Electrify-America-Versuch: Nur noch maximal 85 Prozent Ladung

Electrify-America-Versuch: Nur noch maximal 85 Prozent Ladung
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Electrify America

Laura Horst
Laura Horst
  —  Lesedauer 2 min

Seit Anfang Juli läuft im US-Bundesstaat Kalifornien ein Pilotprojekt: Die VW-Tochter Electrify America lässt an ihren Ladesäulen nur noch eine maximale Akkuladung von 85 Prozent zu, dann stoppt der Ladevorgang automatisch. Dadurch sollen lange Warteschlangen an den Ladesäulen reduziert werden, vor allem zu hochfrequentierten Zeiten. Getestet wird das eingeschränkte Laden zunächst an zehn von insgesamt 950 Ladesäulen im Bundesstaat.

Da auf Kaliforniens Straßen besonders viele Elektroautos rollen, lassen sich Wartezeiten an der Ladesäule kaum vermeiden. Gegenwärtige Akkus laden ab 80 Prozent Ladung mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit, sodass für die letzten 15 bis 20 Prozent eine halbe Stunde oder sogar eine Stunde nötig sind. Im Vergleich dazu kann in derselben Zeit ein Fahrzeug von 10 auf 80 Prozent aufgeladen werden.

Für den verkürzten Ladeprozess spielt es keine Rolle, zu welchem Zeitpunkt ein Kunde laden möchte und ob eine Warteschlange vorhanden ist. Die Ladesäulen sind so programmiert, dass der Ladevorgang generell bei 85 Prozent Akkuladung stoppt. Anschließend haben die Kunden zehn Minuten Zeit, um die Station freizugeben, andernfalls wird eine Strafgebühr fällig. Getrickst werden kann an der Ladesäule nicht: Wenn ein Kunde den Stecker zieht und erneut einstöpselt, erkennt die Ladestation, dass bereits 85 Prozent Ladung vorhanden sind und startet keinen neuen Ladevorgang.

Zunächst befindet sich die neue Funktion lediglich in einer Testphase. Ob sie in weitere Ladesäulen integriert wird, ist derzeit noch offen. Dabei soll auch das Feedback der Kunden mitentscheiden.

Quelle: Auto Motor und Sport – Electrify-America-Ladesäulen stoppen automatisch

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