Weshalb sich Dacia mit dem Elektro-Sandero Zeit lässt

Weshalb sich Dacia mit dem Elektro-Sandero Zeit lässt
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Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
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Denis le Vot, der Geschäftsführer der rumänischen Renault-Tochter Dacia, hat in einem Podcast sowie in einem anschließenden Gespräch mit dem britischen Fachmagazin Autocar erläutert, was die Marke für die kommenden Jahre plant. Dabei kam auch auf den künftigen vollelektrischen Dacia Sandero die Sprache. Dieser sei zwar voraussichtlich Ende dieses Jahres fertig entwickelt und gestaltet, seine Markteinführung soll aber noch etwas auf sich warten lassen.

Le Vot wolle zunächst sicherstellen, „dass das Modell von Kostensenkungen und technologischen Durchbrüchen in der Elektroauto-Technologie profitieren kann“. Weiter sagte er: „Wir werden uns dem Kampf um die Kosten später stellen. Je später man dran ist, desto besser kann man wählen.” Soll heißen: Dacia möchte den Elektro-Sandero möglichst günstig anbieten und sieht aktuelle Entwicklungen auf dem Markt für Elektroautos, die die Produktionskosten in absehbarer Zukunft deutlich senken dürften. Davon soll auch der Sandero profitieren, der aktuell eines der günstigsten Verbrennermodelle auf dem europäischen Markt ist. Mit der Markteinführung des E-Sandero ist derzeit also eher erst 2027 oder 2028 zu rechnen.

Neuer Spring aus Europa

Auch einen neuen Dacia Spring soll es bald geben, der dann aber nicht mehr in China, sondern in Europa gebaut werden soll. „Er wird größer sein als der aktuelle Spring, aber nicht viel mehr kosten, mit einem Zielpreis von 18.000 Euro“, schreibt Autocar. Zudem beteuerte er, dass mit dem Dacia Bigster das größte Modell der Marke feststehe und kein noch größeres Segment bedient werden solle.

Dacia sei in seiner technischen Herangehensweise einzigartig in der Branche, führt Autocar aus, und schreibt: „Zuerst werden die Kosten für Komponenten, Autos und Projekte festgelegt und dann werden diese zu diesen Kosten hergestellt, anstatt zuerst das Auto und die Komponenten zu entwerfen und sie dann zu beschaffen, was zu einer mangelnden Kostenkontrolle führen kann.“ Und weil man somit nicht versuche, aus einem Renault einen billigeren Dacia zu machen, spare man sich Teile und Gewicht beim Bau der eigenen Fahrzeuge.

Außerdem führte der Geschäftsführer aus, dass Dacia inzwischen nicht mehr versuche, ausschließlich günstig zu sein. „Früher waren wir billig, aber die Kurve dessen, was wesentlich ist, verändert sich. Vielleicht lagen wir früher unterhalb der Kurve, jetzt haben wir mehr Dinge hinzugefügt. Das Produkt strahlt keine Arroganz aus. Früher waren wir nur günstig, jetzt bieten wir höhere Ausstattungsvarianten mit allem, was man braucht“, erläuterte er.

Quelle: Autocar – Listen: Dacia CEO previews brand’s next steps after Bigster

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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