Pendeln mit dem E-Auto: Daheim-Lader zahlen 70 Prozent weniger für Treibstoff als Verbrenner-Fahrer

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Michael Neißendorfer
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65 Prozent der Deutschen fahren laut Statistischem Bundesamt mit dem Pkw zur Arbeit. Wer dabei auf einen elektrischen Antrieb setzt, kann die Haushaltskasse spürbar entlasten, so eine aktuelle Analyse von Eon, die die Pendelkosten von deutschen Autofahrerinnen und -fahrern unter Berücksichtigung typischer Pendeldistanzen von Angestellten und verschiedener Ladeverhalten untersucht hat.

„Die Analyse unserer Datenexpertinnen und -experten zeigt deutlich: Das E-Auto hat für Pendlerinnen und Pendler sowohl bei den Antriebskosten als auch ökologisch die Nase klar vorn. Wer zuhause lädt, spart bei gleicher Pendelstrecke nahezu 50 Prozent der Energiekosten ein. Nutzt man intelligente Tarife mit Nachtladebonus steigt die Ersparnis auf typischen Pendelstrecken sogar auf bis zu 70 Prozent. Damit bleiben jedes Jahr mehrere Hundert Euro mehr im Portemonnaie und das Klima profitiert durch weniger CO2-Emissionen“, so Filip Thon, CEO von Eon Deutschland.

Vielfahrer mit smartem Ladetarif können 1650 Euro jährlich sparen

Die Möglichkeit an der eigenen Wallbox zu laden, hat ein Großteil der E-Mobilisten: Laut Fraunhofer Institut erfolgen rund 82 Prozent der Ladevorgänge zuhause. 30 Prozent der deutschen Arbeitnehmerinnen und -nehmer pendeln zwischen zehn und 25 Kilometer zu ihrem Arbeitsplatz. Für diese Distanz fallen bei einer Fünf-Tage-Woche in Präsenz mit einem Verbrenner durchschnittlich 1037 Euro pro Jahr an Treibstoffkosten an.

E-Autofahrerinnen und -fahrer mit Lademöglichkeit zuhause und innovativem Tarif können diese Kosten auf gut 300 Euro senken und sparen somit fast 735 Euro jährlich ein. Und selbst wer einen klassischen Tarif nutzt, senkt die Antriebskosten um fast 500 Euro im Vergleich zum Verbrenner.

Eon / Jährliche Stromkosten auf dem Arbeitsweg

Interessant ist der Kostenvergleich insbesondere für Vielfahrerinnen und -fahrer: Rund fünf Prozent der deutschen Pendler legen täglich 50 Kilometer einfache Strecke oder sogar mehr zur Arbeit zurück. Daheim-Lader, die den Nachtladebonus nutzen, der bei Eon bis zu 240 Euro beträgt, sparen ab dieser Distanz über 1650 Euro Energiekosten jährlich im Vergleich zum Verbrenner.

24 Prozent der E-Autofahrer laden am Arbeitsplatz kostenlos

Doch nicht nur wer daheim laden kann, spart beim elektrischen Pendeln: Sehr attraktiv ist auch das Laden am Arbeitsplatz. Bei einem üblichen Kilowattstundenpreis von 0,33 Euro liegen die Kosten für das Laden beim Arbeitgeber bei 559 Euro pro Jahr und somit rund 480 Euro unter den Tankkosten. Laut einer Eon Umfrage haben 46 Prozent der berufstätigen E-Mobilisten die Möglichkeit, das Auto am Arbeitsplatz zu laden – und 24 Prozent sogar gänzlich kostenlos, sie müssen entsprechend für ihren Pendel-Weg gar keine Kosten aufwenden.

Selbst wer sein E-Auto ausschließlich an öffentlichen AC-Ladestationen laden kann, kommt auf etwa 914 Euro Antriebskosten jährlich und ist mit ca. 120 Euro im Plus weiterhin im Vorteil. Lediglich bei der ausschließlichen Nutzung von öffentlichen Schnellladestationen mit 150 Kilowatt und mehr fallen die Kosten höher aus als beim Verbrenner, sofern kein passender Vielfahrerladetarif mit niedrigeren Kilowattpreisen genutzt wird.

Smarte Tarife helfen beim Sparen

E-Auto-Fahrer, die daheim laden, können den Ladevorgang als sogenannte Flexibilität nutzen – und dabei spürbar finanziell profitieren. Unter einer Flexibilität versteht man größere Energieverbräuche, die ohne Komfortverlust zeitlich verschoben werden. In der Praxis funktioniert das so: Mit einem speziellen Tarif wie jenem von Eon verbinden E-Mobilisten ihr Auto zunächst wie gewohnt beim Nachhausekommen mit der Wallbox – der Ladevorgang startet jedoch nicht sofort, sondern gemanaged zum für das Energiesystem optimalen Zeitpunkt in der Nacht und wenn Strom besonders günstig ist. Morgens steht dann wie gewohnt das geladene Elektroauto bereit.

CO₂-Einsparungen: Klare Umweltvorteile des E-Autos

Neben den Kosteneinsparungen beim Arbeitsweg tragen Nutzerinnen und Nutzer von Elektroautos auch zu einer deutlichen Verringerung der CO₂-Emissionen bei. Bei der häufigsten Pendeldistanz in Deutschland (zehn bis 25 Kilometer) werden mit dem Verbrenner gut 1,9 Tonnen CO2 pro Jahr emittiert. Das entspricht einem Fünftel des durchschnittlichen CO2-Fußabdrucks einer Person in Deutschland.

Diese Emissionen können durch den Umstieg auf ein E-Auto und das Laden mit Ökostrom komplett vermieden werden. Geladen mit dem deutschen Strommix lägen die Emissionen beim E-Auto immer noch bei nur etwa 382 kg CO2 pro Jahr – das entspricht lediglich 20 Prozent der CO₂-Emissionen eines Verbrenners.

Quelle: Eon – Pressemitteilung vom 05.11.2025

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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