, der in Berlin-Wedding in Betrieb gegangen ist. Solche Speicherlösungen sind bislang noch selten, gelten jedoch als Schlüssel, um hohe Ladeleistungen auch dort bereitzustellen, wo die verfügbare Netzanschlussleistung begrenzt ist. Für das Jahr 2026 plant Electra, über mehrere Standorte hinweg Batteriespeicher mit einer Gesamtkapazität von rund 20 Megawattstunden zu installieren.
Ziel dieser Investitionen ist es, Lastspitzen abzufedern und die Ladeleistung planbarer zu machen. Gerade in urbanen Räumen oder an stark frequentierten Standorten wächst der Bedarf schneller als die Netzinfrastruktur. Speicher können hier als Puffer dienen und dazu beitragen, dass Schnellladen auch bei steigender Nachfrage stabil bleibt. Aus Sicht des Unternehmens steht dabei weniger der technologische Vorzeigeeffekt im Vordergrund als die praktische Verlässlichkeit im täglichen Betrieb.
Ein Blick auf die Entwicklung außerhalb Deutschlands zeigt, dass dieser Fokus Teil einer übergeordneten Strategie ist. Electra ist inzwischen in zehn europäischen Ländern aktiv und hat sein Netz im vergangenen Jahr deutlich erweitert. Parallel zum Wachstum stieg die Nutzung spürbar an, während die Verfügbarkeit des Netzes auf hohem Niveau blieb. Solche Kennzahlen gewinnen an Bedeutung, da sie darüber entscheiden, ob Ladeinfrastruktur im Alltag als verlässlich wahrgenommen wird oder nicht.
In den kommenden zwei Jahren soll das Netz gezielt auf Massennutzung vorbereitet werden. Geplant sind größere Ladeparks mit höherer Leistung, die sowohl dem zunehmenden Individualverkehr als auch neuen Nutzungsszenarien gerecht werden. Dazu zählt insbesondere der Ausbau von Angeboten für Unternehmensflotten. Laden soll stärker in bestehende Mobilitäts- und Logistikkonzepte eingebettet werden, statt als separate Lösung zu fungieren. Für das Jahr 2026 strebt Electra zudem die operative Profitabilität an, um weiteres Wachstum wirtschaftlich abzusichern.
Aus Managementsicht markiert diese Phase den Übergang von schnellem Ausbau hin zu strukturellem Wachstum. Mit zunehmender Größe gehe eine Verantwortung für stabile Prozesse, wirtschaftliche Disziplin und verlässlichen Betrieb einher. Künftiges Wachstum soll daher verstärkt über Partnerschaften im B2B-Bereich sowie über Markenpräferenz erzielt werden, um Schnellladen als festen Bestandteil moderner Mobilität zu etablieren.
Quelle: Electra – Pressemitteilung








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