Förderung und Iran-Krise beflügeln Privatkäufe von E-Autos

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Volvo

Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 3 min

Der deutsche Pkw-Markt hat im Mai insgesamt 239.448 Neuzulassungen verzeichnet, ein Plus von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Dass der Gesamtmarkt überhaupt im positiven Bereich landete, ist vor allem einem Segment zu verdanken: dem Privatmarkt. Dieser wuchs um 8,4 Prozent und legte damit den vierten Monat in Folge zu, was die Verluste in anderen Kanälen auffing. Bemerkenswert ist dabei, dass im Mai 2026 zwei Arbeitstage weniger zur Verfügung standen als im Vorjahreszeitraum.

Auf der Antriebsseite verschiebt sich das Bild deutlich. Elektroautos kamen im Mai auf 59.972 Neuzulassungen, ein Anstieg von 39 Prozent gegenüber Mai 2025. Plug-in-Hybride legten um 11 Prozent auf 27.921 Einheiten zu. Hybride ohne PHEV wuchsen um 0,8 Prozent auf 67.545 Zulassungen. Benziner und Diesel hingegen verloren erheblich: Bei Benzinern gab es ein Minus von 23,7 Prozent auf 51.806 Einheiten, Diesel-Pkw sanken um auf 30.547.

E-Auto-Prämie und Spritpreise als doppelter Rückenwind

Im Privatmarkt erreichten reine Elektroautos einen Anteil von 36,4 Prozent, der höchste Wert in diesem Jahr. Laut Dataforce-Analyse ist die neue Kaufförderung, die im Mai erstmals offiziell beantragt werden konnte, ein wesentlicher Treiber. Parallel dazu wirken gestiegene Spritpreise und eine breitere Verfügbarkeit günstigerer Elektromodelle im Markt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden im Privatbereich knapp 16.000 E-Autos mehr zugelassen, während Benziner und Diesel zusammen rund 11.000 Einheiten einbüßten.

In Flotten verlief der Trend ähnlich gelagert, aber weniger ausgeglichen: Verbrenner verloren dort fast 8000 Einheiten, denen lediglich rund 3400 zusätzliche Elektroautos gegenüberstanden. Im Segment des Fahrzeughandels fiel hingegen ein deutlicher Zuwachs bei Plug-in-Hybriden auf. Dataforce deutet dies als Hinweis darauf, dass chinesische Automobilhersteller, allen voran BYD, Plug-in-Hybride verstärkt auf eigene Händler zulassen, wie es in jüngerer Vergangenheit öfter beobachtet wurde.

Transportermarkt spürt wirtschaftliche Bremse besonders stark

Beim Transportersegment fällt das Bild ungünstiger aus. Der Markt gab insgesamt um 6 Prozent nach. Wirtschaftliche Unsicherheiten schlagen sich dort stärker nieder als bei Pkw, da Firmenkunden den Großteil der Nachfrage stellen und aktuell zurückhaltender disponieren. Flottenzulassungen sanken um 10 Prozent, der Autovermieter-Kanal verlor 11 Prozent. Der Fahrzeugbau verzeichnete ein Minus von einem Prozent. Einziger Lichtblick in diesem Segment war der Fahrzeughandel, der mit über 800 zusätzlichen Fahrzeugen ein Plus von 13 Prozent erreichte. Der Privatmarkt gab dagegen um 11 Prozent nach.

Dataforce ordnet die Gesamtentwicklung wie folgt ein: „Unsere Prognose hat sich bewahrheitet: Im Mai sind die E-Zulassungen durch die Kombination hoher Spritpreise und der Kaufförderung noch einmal angestiegen. Insgesamt bleibt die Lage am Automarkt aber immer noch angespannt, da sich vor allem Flotten momentan lieber zurückhalten. Dennoch passiert einiges, vor allem in Richtung der Antriebswende.“

Quelle: DataForce – Mai 2026: Privatmarkt legt deutlich zu, E-Förderung sei Dank

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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