E-Auto-Förderung: Bereits mehr als 50.000 Anträge

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Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
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Die aktuelle E-Auto-Förderung der Bundesregierung stößt offenbar auf großes Interesse. Laut eines Berichts der FAZ mit Informationen der Deutschen Presseagentur wurden inzwischen bereits mehr als 50.000 Förderanträge gestellt. Verkehrsminister Patrick Schnieder (SPD) wertet dies als klar positives Signal für den Hochlauf der Elektromobilität in Deutschland. „Die Zahlen zeigen, dass die soziale Staffelung des Förderprogramms wirkt“, sagte er zudem. Denn eine große Zahl an Haushalten mit weniger als 45.000 Euro Jahreseinkommen habe die Prämie bereist beantragt – Käuferkreise, die sich bislang eher selten für ein E-Auto entschieden haben.

Seit Mai können Käufer die neue Förderung beantragen. Unterstützt werden vor allem reine Elektroautos, teils aber auch Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Range-Extender. Die Bundesregierung verfolgt damit das Ziel, die Elektromobilität weiter zu beschleunigen und gleichzeitig die Automobilindustrie im Transformationsprozess zu stabilisieren.

Aus Sicht des Verkehrsministeriums zeigt die hohe Zahl der Anträge, dass die Nachfrage nach Elektroautos weiterhin vorhanden ist. Gerade nach dem abrupten Ende der früheren Umweltprämie Ende 2023 galt es als offen, wie schnell sich der Markt wieder erholen würde. Tatsächlich haben batterieelektrische Fahrzeuge zuletzt wieder deutlich Marktanteile zurückgewonnen.

Meinungen gehen auseinander

Allerdings gibt es rund um die neue Förderung durchaus unterschiedliche Einschätzungen. Kritiker verweisen darauf, dass staatliche Kaufprämien nicht zwangsläufig vollständig beim Kunden ankommen. So zeigen Analysen des Center Automotive Research (CAR), dass viele Automobilhersteller ihre Rabatte auf Elektroautos zuletzt reduziert haben. Dadurch könnten Teile der Förderung indirekt durch geringere Nachlässe kompensiert werden.

Genau diese Entwicklung hatte zuletzt auch innerhalb der Branche für Diskussionen gesorgt. Händler äußerten sich teils zurückhaltend zur Wirkung der neuen Förderung, berichteten von kaum gestiegener Nachfrage. Offenbar konnten vor allem kleinere und neuere Hersteller von der Prämie besonders stark profitieren – unter anderem aus China. Entsprechend unterschiedlich fällt derzeit die Bewertung des Programms aus: Während das Bundesverkehrsministerium die hohe Zahl an Förderanträgen als Erfolg interpretiert, sehen andere Marktbeobachter die Wirkung der Prämie differenzierter.

Unabhängig davon zeigt sich jedoch, dass die Elektromobilität in Deutschland weiter an Bedeutung gewinnt. Neben staatlichen Anreizen spielen dabei inzwischen zunehmend auch Faktoren wie niedrigere Betriebskosten, neue Modellangebote, Fortschritte bei der Ladeinfrastruktur sowie strengere CO₂-Vorgaben eine wichtige Rolle. Die monatlichen Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes im Verlauf des weiteren Jahres werden in diesem Zusammenhang interessant sein.

Quelle: FAZ – Mehr als 50.000 Anträge auf Förderung

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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