Event trotzt den Wetter-Kapriolen: So war der E-Cannonball 2025

Event trotzt den Wetter-Kapriolen: So war der E-Cannonball 2025
Copyright:

E-Cannonball

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 4 min

Der E-Cannonball hat sich in der deutschen Elektromobilitätsszene längst zu einem der wichtigsten Events des Jahres entwickelt. Und auch in diesem Jahr sorgte das mehr als 100 Teilnehmer starke Feld mit spannenden Elektrofahrzeugen jeglicher Art für viel Aufsehen. Im Vergleich zu den Vorjahren gab es dabei einige Änderungen, so wurden erstmals an zwei Tagen nennenswerte Etappen gefahren, wobei der erste Tag mit einem Community-Abend abgeschlossen wurde, der auch für Besucher offenstand. Aus dem geplanten großen Informationstag in der Düsseldorfer Innenstadt wurde jedoch nichts.

Monatelang war von den Veranstaltern um Arnie und „Doc Tesla“ Ove Kröger alles vorbereitet worden, um auf dem zentral gelegenen Gustaf-Gründgens-Platz die Fahrzeuge auszustellen, Gespräche mit den Teilnehmern zu ermöglichen und zudem einige Stände zur Information über die Elektromobilität anzubieten. Am Samstagvormittag um 10 Uhr sollte es dort losgehen, doch etwa eine Stunde vorher zog eine nasskalte Wetterfront über die Stadt. Es stürmte zwar nur wenige Minuten, doch das dermaßen intensiv, dass auf dem Platz die bereits aufgebauten Stände herumgewirbelt wurden und es glücklicherweise nur zu Materialschäden kam. Allerdings war so viel beschädigt, dass die Veranstaltung dort abgesagt werden musste.

Veranstalter beweist Improvisationstalent

Doch das Organisationsteam bewies sich vielleicht so sehr wie nie zuvor als eingespielte Truppe voller Improvisationstalente, denn der Start wurde kurzerhand ans Hotel in Neuss verlegt, in dem die Abendveranstaltung und der Start am Sonntag geplant war und wo sowieso die meisten Teams übernachteten. Und so gingen etwa ab 12.30 Uhr mit leichter Verzögerung die Teams von dort aus an den Start des ersten Tages.

Beim E-Cannonball geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern darum, die meisten Punkte zu sammeln. Die gibt es zum einen für das Passieren von Checkpunkten, zum anderen durch die verschiedensten Arten von Aufgaben und Wettstreiten – vom heißen Draht über gezielte Abbremsmanöver bis hin zu Zielwerfen aus dem fahrenden Elektrofahrzeug.

Davon war dieses Mal eine enorme Vielfalt am Start. Neben den unterschiedlichsten Modellen an Elektroautos (vom Dacia Spring bis zum Rolls-Royce Spectre) gingen auch Elektro-Biker an den Start. Zudem fuhren zwei E-Lkw mit. Ein Highlight für die Zuschauer waren aber sicher wieder die sogenannten Heroes, wobei es sich um einstige Verbrennerfahrzeuge handelt, die zu Elektroautos umgebaut wurden. Die Strecken führten am Samstag mitten durch den Pott, am Sonntag wurde es mit Abstechern ins Bergische Land und Sauerland ländlicher, das Ziel befand sich am großartigen Ladepark Seed and Greet in Hilden. Im Starterfeld befanden sich auch wieder zahlreiche in der Szene prominente Gesichter.

Bloch, Karatsonyi und Bangulas am Start

Die Ergebnisse sind auf der Homepage des E-Cannonball zu finden. Unter „Startaufstellung 2025“ finden sich die zugehörigen Infos zu den Fahrzeugen. Zwei kleine eigene Wettstreite im Gesamtwettbewerb lieferten sich zum einen das Team „Carmaniac“ mit den als Autotester bekannten Christopher Karatsonyi und Alexander Bloch im Spectre sowie die Brüder Alex und Albert Bangula im Elektro-Camper, bekannt von Grip und Carbonify.

Hier zeigte sich, dass ein gut eine halbe Million teures Auto alleine nicht ausreicht, um beim E-Cannonball zu gewinnen, denn die Bangula-Brüder setzten sich am Ende durch. Allerdings hatte Bloch am Samstag dem Vernehmen nach auch mit Migräne zu kämpfen. Im zweiten Extra-Duell trat Veranstalter Ove Kröger auf dem E-Bike gegen den E-Bike-Influencer Marc Travels an. Auch wenn die Punktzahl von Ove am Ende im Gesamtfeld eine der besten war, reichte es am Ende nicht gegen den Weltumrunder.

Daniel Krenzer

Auch im kommenden Jahr soll wohl wieder ein E-Cannonball stattfinden, auch wenn dazu weitere Details noch nicht bekannt sind. Die Informationen wird es voraussichtlich wieder scheibchenweise auf dem zugehörigen Youtube-Kanal geben. Wer mitmachen will, muss sich in der Regel im Frühjahr mit einem Video bewerben. Eines wurde am vergangenen Wochenende trotz der anfänglichen Wetterkapriolen klar: Dabei sein ist alles, und im Fall des E-Cannonballs lohnt es sich für Fans der Elektromobilität besonders.

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Events

VW ID.3 GTI: Der stärkste GTI aller Zeiten kommt 2027

VW ID.3 GTI: Der stärkste GTI aller Zeiten kommt 2027

Sebastian Henßler  —  

Der VW ID.3 GTI wird mit 240 kW zum stärksten Serien-GTI der Geschichte. Erstmals treibt ein Heckantrieb den Sportwagen an. Start 2027.

Range Rover Electric: Kompromisslos unter Strom

Range Rover Electric: Kompromisslos unter Strom

Sebastian Henßler  —  

Der Range Rover Electric, das Elektro-Flaggschiff der Marke: 118,5 kWh Batterie, 800-Volt, 600 Kilometer WLTP und die volle Geländetauglichkeit samt Wattiefe.

Fünf Jahre später: Zurück im Hotel Ritter Durbach

Fünf Jahre später: Zurück im Hotel Ritter Durbach

Sebastian Henßler  —  

Zwischen Schloss Staufenberg, Weinbergen und Spa auf drei Etagen: ein Wochenende im Hotel Ritter Durbach, elektrisch unterwegs mit dem Auto und dem E-Bike.

Fahrbericht des Volvo EX60: Zurückhaltung als Stilmittel

Fahrbericht des Volvo EX60: Zurückhaltung als Stilmittel

Sebastian Henßler  —  

Volvo verspricht mit dem EX60 das Ende von Reichweitenangst, Ladestress und Aufpreis. Ein erster Test, was von diesem Versprechen im Alltag bleibt.

Xpeng L03: Kompaktes SUV-Coupé startet ab 35.600 Euro

Xpeng L03: Kompaktes SUV-Coupé startet ab 35.600 Euro

Sebastian Henßler  —  

Xpeng bringt mit dem L03 ein kompaktes SUV-Coupé nach Deutschland, das ab 35.600 Euro startet und auch eine deutlich breitere Käuferschicht erreichen soll.

VW ID. Cross: Neues Kompakt-SUV ab rund 28.000 Euro

VW ID. Cross: Neues Kompakt-SUV ab rund 28.000 Euro

Sebastian Henßler  —  

Volkswagen erweitert seine elektrische Modelloffensive um den ID. Cross. Das Kompakt-SUV startet im Herbst ab rund 28.000 Euro und ergänzt den ID. Polo.

MG Go!: Elektro-Kompaktwagen kommt 2027 in Serie

MG Go!: Elektro-Kompaktwagen kommt 2027 in Serie

Sebastian Henßler  —  

Mit dem MG Go! für den unaufgeregten Alltag und dem visionären Cyber Concept verfolgt MG eine bewusste Zwei-Modell-Strategie, basierend auf Kundenfeedback.