Deloitte-Studie: Deutsche kaufen E-Autos, solange Strompreis nicht weiter steigt

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Iris Martinz
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Die Deutschen lieben Elektroautos! Weltweit ist das Interesse daran, ein E-Auto zu kaufen, in Deutschland mit am höchsten, so das Ergebnis einer Online-Umfrage  der Unternehmensberatung Deloitte. Dabei wurden gut 26.000 Personen aus 25 Ländern befragt. Der aktuell hohe Strompreis bremst jedoch die Euphorie, sind doch nach der Emissionsfreiheit die niedrigeren Antriebskosten der zweitwichtigste Faktor für die Deutschen, sich für ein Elektroauto zu interessieren.

Die weltweit durchgeführte Umfrage zeigt eindrücklich, welche Faktoren für den Kauf eines E-Autos für die Umfrageteilnehmer im Vordergrund stehen. Während sich alle Befragten (aus den Regionen US, Deutschland, Japan, Südkorea, China, Indien und Südostasien) einig darüber sind, dass der positive Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels der wichtigste oder zumindest zweitwichtigste Faktor ist, zeigen sich darunter interessante Unterschiede. Die US-Amerikaner beispielsweise schauen mehr auf die Antriebskosten als aufs Klima, und das bessere Fahrerlebnis ist ihnen ebenfalls wichtig. Für die Deutschen hingegen steht – wie bei den Chinesen und Indern – die Klimawandelbekämpfung an erster Stelle, gefolgt von den niedrigeren Antriebskosten und staatlichen Kaufprämien. Den Chinesen ist wiederum – nach dem Klimaeffekt – das Fahrerlebnis und die persönliche Gesundheit wichtig, noch vor den Antriebskosten.

Insgesamt sind die US-Amerikaner noch am skeptischsten der Elektromobilität gegenüber, 69 Prozent der Befragten planen immer noch den Kauf eines Benziners oder Diesel-Fahrzeugs. In Südkorea hingegen tun dies nur mehr 37 Prozent, in Deutschland sind es noch rund die Hälfte der Befragten (49 Prozent). Relativ hoch ist der Wert für Deutschland, was die konkrete Absicht des Kaufs eines reinen E-Autos betrifft: 15 Prozent haben das vor. Dieser Wert wird nur noch von China mit 17 und Südkorea mit 23 Prozent übertroffen. Gering hingegen die Werte für USA, Südostasien und Indien mit gerade einmal 5 Prozent.

Die hohe Motivation durch niedrigere Antriebskosten müsste derzeit Hersteller und Regierungen beunruhigen, die mit Elektroautos ihre CO2-Ziele erreichen wollen. Der aktuell massive Strompreisanstieg lässt den erhofften Vorteil kleiner werden. Auch wenn Benzin und Diesel derzeit auch steigen (vor allem dort, wo Strom zum Teil noch in fossilen Kraftwerken erzeugt wird): 41 Prozent der Deutschen geben an, sich nicht mehr für ein Elektroauto entscheiden zu wollen, wenn sich das Preisniveau angleichen sollte. Auch bei der Reichweite scheiden sich die Geister. Deutsche wünschen sich im Schnitt 616 Kilometer, das schaffen derzeit nur höherpreisige Modelle. Chinesen geben sich hingegen mit durchschnittlich 414 Kilometer zufrieden, während sich US-Amerikaner sogar 833 Kilometer vorstellen. Fehlende Reichweite ist in Deutschland, China und den USA immer noch das größte genannte Hindernis für den Kauf eines E-Autos. In Japan, Südkorea, Indien und Südostasien ist es hingegen die fehlende öffentliche Ladeinfrastruktur.

Quelle: deloitte.com – 2022 Global Automotive Consumer Study

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Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

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