Daimler über vollelektrische Zukunft: „Schneller ist besser“

Daimler über vollelektrische Zukunft: „Schneller ist besser“
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Mercedes-Benz

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Daimler-Chef Ola Källenius gibt zu verstehen, dass man bei Mercedes die Zeichen der Zeit erkannt habe. Ab 2025 werden fast alle Investitionen für Antriebe in die Elektromobilität fließen, kündigte der Schwede an: „Ich sehe die Chance, dass wir zwischen 2030 und 2035 vollelektrisch werden können“.  Wie er weiterhin ausführt wolle man nicht mehr nur eine Firma mit großer Tradition sein, sondern eines, welches an einer großen Zukunft arbeite.

Källenius fordert von seiner Belegschaft ein, dass man genügend Mut für den Wechsel hin zu einem ambitionierten Elektro-Kurs aufbringt. Die Chancen seien hierfür gegeben: „Wir haben eine Kundenstruktur, die schneller umsteigen kann. Deswegen finden wir es logisch, dass eine Luxusmarke diese Entwicklung mit anführen soll. Schneller ist besser. Wir wollen das Unternehmen schon zum Ende dieser Dekade dort für eine vollelektrische Zukunft bereit machen, wo es die Märkte erlauben.“

Aber er stellt auch fest, dass Verbrenner noch eine Rolle spielen werden. Insbesondere, da man das eigene Verbrennerportfolio gerade erst erneuert habe. Hierzu betont der CEO des Konzerns: „Wir sind da an vorderster Front. Und wir werden viele Motoren fit für Euro 7 machen, aber nicht alle. Denn die Elektromobilität fährt hoch. Dort wo ein Verbrenner in einen Mercedes eingebaut wird, wird er aber wettbewerbsfähig sein.“ Aus seiner Sicht sei es aber zwingend notwendig, dass für den Hochlauf der E-Mobilität die Ladeinfrastruktur ebenfalls an ihrem Hochlauf festhalte: „Industrie und Staat müssen dabei Hand in Hand arbeiten“, so Källenius. Von der nächsten Bundesregierung wünsche er sich, dass Fördermaßnahmen für Elektromobilität „nicht zu sprunghaft verändert werden“. Beispielsweise wäre es aus seiner Sicht falsch, die Kaufprämie zu früh zu streichen.

Man selbst wolle auch seinen Teil dazu beitragen, unter anderem dadurch, dass das Schnellladenetz von IONITY drastisch erweitert wird. Källenius räumt bereits in der Vergangenheit ein, dass es noch besser gehen kann, als es bisher der Fall ist. Dies unterstreicht er mit folgender Aussage auf der IAA 2021: „Natürlich werden wir eine Version 2.0 anstreben. Ich kann nicht für Ionity sprechen, aber lassen Sie es mich einmal so ausdrücken: Mercedes wird einen weiteren Ausbau dieses Netzwerk ganz sicher massiv unterstützen!“ Zuletzt bekam das Netzwerk Unterstützung durch Volo, PolestarKIA und Hyundai, welche die Rolle von Ionity für die eigenen Modelle stärkten. Aber auch EnBW hat sich dazu entschlossen – nach einjähriger Auszeit – Ionity wieder ins eigene Angebot zu integrieren.

In eher weiter Ferne steht das bereits formulierte Ziel 2039 klimaneutral zu sein. Hierfür müsse man in unterschiedlichsten Bereichen aktiv werden. Unter anderem beim Recycling. Källenius ordnet dies wie folgt ein: „Das Auto, das in Rente geht, ist die virtuelle Mine“, aus diesem Grund plane man beispielsweise eine eigene Batterierecycling-Fabrik in Ruttlingen. Aber auch der Druck auf die Lieferkette steigt. Denn diese müssen natürlich ebenso auf CO2-Neutralität setzen, damit sich dies durch die ganze Kette zieht.

Quelle: Next Mobility – Källenius will Ionity-Schnellladenetz „drastisch erweitern“

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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